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Wunderwerk der Natur: Dein Auge kann mehr, als du denkst

  • Veröffentlicht: 05.01.2020
  • 10:00 Uhr
  • Heike Predikant

Das menschliche Auge ist ein Hochleistungsorgan. Hier erfährst du alles über seine enormen Fähigkeiten. Und auch, was es mit dem "Eye-on-a-chip" auf sich hat.

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Das Wichtigste zum Thema Auge

  • Unser Auge nimmt Lichtreize aus der Umgebung auf und wandelt sie in Nervenimpulse um. Die gelangen über die Sehnervenbahnen zum Gehirn, wo sie zu einem Bild verarbeitet werden.

  • In der Netzhaut befinden sich rund 130 Millionen Sehzellen, etwa 125 Millionen Stäbchen und 6 Millionen Zapfen. Die Fotorezeptoren sorgen dafür, dass wir Millionen von Farben unterscheiden können.

  • Bewegt wird das Auge von 6 Muskeln - bis zu 100.000 Mal am Tag. Außerdem verändert die Augenmuskulatur die Krümmung der Linse und ermöglicht so das Sehen im Nah- und Fernbereich. Bei einer Überanstrengung des Lidmuskels kommt es zu Augenzuckungen.

  • Das Gesichtsfeld beider Augen hat eine horizontale Ausdehnung von 170 bis 180°. Unser Blickfeld beträgt etwa 240° - der Bereich, den man mit maximalen Augenbewegungen und unbewegtem Kopf überblicken kann.

  • Die Augen gelten als Spiegel der Seele. An ihnen lassen sich nicht nur Gefühle, sondern auch Krankheiten ablesen.

  • Unwillkürlich und untrüglich: Unsere Pupillen weiten sich, wenn wir jemanden (sexuell) attraktiv finden. Und sie ziehen sich zusammen, wenn das Gegenteil der Fall ist.

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Ein künstliches Auge, das blinzeln kann

Klingt nach Science-Fiction, ist aber Realität: Wissenschaftler der University of Pennsylvania haben mithilfe von menschlichen Zellen ein künstliches Auge geschaffen und es auf einen Chip gepflanzt. Dem "Eye-on-a-chip" fehlen noch Blutgefäße, Immunzellen der Bindehaut und wichtige Nervenverbindungen, aber es kann blinzeln. Das 3D-Modell soll genutzt werden, um Augenkrankheiten wie Augentrockenheit nachzuahmen und zu erforschen, Behandlungen und Medikamente zu testen.   Von der Augentrockenheit sind besonders oft junge Menschen betroffen, daher nennt man sie auch "digitale Augenkrankheit". In vielen Fällen entsteht sie, wenn man täglich stundenlang auf einen Computerbildschirm starrt oder ständig mit dem Smartphone beschäftigt ist. 

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5 erstaunliche Fakten rund ums Auge

🔭 Ein Erwachsener mit einer Körpergröße von 1,70 Metern kann an einem sonnigen Tag am Strand rund 4,7 Kilometer weit schauen. Ein Kind sieht nur etwa 3,6 Kilometer weit.

⚡ "Rote Pupillen" entstehen, wenn Menschen (oder auch Tiere) mit Blitzlicht fotografiert werden. Das vom Blitz ausgesandte Licht fällt dabei durch die Pupille auf die stark durchblutete Netzhaut des Auges – und wird reflektiert.

💧 Im Lauf unseres Lebens vergießen wir durchschnittlich 4,2 Millionen Tränen - etwa 70 Liter Tränenflüssigkeit.

🛂 260 Merkmale machen die Iris unverwechselbar. Bei einem Fingerabdruck sind es lediglich 40 einzigartige Eigenschaften. Der Iris-Scan arbeitet daher bei der biometrischen Identifizierung von Personen noch präziser als der Fingerabdruck-Sensor.

🔲 Farbenblinde können keine Farben wahrnehmen, sondern nur Hell-Dunkel-Kontraste. Die Sehstörung wird Achromatopsie oder Achromasie genannt. Hunde können beispielsweise nur bestimmte Farben sehen und sind damit Dichromaten.

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So nehmen Tiere die Welt wahr

Schielt es? Nein. Ein Chamäleon kann seine Augen unabhängig voneinander bewegen und gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen schauen. Weiterer Kniff: Durch das Färben der Augenpartien signalisieren die Schuppenechsen ihre Paarungsbereitschaft.
Schielt es? Nein. Ein Chamäleon kann seine Augen unabhängig voneinander bewegen und gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen schauen. Weiterer Kniff: Durch das Färben der Augenpartien signalisieren die Schuppenechsen ihre Paarungsbereitschaft.© Getty Images
Da Adler kaum natürliche Feinde haben, ist ihr Sehvermögen auf die Jagd ausgelegt. Die "Könige der Lüfte" sind in der Lage, ihre Beute aus einer Distanz von bis zu 3 Kilometern zu erkennen. Um wie mit "Adleraugen" sehen zu können, bräuchten wir ein Fernglas mit 7-facher Vergrößerung.
Da Adler kaum natürliche Feinde haben, ist ihr Sehvermögen auf die Jagd ausgelegt. Die "Könige der Lüfte" sind in der Lage, ihre Beute aus einer Distanz von bis zu 3 Kilometern zu erkennen. Um wie mit "Adleraugen" sehen zu können, bräuchten wir ein Fernglas mit 7-facher Vergrößerung.© Getty Images
Libellen haben große Facettenaugen, die bei einigen Arten aus bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bestehen. Doch wozu brauchen die schillernden Leichtgewichte so viele Augen? Mit ihnen können sie Bewegungen rund 6-mal schneller wahrnehmen als wir - und dadurch kleinste Insekten im Flug (Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h) erbeuten.
Libellen haben große Facettenaugen, die bei einigen Arten aus bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bestehen. Doch wozu brauchen die schillernden Leichtgewichte so viele Augen? Mit ihnen können sie Bewegungen rund 6-mal schneller wahrnehmen als wir - und dadurch kleinste Insekten im Flug (Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h) erbeuten. © Getty Images
Tagsüber entspricht das Sehvermögen eines Leoparden in etwa dem eines Menschen.  Wenn es dunkel wird, verfügt das Raubtier, das vor allem in der Dämmerung und in der Nacht jagt, über ein 5- bis 6-fach besseres Sehvermögen - weil sich die Pupillen vergrößern.
Tagsüber entspricht das Sehvermögen eines Leoparden in etwa dem eines Menschen. Wenn es dunkel wird, verfügt das Raubtier, das vor allem in der Dämmerung und in der Nacht jagt, über ein 5- bis 6-fach besseres Sehvermögen - weil sich die Pupillen vergrößern. © Getty Images
Augen so groß wie eine Orange - oder sogar ein Basketball: Tintenfische verständigen sich mit Artgenossen über Farbveränderungen und Körperhaltungen - allein deshalb benötigen sie leistungsstarke Sehorgane. Arten, die in der Tiefsee leben, können dank ihrer Riesenglupscher das spärliche Licht einfangen und so besser sehen.
Augen so groß wie eine Orange - oder sogar ein Basketball: Tintenfische verständigen sich mit Artgenossen über Farbveränderungen und Körperhaltungen - allein deshalb benötigen sie leistungsstarke Sehorgane. Arten, die in der Tiefsee leben, können dank ihrer Riesenglupscher das spärliche Licht einfangen und so besser sehen. © Getty Images
Schielt es? Nein. Ein Chamäleon kann seine Augen unabhängig voneinander bewegen und gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen schauen. Weiterer Kniff: Durch das Färben der Augenpartien signalisieren die Schuppenechsen ihre Paarungsbereitschaft.
Da Adler kaum natürliche Feinde haben, ist ihr Sehvermögen auf die Jagd ausgelegt. Die "Könige der Lüfte" sind in der Lage, ihre Beute aus einer Distanz von bis zu 3 Kilometern zu erkennen. Um wie mit "Adleraugen" sehen zu können, bräuchten wir ein Fernglas mit 7-facher Vergrößerung.
Libellen haben große Facettenaugen, die bei einigen Arten aus bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bestehen. Doch wozu brauchen die schillernden Leichtgewichte so viele Augen? Mit ihnen können sie Bewegungen rund 6-mal schneller wahrnehmen als wir - und dadurch kleinste Insekten im Flug (Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h) erbeuten.
Tagsüber entspricht das Sehvermögen eines Leoparden in etwa dem eines Menschen.  Wenn es dunkel wird, verfügt das Raubtier, das vor allem in der Dämmerung und in der Nacht jagt, über ein 5- bis 6-fach besseres Sehvermögen - weil sich die Pupillen vergrößern.
Augen so groß wie eine Orange - oder sogar ein Basketball: Tintenfische verständigen sich mit Artgenossen über Farbveränderungen und Körperhaltungen - allein deshalb benötigen sie leistungsstarke Sehorgane. Arten, die in der Tiefsee leben, können dank ihrer Riesenglupscher das spärliche Licht einfangen und so besser sehen.
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