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Vorsicht, giftige Winzlinge! Pfeilgiftfrösche können dich töten

  • Veröffentlicht: 30.09.2021
  • 08:45 Uhr
  • Anna Kaltenhauser

Pfeilgiftfrösche schillern in allen Farben des Regenbogens, doch was so schön aussieht, ist hochgiftig. Wer die Haut der kleinen Regenwald-Bewohner berührt, kann daran sterben.

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Das Wichtigste zum Thema Pfeilgiftfrösche

  • Das Gift der Pfeilgiftfrösche liegt wie ein dünner Film über ihrer Haut. Schon eine winzige Berührung bringt den Tod.

  • Nicht alle Pfeilgiftfrösche sind giftig. Doch alle versuchen, auch mit ihren Warnfarben Fressfeinde abzuschrecken, zum Beispiel Schlangen und Vögel.

  • Sie werden nur maximal 7 Zentimeter groß und wiegen um die 7 Gramm. Es gibt rund 170 Arten von Pfeilgiftfröschen, die auch Baumsteiger genannt werden. Sie sind in Süd- und Mittelamerika beheimatet.

  • Die Amphibien verschießen keine Pfeile. Ihren Namen verdanken sie den Chocó-Ureinwohnern, diese gehen mit Giftpfeilen auf die Jagd. Davor berühren sie mit der Pfeilspitze die Haut der Frösche. Andere Methoden sind wesentlich brutaler: Die Jäger fangen die Frösche in Blättern ein, um sie nicht zu berühren. Anschließend wird über einem Feuer das Froschgift ausgeschwitzt und in einem Gefäß aufgefangen. Dort tunken die Ureinwohner ihre Pfeile ein.

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Die Galerie der Giftzwerge: So bunt sehen Pfeilgiftfrösche aus

Vorsicht, giftige Winzlinge! Pfeilgiftfrösche können dich töten

So winzig sind Pfeilgiftfrösche. Der gelbgebänderte Baumsteiger passt auf einen Finger.
So winzig sind Pfeilgiftfrösche. Der gelbgebänderte Baumsteiger passt auf einen Finger.© Getty Images
Er gehört zu den giftigsten Tieren überhaupt: der Schreckliche Pfeilgiftfrosch. Schon kleinste Mengen seines Nervengifts töten über 10.000 Mäuse. Auch für Menschen ist eine Berührung tödlich.
Er gehört zu den giftigsten Tieren überhaupt: der Schreckliche Pfeilgiftfrosch. Schon kleinste Mengen seines Nervengifts töten über 10.000 Mäuse. Auch für Menschen ist eine Berührung tödlich.© Getty Images
Feuerrot leuchtet der Erdbeerfrosch. Zur Paarungszeit vollführt das Männchen eine Art Tango und singt mittels seiner Schallblase, um seine Auserwählte zu beeindrucken.
Feuerrot leuchtet der Erdbeerfrosch. Zur Paarungszeit vollführt das Männchen eine Art Tango und singt mittels seiner Schallblase, um seine Auserwählte zu beeindrucken.© Getty Images
Hat der Erdbeerfrosch blaue Beine wie dieses Exemplar hier, wird er auch "Blue Jeans Frog" genannt.
Hat der Erdbeerfrosch blaue Beine wie dieses Exemplar hier, wird er auch "Blue Jeans Frog" genannt.© Getty Images
Männliche Färberfrösche und ihre Artgenossen kümmern sich um den Nachwuchs: Damit die Eier feucht bleiben, pinkeln Pfeilgiftfrösche auf das Gelege.
Männliche Färberfrösche und ihre Artgenossen kümmern sich um den Nachwuchs: Damit die Eier feucht bleiben, pinkeln Pfeilgiftfrösche auf das Gelege.© Getty Images
Der Dreifarbige Baumsteiger ist in Ecuador beheimatet. Durch die Abholzung der Regenwälder sind viele Pfeilgiftfrösche vom Aussterben bedroht.
Der Dreifarbige Baumsteiger ist in Ecuador beheimatet. Durch die Abholzung der Regenwälder sind viele Pfeilgiftfrösche vom Aussterben bedroht.© Getty Images
So winzig sind Pfeilgiftfrösche. Der gelbgebänderte Baumsteiger passt auf einen Finger.
Er gehört zu den giftigsten Tieren überhaupt: der Schreckliche Pfeilgiftfrosch. Schon kleinste Mengen seines Nervengifts töten über 10.000 Mäuse. Auch für Menschen ist eine Berührung tödlich.
Feuerrot leuchtet der Erdbeerfrosch. Zur Paarungszeit vollführt das Männchen eine Art Tango und singt mittels seiner Schallblase, um seine Auserwählte zu beeindrucken.
Hat der Erdbeerfrosch blaue Beine wie dieses Exemplar hier, wird er auch "Blue Jeans Frog" genannt.
Männliche Färberfrösche und ihre Artgenossen kümmern sich um den Nachwuchs: Damit die Eier feucht bleiben, pinkeln Pfeilgiftfrösche auf das Gelege.
Der Dreifarbige Baumsteiger ist in Ecuador beheimatet. Durch die Abholzung der Regenwälder sind viele Pfeilgiftfrösche vom Aussterben bedroht.

Darum vergiften sich Pfeilgiftrösche nicht selbst & andere giftige Fakten

🐜 Pfeilgiftfrösche fressen giftige Ameisen und Milben. Mit deren Gift produzieren sie in ihrem Körper einen tödlichen Mix, der über ihre Haut ausgeschieden wird.

⛔ Der giftige Hautfilm wehrt Fressfeinde, Pilzkrankheiten und Bakterien ab.

Batrachotoxin heißt das Gift des Schrecklichen Pfeilgiftfrosches, das für uns Menschen tödlich ist. Das Gift lähmt unsere Muskeln und die Atmung.

⏳ Nur eine minimale Berührung der Froschhaut tötet in wenigen Minuten.

🤢 Das Gift harmloserer Pfeilgiftfrösche würde bei uns ähnliche Symptome wie ein Magen-Darm-Infekt verursachen.

🔬 Warum sich der Schreckliche Pfeilgiftfrosch nicht selbst vergiftet, fanden Forschende der State University of New York heraus: Eine Gen-Mutation, genauer eine einzige veränderte Aminosäure schützt den Frosch.

🔒 Leben die Frösche nicht in freier Wildbahn, verlieren sie ihre Giftigkeit. Warum? Weil ihnen schlicht die giftige Nahrung fehlt. Informiere dich zusätzlich, warum Frösche mit den Augen schlucken.

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Achtung, dieser Killerpilz tötet Amphibien!

Er vernichtet nicht nur Pfeilgiftfrösche, sondern auch andere Amphibien: Der Chytridpilz, Batrachochytrium dendrobatidis. Bereits vor über 20 Jahren wurde der Erreger entdeckt. Von den uns bekannten rund 8.000 Amphibienarten sind mindestens schon 120 durch den Pilz vernichtet worden. Der Pilz befällt das zentrale Organ der Amphibien: die Haut. Hier findet der Stoffwechsel statt. Doch der Erreger verhindert das. Die Tiere sterben innerhalb weniger Tage.

😢 Für unser Ökosystem ist das Artensterben der Amphibien problematisch, schließlich sorgen sie für eine natürliche Beschränkung der Insekten-Population, unter anderem verspeisen sie Moskitos, die Krankheiten übertragen können.

Gefahr für die Pfeilgiftfrösche und andere Amphibien: Der Chytridpilz.
Gefahr für die Pfeilgiftfrösche und andere Amphibien: Der Chytridpilz.© Getty Images
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