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Psychologie

Boreout-Syndrom: Warum Langweile krank machen kann

  • Aktualisiert: 20.03.2024
  • 18:42 Uhr
  • Elisa Ascher
Der Arbeitstag zieht sich und du weißt gar nicht mehr, was du noch tun sollst?
Der Arbeitstag zieht sich und du weißt gar nicht mehr, was du noch tun sollst?© DimaBerlin - stock.adobe.com

Stressfrei klingt super? Nicht unbedingt: Ständige Unterforderung und Langeweile wirken sich langfristig auf die mentale Gesundheit aus. Was es mit dem Boreout-Syndrom auf sich hat und was du dagegen tun kannst.

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Das ist das Boreout-Syndrom

Überforderung im Job und Alltag kann negative Folgen haben und endet nicht selten in Depression, Burnout und Co. Gleiches kann allerdings auch passieren, wenn sich Menschen ständig unterfordert fühlen. Was auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheint, hat jedoch fatale Folgen. Unsere Zufriedenheit hängt davon ab, wie ausgeglichen unser Leben ist - beispielsweise durch eine gute Work-Life-Balance. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Alltag erstarrt ist und dein Leben nur noch aus denselben sich immer wiederholenden Routinen besteht, kann das zum sogenannten Boreout-Syndrom führen.

Das Boreout-Syndrom macht sich vor allem im Beruf bemerkbar. Die Betroffenen leiden an starker Unterforderung und Langeweile. Das passiert entweder, weil es zu wenig zu tun gibt oder aber, weil es keine Möglichkeit gibt, das persönliche Wissen und Können in den Job einzubringen. Für viele fühlt es sich so an, als würde die eigene Existenz verkümmern. 

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Im Clip: Mentale Probleme im Job nehmen weiterhin zu

Betroffene entwickeln toxische Verhaltensmuster

Die Konsequenz aus diesen negativen Erfahrungen und Gefühlen ist, dass Betroffene bestimmte Strategien entwickeln, um im Alltag oder bei der Arbeit nicht unangenehm aufzufallen. So reduzieren die Betroffenen (bewusst oder unbewusst) ihr Engagement, machen nur noch das Nötigste, dehnen eigentlich schnell zu erledigende Tätigkeiten unnötig aus oder machen Überstunden, um beschäftigt zu wirken. Das wiederum endet in einer Teufelsspirale. Betroffene beschreiben häufig das Gefühl von Wertlosigkeit, fehlender Loyalität, sinkender Leistung und großer Unzufriedenheit. Die gesundheitliche Belastung steigt enorm an. 

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Dem Boreout-Syndrom entkommen

Zwar ist das Boreout-Syndrom keine anerkannte Krankheit, dennoch muss das Ganze ernst genommen werden. Um der fortschreitenden Demotivation und Frustration entgegenzuwirken, sollten sich die Betroffenen engen Vertrauten gegenüber öffnen und über ihre Gefühle sprechen. Liegt das Problem vor allem im Job, kann ein Gespräch mit den Vorgesetzten helfen, bei dem neue Perspektiven und Möglichkeiten besprochen werden. Führt das zu nichts, bleibt nur noch die Kündigung. Das ist zwar auf den ersten Blick ein großer Schritt, der sehr viel Mut kostet, auf lange Sicht aber auch der einzige Weg, um sich aus der negativen Abwärtsspirale zu befreien.
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13 Anzeichen, dass du am Boreout-Syndrom leidest

Wahrscheinlich kennen wir alle das Gefühl, vom Arbeitsplatz und der Arbeit an sich gelangweilt zu sein. Das ist vollkommen normal. Wichtig ist nur, dass es nicht die ganze Zeit so ist und die eigenen Routinen und der Job überwiegend zufriedenstellend sind. Du bist dir nicht sicher, ob du am Boreout-Syndrom leidest? Diese Anzeichen sprechen dafür:

  1. Antriebslosigkeit
  2. Gefühl der Leere
  3. Schlaflosigkeit
  4. Erschöpfung
  5. Magen-Darm-Beschwerden
  6. Orientierungs- und Ziellosigkeit
  7. Niedergeschlagenheit
  8. Verzweiflung
  9. Kopf- und Rückenschmerzen
  10. Gereiztheit
  11. Interessenverlust
  12. Panikattacken
  13. Infektionsanfälligkeit

Sollte es dir alleine schwerfallen, deine Situation zu verändern, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe zu suchen.

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