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  • Gesellschaftliche Schönheitsideale setzen viele Menschen unter Druck. Bereits seit dem 19. Jahrhundert kämpfen Frauen für mehr Selbstliebe und die Akzeptanz des eigenen Körpers.
  • Ziel der prominenten Body-Positivity-Bewegung: Frauen aus aller Welt machen darauf aufmerksam, dass diejenigen, die den vermeintlichen Schönheitsidealen nicht entsprechen, diskriminiert und ausgeschlossen werden.

Im Clip: Was ist schön? Schönheitsideale im Wandel der Zeit

Speckrollen, Hängebusen, behaarte Beine oder Cellulite – völlig egal: Body Positivity plädiert für Körperakzeptanz und Selbstliebe. Seit Jahren setzen sich Menschen, vor allem Frauen, dafür ein, dass bestimmte Dinge nicht als Makel, sondern als völlig in Ordnung angesehen werden. Mittlerweile finden sich mehr als 6,6 Millionen Fotos unter dem Hashtag #BodyPositivity. Die Message dahinter ist klar: Du bist schön, so wie du bist! Nicht auf dein Aussehen kommt es an, sondern auf deinen Charakter.

Auch viele Prominente machen sich für dieses Thema stark und erheben ihre Stimme

Amy Schumer

Blond, laut, lustig – so kennen wir Amy Schumer normalerweise aus wilden Komödien. Für den Kalender des Reifenherstellers Pirelli ließ sich die heute 40-Jährige 2016 fast nackt fotografieren und bewies so nicht nur Selbstbewusstsein, sondern setzte auch ein Statement für Body Positivity und Selbstliebe. Auf Twitter schrieb sie stolz unter eines der Shooting-Bilder: "Schön, eklig, stark, dünn, fett, hübsch, hässlich, sexy, widerlich, makellos, Frau."

Ashley Graham

Sie gilt als absolute Vorreiterin der Body-Positivity-Bewegung. Auch ein Plus-Size-Model ist keinesfalls perfekt, und so präsentiert sie sich mit ehrlichen Fotos auf Instagram, die unter anderem ihre Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft zeigen. Mit ihrer Mutter posierte sie für die Kampagne "Swimsuits for all" vor der Kamera – und verzichtete gezielt auf eine Nachbearbeitung der Fotos. Ihr Motto: #BeautyBeyondSize.

Lena Meyer-Landrut

"My body, my rules!" Mehr Selbstliebe fordert auch Lena. Im Instagram-Feed der ESC-Gewinnerin findet man hauptsächlich perfekt inszenierte Bilder. Gerade deshalb nimmt sie die Fans in ihrer Story ganz privat und ungeschminkt mit. "Jeder Körper ist anders. Jeder Körper ist schön. Und jeder Körper verdient Wertschätzung von dem, der in ihm lebt." Mit diesem Text macht sie sich stark gegen ihre Hater in den sozialen Netzwerken und will ihren Followern Mut machen.

In ihrem neuesten Song "Strip" macht sich die 30-Jährige frei von gesellschaftlichem Druck und Erwartungen. Die Meinung anderer ist ihr egal, dieses Drama braucht sie nicht. Ihr Motto: Einfach das tun, was einen glücklich macht. 

Adele

"Natürlich habe ich Probleme mit Schönheitsidealen, aber ich lasse sie nicht mein Leben ruinieren", sagte Adele in einem Radiointerview. Sie spricht öffentlich über das Thema Body Positivity und bestärkt andere Frauen. "Es gibt wichtigere Dinge als das Aussehen!" Das finden wir auch! Dich gibt es nur einmal und du bist auf deine Art wunderschön.

Trotzdem hat die britische Sängerin im vergangenen Jahr massiv an Gewicht verloren. Stolz präsentierte sie ihre neue Figur im kurzen schwarzen Kleid auf Instagram. Stimmen wurden laut, die behaupten, dass Adele aufgrund des Drucks in der Musikindustrie stark abgenommen habe. Doch laut ihrem früheren Personal Trainer hatte die 33-Jährige bereits 2015 mit dem Training und der Ernährungsumstellung begonnen. Ihr Plan: Gesünder leben – nicht, einem Idealbild zu entsprechen.

Paula Lambert

Sie nimmt kein Blatt vor den Mund – egal, ob es um Sexualität oder Selbstliebe geht. Paula spricht offen über ihren Körper und die vermeintlichen Makel. "Ich mag alles an mir", sagt sie. Und sie ist davon überzeugt, dass jede Frau eine tolle Bikinifigur hat. Wichtig ist ihr jedoch: Es geht nicht darum, einem vermeintlichen Schönheitsideal zu entsprechen. Gesundheit muss das Ziel sein.

Ihr starkes Selbstbewusstsein und ihre Offenheit in Bezug auf die Themen Selbstliebe, Ängste, Beziehungen und Lust gibt sie in ihrer wöchentlichen Kolumne auf sixx.de weiter.

Hier kommst du direkt zur Kolumne von Paula Lambert.

Lady Gaga

"Egal, wer ihr seid oder was ihr macht, ich könnte euch eine Million Gründe nennen, warum ihr es anderen nicht recht machen müsst." Das schrieb Lady Gaga auf Instagram, nachdem es Kritik zu ihrer Figur bei der Halbzeitshow des Super Bowl 2017 hagelte. Ihr wurde vorgeworfen, ihr Bauch sei zu dick und untrainiert, um ihn bauchfrei vor einem Millionenpublikum zu präsentieren. "Ich habe gehört, dass mein Körper zum Gesprächsthema geworden ist, deshalb wollte ich mitteilen, dass ich stolz auf meinen Körper bin und ihr solltet stolz auf euren Körper sein. Ganz gleich, wer ihr seid und was ihr macht." Mit diesem Statement macht sich die US-amerikanische Sängerin gegen Body Shaming stark und lässt sich keinesfalls reinreden. "Seid einfach ihr selbst."