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Gesundheit

ZU LAUT? Das macht Lärm mit deinem Körper

  • Aktualisiert: 12.06.2024
  • 16:03 Uhr
  • Sven Hasselberg
Lärmbelastung kann laut Studien den Schlaf stören, zum Auftreten von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen sowie Diabetes begünstigen.
Lärmbelastung kann laut Studien den Schlaf stören, zum Auftreten von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen sowie Diabetes begünstigen.© Imago Images / Michael Gstettenbauer

Jaulende Motoren, wummernde Bässe oder Tellerklappern in der Kantine: Lärm überfordert nicht nur deine Ohren, sondern auch Hirn, Herz und mehr. Warum das so ist, was dahintersteckt und was du dagegen unternehmen kannst.

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Das Wichtigste zum Thema Lärm

  • Ab 55 Dezibel empfinden wir etwas als laut. Ein Rasenmäher dröhnt mit 80 Dezibel. Hier liegt auch die Schwelle zu Schäden bei einer Dauerbelastung.

  • Laut dem Umweltbundesamt sind 2,3 Millionen Deutsche dauerhaft von krankheitsverursachendem Lärm umgeben.

  • Dauerhafter Lärm bewirkt Konzentrations-Mangel, Bluthochdruck, Kreislauf-Beschwerden, Herzinfarkt und vieles mehr.

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht eine Milliarde junger Menschen durch zu laute Musik gefährdet. Hörschäden können die Folge sein.

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Grafik: Ab diesen Lautstärken drohen Gesundheitsschäden

Lärmpegel in Dezibel (db(A))
Lärmpegel in Dezibel (db(A))© Galileo

Wie Lärm dir schaden kann

Problematisch ist nicht nur die steigende Lautstärke, sondern auch die Dauerberieselung durch Lärm. Neben Hörschäden sind unter anderem Herzkrankheiten, Schlafstörungen, Kreislauf-Beschwerden, Konzentrations-Schwierigkeiten oder Bluthochdruck die Folge.

Nimmt dein Ohr Lärm war, schüttet der Körper Stress-Hormone aus. Innerlich hält er sich für einen Kampf bereit. Dieser ursprüngliche Verteidigungsreflex überfordert den Körper auf Dauer. Yoga, autogenes Training und Entspannungsübungen können dir helfen, diesen Stress zu mindern.

Im Video: Was taugen "Blitzer" gegen Lärm?

Auch das berühmte Pfeifen im Ohr, der Tinnitus, kann durch Lärm hervorgerufen werden. Weißes Rauschen hilft dagegen. Es ist eine Art positives Rauschen, vergleichbar mit Quellwasser oder raschelndem Laub.

Der Trick: Gezielt abgespielt verdrängt es die Störgeräusche. Das Rauschen bedient alle Frequenzen gleich und "maskiert" den Lärm. Deshalb heißt dieses Verfahren auch "Sound-Masking" und wird zunehmend beim Kampf gegen Lärmbelästigung eingesetzt.

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Bildergalerie: So laut ist es bei dir zu Hause

Lärm daheim: So laut ist dein zu Hause

Tickende Uhr: 20 Dezibel
Tickende Uhr: 20 Dezibel© Getty Images / tomap49
Kühlschrank: 30 Dezibel
Kühlschrank: 30 Dezibel© Getty Images / Rawf8
Nähmaschine: 60 Dezibel
Nähmaschine: 60 Dezibel© Getty Images / belchonock
Telefonklingeln: 70 Dezibel
Telefonklingeln: 70 Dezibel© Getty Images / Vladimir Sukhachev
Waschmaschine: 75 Dezibel
Waschmaschine: 75 Dezibel© Getty Images / mediagfx
Staubsauger:  80 Dezibel
Staubsauger: 80 Dezibel© Getty Images /stuartbur
Föhn: 85 Dezibel
Föhn: 85 Dezibel© Getty Images / DariaRen
Mixer: 90 Dezibel
Mixer: 90 Dezibel© Getty Images / trekandshoot
Lautes Radio: 110 Dezibel
Lautes Radio: 110 Dezibel© Getty Images / jakkapan21
Tickende Uhr: 20 Dezibel
Kühlschrank: 30 Dezibel
Nähmaschine: 60 Dezibel
Telefonklingeln: 70 Dezibel
Waschmaschine: 75 Dezibel
Staubsauger:  80 Dezibel
Föhn: 85 Dezibel
Mixer: 90 Dezibel
Lautes Radio: 110 Dezibel

Umweltbundesamt: Diese Geräusche stören am meisten

🚛 Straßenlärm: 76 Prozent

🏘 Nachbarschaftslärm: 57 Prozent

Industrie- und Gewerbelärm: 50 Prozent

🛩 Fluglärm: 43 Prozent

🚂 Schienenverkehrslärm: 34 Prozent

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So kannst du Lärm vermeiden

Eine bereits eingesetzte Methode von Unternehmen ist das Erzeugen von Gegenschall. Die Idee: Den Schallwellen, die von Lärmquellen ausgelöst werden, andere, künstlich erzeugte Schallwellen in gleicher oder ähnlicher Frequenz entgegenzusetzen, um so die Luftbewegung, also die ursprünglichen Schallwellen, zu neutralisieren. Diese Technik kommt beispielsweise in Noise-Cancelling-Kopfhörern (Lärm auslöschenden Kopfhörern) zum Einsatz.

Im Video: Was taugen Anti-Lärm-Fenster?

Auch die eigene Psyche kann unterstützen - nicht direkt bei Lärm, aber dessen Folgen, wie Stress oder auch Depressionen. Durch Techniken der achtsamkeitsbasierten Stress-Reduktion können Studien zufolge auch Herzfrequenz und Blutdruck gesenkt werden. Hirnareale können sich durch regelmäßige Übungen verändern: Die Bereiche, die für Aufmerksamkeit, Regulation von Emotionen oder die Körperwahrnehmung zuständig sind,  vergrößern sich dadurch.

Die häufigsten Fragen zum Thema Lärm

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