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Lebensmittel aufwärmen: So machst du Kartoffeln, Reis, Fisch, Fleisch, Pilze, Spinat wieder warm und lecker

  • Veröffentlicht: 08.11.2021
  • 14:00 Uhr
  • André Marston Alvarez

Darf man Spinat, Pilze und Hühnchenfleisch aufwärmen? Da gehen die Meinungen auseinander. Worauf du achten musst und welche Lebensmittel du auf gar keinen Fall aufwärmen solltest, erfährst du unten. Im Clip: Reporter Harro und Profikoch Bernd zeigen, wie Essensreste auch aufgewärmt noch richtig lecker schmecken.

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Lebensmittel aufwärmen: Das musst du wissen

  • Bevor du mit Lebensmitteln arbeitest, wasche dir gründlich die Hände und verwende nur saubere Küchenutensilien.

  • Wenn du Speisen wieder aufwärmen möchtest, müssen diese für 2 Minuten auf mindestens 70 Grad erhitzt werden.

  • Achte bereits beim Einkaufen und Kochen darauf, die Kühlkette nicht länger als notwendig zu unterbrechen. Lege leicht verderbliche Speisen wie Fisch oder Fleisch nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank und hole sie erst direkt vor der Verarbeitung wieder heraus.

  • Wusstest du schon, dass viele Lebensmittel noch haltbar sind, auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde? Verlass dich hier öfters mal auf deinen Geruchs- und Geschmackssinn. Aber Achtung: Verzehre das Lebensmittel nicht mehr bei untypischen Gerüchen, Veränderungen in der Konsistenz oder Farbe oder gar Schimmel.

  • Essensreste kannst du abkühlen lassen und anschließend abgedeckt und in einem sauberen Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

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Diese Lebensmittel solltest du nicht aufwärmen

🍳 Eier gehören zu den Lebensmitteln, die weder als Rührei, gekochtes Ei noch beispielsweise in asiatischen Nudelgerichten verarbeitet, wieder aufgewärmt werden sollten.

🤢 Zum einen kann der hohe Eiweißgehalt für eine Magenverstimmung sorgen, zum anderen besteht die Gefahr von Salmonellen.

⏱ Mit Eiern hergestellte Speisen sollten für mehrere Minuten auf 70 Grad erhitzt werden.

Kartoffeln und Reis aufwärmen

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🍚 3 Varianten, um Reis aufzuwärmen

Reisgerichte kannst du problemlos aufwärmen, wenn du auf die richtige Temperatur achtest. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Im Kochtopf: Erwärme etwas Wasser, Butter oder Margarine in einem Topf und füge nach und nach den Reis hinzu. Achte darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch eingestellt ist, da der Reis schnell anbrennen oder trocken werden kann.
  2. Im Wasserbad: Fülle den Reis in einen Gefrierbeutel und verschließe ihn. Bringe anschließend ausreichend Wasser in einem großen Kochtopf zum Kochen und lege den Gefrierbeutel mit Reis hinein. So kannst du den Reis schonend erwärmen, ohne dass er seine Konsistenz verändert.
  3. In der Mikrowelle: Fülle den Reis auf einen Teller oder ein mikrowellengeeignetes Geschirr, decke ihn ab und erwärme ihn schonend bei mittlerer Hitze für einige Minuten.

🥔 Bonus-Tipp: Kartoffeln im Gefrierbeutel aufwärmen

  • Steck die Kartoffeln einfach in einen Gefrierbeutel, der fürs Kochen geeignet ist und leg ihn anschließend in einen Topf mit kochendem Wasser.
  • Nach 10 Minuten sind die Kartoffeln wieder warm.
  • Aber beachte: Gekochte Kartoffeln solltest du nur wieder aufwärmen, wenn du sie zeitnah in den Kühlschrank gestellt hast. Hier können sich nämlich auch Bakterien sammeln. Achte beim Erwärmen darauf, dass die ganze Kartoffel gleichmäßig erhitzt wird - und zwar für mehrere Minuten auf mindestens 70 Grad.
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So wärmst du Hühnchen richtig auf

💉 Damit das Hühnchen nach dem Wiederaufwärmen nicht total trocken ist, gibt es folgenden Profi-Tipp: Spritze mithilfe einer Bratenspritze an mehrere Stellen des Hühnchens etwas Pflanzenöl unter die Haut.

🍗 Gib anschließend das Hühnchen auf ein Blech und stell es in den Ofen. Unter das Blech solltest du separat außerdem einen kleinen Topf mit etwas Wasser abstellen. Der Wasserdampf sorgt dafür, dass das Hähnchen auch von außen Feuchtigkeit bekommt.

🌡 Erhitze dann den Ofen auf 220 Grad und lass das Hühnchen für circa 12 bis 15 Minuten brutzeln. Fertig!

🥩 Mit dieser Vorgehensweise kannst du auch ganz einfach gegrilltes Fleisch wieder aufwärmen.

KW 30

So kommen Pizza, Pommes und Co. wieder auf Temperatur

Harro Füllgrabe hat Tricks aus dem Internet recherchiert, um Lebensmittel wieder aufzuwärmen. Und die funktionieren garantiert!

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Pilze warm machen? Ganz easy

🍄 Pilze lassen sich am schnellsten und einfachsten in der Pfanne aufwärmen. Gib Öl in die Pfanne und brate die Pilze darin an bis sie mindestens 70 Grad erreichen.

😯 Bei Pilzen ist die Aufbewahrung entscheidend: Wenn du sie bei Zimmertemperatur länger stehen lässt, besteht die Gefahr, dass sich Bakterien breitmachen. Gekochte Pilze haben nämlich einen hohen Wassergehalt und sind ein idealer Nährboden für Keime.

🌡 Also wärme nur Pilze wieder auf, die nach der ersten Zubereitung schnell abgekühlt sind und dann im Kühlschrank standen. Achtung: Pilze, die du länger als einen Tag im Kühlschrank gelagert hast, gehören in den Müll.

So lässt sich auch Spinat bedenkenlos wieder aufwärmen

🥗 Lange Zeit hieß es, Spinat darf wegen seines Nitratgehalts nicht aufgewärmt werden. Das giftige Nitrit bildet Spinat aber vor allem, wenn er zu lange bei Zimmertemperatur steht. Gibst du ihn nach dem ersten Kochen und Abkühlen gleich in den Kühlschrank, kannst du ihn wieder aufwärmen.

🤓 So geht's: Den Spinat auf einem Sieb über einer Pfanne mit kochendem Wasser erwärmen. Der Wasserdampf sorgt dafür, dass der Spinat wieder warm, aber nicht zu wässrig wird.

Kann man Mangold aufwärmen?

🥬 Mangold ist ein Blattgemüse, das dem Spinat sehr ähnlich ist. Es speichert Nitrat, und bei mehrmaligem Aufwärmen und langem Warmhalten bildet sich daraus giftiges Nitrit. Deshalb solltest du Mangold am besten direkt nach der Zubereitung essen.

👩‍🍳 Wenn du zu viel Mangold gekocht hast, stelle ihn direkt nach dem Abkühlen in den Kühlschrank. Dann kannst du ihn am nächsten Tag noch essen. Achte darauf, beim Aufwärmen eine Temperatur von mindestens 80 Grad einzustellen.

🍽 Das Gemüse darf jedoch nur einmal aufgewärmt werden, und das spätestens am nächsten Tag.

♻ Unser Tipp: Ungekochte Gemüsereste kannst du auch zu ganz leckeren Zero-Waste-Gerichten verwandeln.

Aufwärmen wie ein echter Burger King

⏳ Den Burger solltest du nie direkt aus dem Kühlschrank aufwärmen. Lass ihn erstmal 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen. Dann kannst du ihn anschließend kürzer und mit weniger Hitze wieder aufwärmen. So schmeckt es besser.

🍔 Nimm zunächst das Burger-Fleisch und brat es in der Pfanne mit Sonnenblumenöl an. Gib nach etwa einer halben Minute die 2 Brötchenhälften ebenfalls in die Pfanne.

🍅 Sobald der Burger-Patty von der einen Seite knusprig braun ist, kannst du ihn wenden. Nun auch für kurze Zeit die Tomaten in der Pfanne brutzeln lassen

🥗 Nach ungefähr 3 Minuten sollten alle Burger-Zutaten wieder warm genug sein. Dann alles wieder aus der Pfanne nehmen und aufeinanderstapeln. Lediglich der Salat lässt sich nicht wieder aufwärmen. Nimm stattdessen ein frisches Salatblatt.

Lebensmittel aufwärmen ohne Mikrowelle

Lebensmittel kannst du auch gut ohne Mikrowelle aufwärmen, dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. 🍳 In einer Pfanne kannst du Speisen in etwas Öl oder Margarine knusprig anbraten. Stelle die Temperatur nicht zu hoch ein, da die Speisen sonst von außen verbrennen und innen noch kalt sind.
  2. 🍲 In einem Topf kannst du Gemüse und Beilagen wie Reis oder Nudeln in wenig Wasser vorsichtig erwärmen. Bei geschlossenem Deckel werden die Speisen sanft gedämpft. Suppen werden bei geringer Hitze langsam erwärmt.
  3. 🥧 In einem Dampfgarer werden alle Speisen schonend im Dampf erwärmt.

Vom Aufwärmen zum Abkühlen: Was darf eigentlich in den Kühlschrank und was nicht?

Die wichtigsten Informationen zum Aufwärmen von Lebensmitteln im Überblick

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