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Spliss in den Haaren: Was hilft wirklich bei Haarspalterei und kaputten Spitzen?

  • Veröffentlicht: 16.02.2022
  • 12:42 Uhr
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© metamorworks

Der größte Gegner auf dem Weg zu schön langem Rapunzelhaar? Spliss! Man züchtet, was das Zeug hält und dann beginnt die Haarspalterei – im wahrsten Sinne des Wortes. Dann heißt es nur noch schnipp, schnapp, Haare ab und das Ganze geht von vorne los. Aber nicht mit uns! In unserem Anti-Spliss-Guide erfahrt ihr nicht nur, was Spliss ist, welche Arten es gibt und was die Ursachen sind, natürlich verraten wir euch auch, wie man Spliss entfernen kann.

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Was ist Spliss?

Um ein Haar hätten wir es geschafft, aber dann begann wieder die Haarspalterei… Spliss! Spliss ist die Spaltung einzelner Haare. Sie beginnt in den Spitzen und zieht immer weiter nach oben. In den meisten Fällen spaltet sich das Haar in zwei Teile auf, bei manchen kann sich der Spliss aber auch in viele Teile aufteilen, aber dazu später mehr. Das Ergebnis? Die Haare werden an den Spitzen superdünn, sind trocken, spröde und haben jeglichen Glanz verloren. Abgesehen von den aufgespaltenen Haarspitzen, lässt sich das Übel auch an kleinen weißen Punkten erkennen. Dort ist das Haar geschwächt und wird sich an dieser Stelle höchstwahrscheinlich entzweien. Haarspliss ist aber zu unterscheiden von Haarbruch. Hier kommt es erst gar nicht zu einer Spaltung, das Haar bricht an den schwachen Stellen einfach ab.

Was genau ist Spliss? Wie entsteht die Spaltung der Haare in den Spitzen? Und was hilft wirklich gegen Haarspliss?
Was genau ist Spliss? Wie entsteht die Spaltung der Haare in den Spitzen? Und was hilft wirklich gegen Haarspliss?© triocean
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Wie entsteht Spliss?

Die gute oder die schlechte Nachricht zuerst? Die schlechte Nachricht: Spliss ist ganz natürlich und kommt (fast) immer wieder. Die gute Nachricht: Spliss entfernen oder vorzubeugen ist kein Hexenwerk, man muss ihn nur erst einmal verstehen. Das Haar ist in mehreren Schichten aufgebaut: Im Inneren bildet das Mark den Kern des Haares. Dieses Mark wird umschlossen vom sogenannten Cortex. Das ist eine Faserschicht, die aus Keratinfasern besteht. Die letzte Schicht ist die Schuppenschicht, die sich wie ein geschlossener Tannenzapfen, um die Faserschicht legt. Und diese Schuppenschicht ist äußeren Einflüssen ausgeliefert – von UV-Licht über mechanische Reibung durch Kleidung bis hin zum Styling. Nach einer gewissen Zeit und vielen Strapazen, wird diese Schicht freigelegt und die Spaltung beginnt.

Spliss: Wenn sich das Haar in den Spitzen spaltet – wir verraten euch, welche Hausmittel gegen Haarspliss helfen!
Spliss: Wenn sich das Haar in den Spitzen spaltet – wir verraten euch, welche Hausmittel gegen Haarspliss helfen!© yamasan

Ursachen für Spliss

Jetzt wissen wir schon mal, wie Spliss entsteht, aber wodurch eigentlich? Wir haben ein paar Ursachen aufgelistet:

  • UV-Strahlung, Salz- und Chlorwasser
  • trockene Luft
  • mechanische Reibung an Kleidung und Baumwollbettbezügen
  • Styling mit Hitze-Tools wie Föhn, Glätteisen, Lockenstab
  • Zu heißes Wasser bei der Haarwäsche
  • Colorationen und Blondierungen
  • Dauerwelle
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Welche Arten von Spliss gibt es?

Spliss ist nicht gleich Spliss! Das wissen wir nur zu gut, wenn wir mit unseren Augen an die Haarspitzen ranzoomen und sehen, wie sich die Haare manchmal entzweien oder aufspalten wie ein blühender Tannenzapfen. Hier bekommt ihr einen Überblick über die verschiedenen Splissarten:

Der Kerzen-Spliss

Beim Kerzen-Spliss wird die Haarspitze zum Ende hin dünner und ähnelt einem Docht. Diese Art wird oft als Vorstufe von Spliss bezeichnet, da die Spitze noch intakt ist, aber die Schuppenschicht bereits strapaziert ist. SOS-Rettungsmaßnahmen können hier noch helfen: Greift am besten zu intensiven Pflegekuren oder mixt euch eure eigene Haarkur (zum Beispiel mit Kokosöl, Basilikumextrakt oder Olivenöl).

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Der Knoten-Spliss

Krause Mähnen und Lockenköpfe haben meistens mit dieser Splissart zu kämpfen. Es ist zwar eine Vorstufe von Spliss, aber an dieser Stelle wird das Haar brechen. Eine Kombination aus regelmäßiger Pflege (Conditioner, Öl oder Leave-in-Creme) und sanftem Entwirren mit einem hochwertigen, groben Kamm ist der Schlüssel zum Erfolg.

Der Ast-Spliss

Wie der Name schon verrät, sieht diese Splissform aus wie ein Ast oder eine Wünschelrute – die Haarspitzen spalten sich in zwei Enden. Jede*r kennt sie, es ist die häufigste Splissart. Das Gute daran? Die Haare sind noch fit und können weiterwachsen und ihr müsst nicht direkt zum Haarprofi rennen. Die Spitzen benötigen jetzt ganz viel Feuchtigkeit, damit sie geschmeidig bleiben und sich nicht weiterspalten. Wenn's geht, dann auch aufs Hitze-Styling verzichten.

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Der Dreizack-Spliss

Aus zwei werde drei… Der Dreizackspliss weist meist auf gröbere Schäden des Haares hin. Die fortgeschrittenen Schäden der Haarspitzen entstehen oft durch zu häufiges Färben, zu viel Hitze und mangelnde Feuchtigkeit. Mit speziellen Keratinkuren können die Haare "gerettet" werden bzw. vor größeren Schäden bewahrt werden, aber meistens läuft es auf einen Besuch beim Haarprofi hinaus.

Der Tannenbaum-Spliss

Bei dieser Splissart spaltet sich das Haar in verschiedene Richtungen auf wie ein Baum. Pflege hilft hier leider nicht mehr, die Spitzen müssen gekürzt werden. Geht mit eurem Haar danach etwas sorgsamer um und gönnt ihm ganz viel Pflege und wenig Hitze. Baut eine Kur in eure Haarpflege-Routine ein und versorgt es mit ganz viel Feuchtigkeit.

Kerzen-, Dreizack- und Tannenbaum-Spliss – kennt ihr die verschiedenen Arten von Haarspliss?
Kerzen-, Dreizack- und Tannenbaum-Spliss – kennt ihr die verschiedenen Arten von Haarspliss?© Doucefleur

Lässt sich Haarspliss reparieren?

Egal, was euch die Haarpflege-Industrie verspricht: Spliss lässt sich nicht reparieren. Hat die Haarspalterei einmal begonnen, ist sie nicht mehr zu beheben, außer man schneidet sie ab. Pflegeprodukte helfen lediglich dabei, den Schaden im Zaum und die Haare schön geschmeidig zu halten, damit sie nicht austrocknen und sich weiter aufspalten.

Wie kann man Spliss entfernen?

Auch, wenn sich Spliss nicht reparieren lässt, glücklicherweise kann man Spliss entfernen! Wie und wie ihr dem Übel vorbeugt, erfahrt ihr jetzt!

Im Beauty-Artikel findet ihr die besten Tipps und Tricks, die wirklich bei Haarspliss helfen! 
Im Beauty-Artikel findet ihr die besten Tipps und Tricks, die wirklich bei Haarspliss helfen! © undefined undefined

Spitzen schneiden bei einer Friseurin oder einem Friseur

Wer kennt es nicht: Man geht zum*r Friseur*in und sagt einmal Spitzen schneiden. In unserer Vorstellung geht es dabei um ein bis zwei Zentimeter, die ab sollen, allerdings will der Profi uns in diesem Moment gefühlt einen Bob verpassen. Wieso? Um natürlich möglichst den ganzen Splissbefall zu entfernen. Äh, nicht mit uns, oder? Die mühevoll gezüchteten langen Haare können doch nicht ab. Um dieses Problem zu vermeiden, ist Vorsorge besser als Nachsorge. Alle sechs bis acht Wochen sollte man den Gang in den Haarsalon wagen und den Haarschnitt auffrischen. Bittet eure*n Haarexperten*in um einen sogenannten Care Cut. Bei dieser Technik wird die Schere zum Schneiden erhitzt. So werden die Enden versiegelt und der Spliss kommt nicht ganz so leicht und schnell wieder.

Von Twist Cut bis Hair Dusting – wir verraten euch die Schnitttechniken und Methoden der Hairstylisten, die bei Haarspliss zum Einsatz kommen.
Von Twist Cut bis Hair Dusting – wir verraten euch die Schnitttechniken und Methoden der Hairstylisten, die bei Haarspliss zum Einsatz kommen.© yacobchuk

Der sogenannte Spliss-Schnitt

Ihr wollt euch von keinem einzigen Zentimeter Länge trennen? Dann ist ein spezieller Spliss-Schnitt genau das Richtige für euch. Bei diesem Schnitt wird versucht, wirklich nur die gesplissten Haarenden wegzuschneiden. Dafür gibt es zwei Methoden:

  1. Twist Cut: Hier werden einzelne Haarsträhne zwischen den Fingern gezwirbelt. Dadurch stehen die gesplissten Teile ab und können ganz einfach mit der Schere weggeschnitten werden. So arbeitet man sich Strähne für Strähne vor und verabschiedet sich vom Spliss.
  2. Hair Dusting: Bei dieser Methode werden die Haarsträhnen einfach glattgezogen. Auch so sieht man die abstehenden Spaltungen und kann sie prima wegschneiden.

Als schnelle SOS-Maßnahme sind die Methoden top, aber sie sollten nicht zu oft angewandt werden, da die Haare schnell dünn aussehen können. Der Spliss ist zwar weg, aber die Haare benötigt dennoch viel Feuchtigkeit und Pflegeaufmerksamkeit.

Spliss selber schneiden

Wenn ihr euch traut, könnt ihr eure Haare selber schneiden. Den Twist Cut könnt ihr auch ganz gut alleine schneiden. Da kann man nicht allzu viel falsch machen. Worauf ihr aber unbedingt achten müsst: Nehmt keine gewöhnliche Haushaltsschere. Eine spezielle Haarschere sollte es sein.

Splisstrimmer

Ja, es gibt einen Splisstrimmer. Dieses spezielle Gerät versucht, wie bei einem Spliss-Schnitt, die gespaltenen Haarteile zu entfernen, ohne Länge wegzunehmen. Das Gerät funktioniert beinahe wie ein elektrischer Rasierer.

Pflege bei Haarspliss

Auf kurz oder lang, ist die Haarpflege immer der erste Schritt, um jeglichen Problemen vorzubeugen. Ihr solltet euch darauf konzentrieren, die natürliche Feuchtigkeit eures Haares zu stabilisieren. Mit diesen Tipps sollte es klappen.

Von Kokosöl, Bürsten und Haare waschen – wir verraten euch die Beauty-Hacks, die bei Haarspliss wirklich helfen und diesen vorbeugen!
Von Kokosöl, Bürsten und Haare waschen – wir verraten euch die Beauty-Hacks, die bei Haarspliss wirklich helfen und diesen vorbeugen!© Cicy

Tipps, um Spliss vorzubeugen

  • Ihr könnt es wahrscheinlich nicht mehr hören, aber: Wascht eure Haare nicht zu häufig. Mit jeder Wäsche verliert das Haar an Feuchtigkeit und kann so auf Dauer geschwächt werden. Dann wird es anfälliger für Spliss und Haarbruch. Wenn ihr nicht anders könnt, dann verzichtet auf das Shampoo, spült eure Haare mit klarem Wasser aus und massiert die Spitzen mit einem Conditioner oder einer Haarkur ein.
  • Gesundes Haar beginnt bei der Kopfhaut an. Pflegt also auch diese, um eine trockene Kopfhaut vorzubeugen. Dafür eignen sich spezielle Kopfhautpeelings besonders gut, die von Shampooresten, Styling-Rückständen und anderen Partikeln befreien.
  • Schließt eure Haarwäsche immer mit einer Spülung ab. Sie verschließt die Schuppenschicht eures Haares und spendet Feuchtigkeit und sorgt für mehr Schutz.
  • Einmal in der Woche kann euer Haar eine Maske ganz gut vertragen. Es bekommt Feuchtigkeit und wird gestärkt. Hier eignet sich ganz besonders Aloe vera oder Kokosöl.
  • Ein ganz wichtiger Punkt ist auch, wie ihr euer Haar trocknet. Ihr solltet möglichst jede Reibung vermeiden, das heißt: Rubbelt auf keinen Fall eure Haare im Handtuch trocken. Drückt es nur ganz schonend aus, das reicht völlig aus. Und wo wir schon mal beim Trocknen sind: Föhnt euer Haar nicht zu heiß. Durch mehr Hitze wird das Haar nicht schneller trocken und ihr schädigt es mehr, als es nutzt. Verwendet außerdem vor dem Föhnen oder vor jedem Styling mit Hitze-Tools unbedingt einen Hitzeschutz!
  • Die richtige Bürste ist wichtig für die schonende Entwirrung der Haare. Ein Tangle Teezer oder eine Bürste mit Naturborsten sind besonders schonend. Aber! Bürstet eure Haare niemals im nassen Zustand. Nass sind sie am empfindlichsten für Schäden, da sie aufgequollen sind.
  • Verwendet Haaröl! Massiert es in die feuchten oder trocknen Längen, um sie geschmeidig zu halten.
  • Steckt eure Haare öfter mal hoch (bspw. zu einem Dutt oder einer anderen Hochsteckfrisur), um die Reibung an der Kleidung zu vermeiden. Verwendet für eure Frisuren möglichst schonende Haargummis wie Scrunchies aus Seide oder Invisibobbles. Ein kleiner Tipp am Rande: Setzt auf weiche Kissenbezüge aus Seide, statt auf grobe Materialien.
  • Schneidet eure Spitzen regelmäßig. Wenn ihr gesundes Haar habt, braucht ihr auch keine Angst haben, dass zu viel von eurer Länge abgeschnitten wird. Alle sechs bis acht Wochen kann ein kleiner Zentimeter ab. Das fällt nicht auf und die Haare wachsen kräftiger nach.
Reichlich Haarpflege – diese ist wichtig um die Haarspaltung in den Griff zu bekommen!
Reichlich Haarpflege – diese ist wichtig um die Haarspaltung in den Griff zu bekommen!© triocean

Hausmittel gegen Spliss

Ihr müsst keine fancy Pflegeprodukte kaufen, um eure Haare zu schützen. Die heimische Beauty-Apotheke bietet euch allerlei Hilfsmittel, die eure Haare genauso lieben werden. Massiert Oliven-, Argan- oder Kokosöl in die Längen und lasst es einwirken – wenn's geht, dann über Nacht. Oder ihr mischt euch eure eigene Haarkur aus 4 Esslöffel Honig, einem Ei und einem Esslöffel Olivenöl zusammen.

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