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Heringe pupsen, Flusskrebse pinkeln sich an - so crazy kommunizieren Tiere

  • Veröffentlicht: 25.02.2021
  • 07:45 Uhr
  • Bianca Leppert

Tiere verständigen sich auf sehr unterschiedliche und für uns oft skurrile Art und Weise: Sie ändern ihre Farbe, pupsen oder senden elektrische Signale. Im Clip erfährst du, wie das genau funktioniert.

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Das Wichtigste zum Thema Kommunikation im Tierreich

  • Tiere sprechen nicht im klassischen Sinne wie wir Menschen. Sie haben ihre eigenen Formen der Kommunikation. Dazu gehören zum Beispiel visuelle, akustische oder chemische Signale.

  • Eine besondere Bedeutung bekommt die Kommunikation beziehungsweise Körpersprache, wenn es um eine Bedrohung geht oder um die Paarungswilligkeit - dann sind Tiere oft besonders erfinderisch.

  • Insgesamt ist die Frage "Wie sprechen Tiere miteinander?" aber noch nicht so gut erforscht und gibt Wissenschaftlern weiterhin Rätsel auf.

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Warum sprechen Tiere nicht wie Menschen?

🗣 Eines der Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen Tier und Mensch ist die Fähigkeit zu sprechen.

🐕 Zwar können Tiere wie Affen, Hunde oder Papageien einzelne Wörter lernen, verbinden diese aber mit einem bestimmten Gegenstand. Sie können keine zusammenhängenden Sätze im Sinne von Sprache bilden.

🦧 Menschenaffen können offenbar nicht sprechen, da ihnen im Gehirn der Fasciculus Arcuatus fehlt, eine Verbindung zwischen dem Bereich für Grammatik und dem für die Bedeutung von Wörtern. Bei Schimpansen gibt es die wohl ansatzweise - das konnte bisher aber nur bei Affen in Zoos untersuchen werden.

Kaum eine Vogelart kann so gut Stimmen imitieren wie Papageien. Doch woher kommt diese Fähigkeit? Und was haben sie davon? Wir verraten es dir.

Hallo, pupst da jemand? So kurios kommunizieren andere Tiere

Heringe pupsen, Flusskrebse pinkeln sich an - so crazy kommunizieren Tiere

Heringe: Sie pupsen sich an, um Botschaften zu übermitteln. Die Fürze können mehrere Sekunden dauern und unterschiedliche Tonlagen haben. Möglich wird das, indem sie Luft aus der Schwimmblase in den Analtrakt pressen.
Heringe: Sie pupsen sich an, um Botschaften zu übermitteln. Die Fürze können mehrere Sekunden dauern und unterschiedliche Tonlagen haben. Möglich wird das, indem sie Luft aus der Schwimmblase in den Analtrakt pressen.© Getty Images
Flusskrebse: Die Männchen mögen es gar nicht, wenn man ihnen ihr Revier streitig macht, und während der Paarungszeit erst recht nicht. Deshalb urinieren sie sich mit einem Strahl gegenseitig ins Gesicht und bekommen so Informationen über den Gesundheitszustand des Rivalen - und ob es sich lohnt, den Kampf aufzunehmen.
Flusskrebse: Die Männchen mögen es gar nicht, wenn man ihnen ihr Revier streitig macht, und während der Paarungszeit erst recht nicht. Deshalb urinieren sie sich mit einem Strahl gegenseitig ins Gesicht und bekommen so Informationen über den Gesundheitszustand des Rivalen - und ob es sich lohnt, den Kampf aufzunehmen.© Getty Images
Kalmare: Die Tintenfische können ihre Farbe wechseln und nutzen diese Funktion zur Kommunikation. Forscher fanden heraus, dass ihre komplexen Gehirne sogar denen von Hunden gleichkommen.
Kalmare: Die Tintenfische können ihre Farbe wechseln und nutzen diese Funktion zur Kommunikation. Forscher fanden heraus, dass ihre komplexen Gehirne sogar denen von Hunden gleichkommen.© Getty Images
Zitteraale: Sie nutzen ihre elektrischen Organe zur Verständigung untereinander, indem sie elektrische Felder aufbauen.
Zitteraale: Sie nutzen ihre elektrischen Organe zur Verständigung untereinander, indem sie elektrische Felder aufbauen.© Getty Images
Leuchtkäfer: Ihr Blinken ist nicht nur für Menschen faszinierend, sondern hat einen echten Nutzen. Wenn das Hinterteil der Käfer leuchtet, tauschen sich so Männchen und Weibchen bei der Partnersuche aus.
Leuchtkäfer: Ihr Blinken ist nicht nur für Menschen faszinierend, sondern hat einen echten Nutzen. Wenn das Hinterteil der Käfer leuchtet, tauschen sich so Männchen und Weibchen bei der Partnersuche aus.© Getty Images
Heringe: Sie pupsen sich an, um Botschaften zu übermitteln. Die Fürze können mehrere Sekunden dauern und unterschiedliche Tonlagen haben. Möglich wird das, indem sie Luft aus der Schwimmblase in den Analtrakt pressen.
Flusskrebse: Die Männchen mögen es gar nicht, wenn man ihnen ihr Revier streitig macht, und während der Paarungszeit erst recht nicht. Deshalb urinieren sie sich mit einem Strahl gegenseitig ins Gesicht und bekommen so Informationen über den Gesundheitszustand des Rivalen - und ob es sich lohnt, den Kampf aufzunehmen.
Kalmare: Die Tintenfische können ihre Farbe wechseln und nutzen diese Funktion zur Kommunikation. Forscher fanden heraus, dass ihre komplexen Gehirne sogar denen von Hunden gleichkommen.
Zitteraale: Sie nutzen ihre elektrischen Organe zur Verständigung untereinander, indem sie elektrische Felder aufbauen.
Leuchtkäfer: Ihr Blinken ist nicht nur für Menschen faszinierend, sondern hat einen echten Nutzen. Wenn das Hinterteil der Käfer leuchtet, tauschen sich so Männchen und Weibchen bei der Partnersuche aus.
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So clever warnen sich Schwarzspring-Affen

Wie ausgeklügelt das Kommunikations-System von Affen sein kann, zeigt das Beispiel der Schwarzspring-Affen, die in Brasilien leben. Ihre Feinde: Schlangen, Raubvögel und andere Primaten.

Forscher haben herausgefunden, dass sie hauptsächlich 2 verschiedene Alarm-Laute verwenden, je nachdem, was sie mitteilen wollen. So genannte A-Rufe nutzen sie, um ihre Artgenossen vor Raubvögeln zu warnen, so genannte B-Rufe für Angreifer am Boden.

Doch es ist noch komplexer: Ein Raubvogel am Boden lockte den Affen beispielsweise ein Mix aus A- und B-Rufen hervor. Auch in der Länge und Häufigkeit der Rufe gab es Unterschiede. So sind genaue Informationen über die Art des Raubtieres und dessen Aufenthaltsort erkennbar. Das ist ungewöhnlich, denn laut der Wissenschaftler wird sonst eher nur eine Kategorie von Informationen vermittelt und nicht wie bei den Schwarzspring-Affen kombiniert.

Kommunizieren per Infraschall

Was haben Elefanten, Blauwale und Giraffen gemeinsam? Sie alle kommunizieren über Infraschall.

Menschen können diese Frequenzen ohne Hilfsmittel nicht wahrnehmen. Die Frequenzen müssten für unsere Ohren mindestens bei 16 Hz liegen, die Infraschall-Laute sind aber darunter. Dafür sind sie für Artgenossen oft kilometerweit zu hören.

Warum Heuschrecken als Pioniere der Kommunikation gelten, erfährst du hier.

Giraffen sind nicht etwa stumm, wie man vermuten könnte. Sie kommunizieren über Infraschall. Meist dann, wenn sie beispielsweise aufgrund einer Gefahr nervös sind. Vorteil: In der Savanne ist es praktisch, dass der Infraschall über mehrere Kilometer reicht.
Giraffen sind nicht etwa stumm, wie man vermuten könnte. Sie kommunizieren über Infraschall. Meist dann, wenn sie beispielsweise aufgrund einer Gefahr nervös sind. Vorteil: In der Savanne ist es praktisch, dass der Infraschall über mehrere Kilometer reicht.© Getty Images
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Pfüati! Sprechen Tiere eigentlich Dialekt?

🎶 Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es tatsächlich Dialekte bei Tieren gibt. Zum Beispiel bei Affen, Vögeln, Elefanten oder Delfinen.

🌎 Was heißt Dialekt? Dass in verschiedenen Welt-Gegenden mit anderen Melodien oder Lautvariationen kommuniziert wird.

🐦 Das wohl bekannteste Beispiel für Dialekte sind Singvögel. Sie klingen sogar innerhalb Deutschlands oft unterschiedlich.

🐒 Forscher der Universität Zürich untersuchten die Rufe von Weissbüschelaffen vor und nach einem Umzug in eine neue Kolonie. Sie konnten belegen, dass sie ihre Kommunikation dem neuen Dialekt innerhalb kurzer Zeit angepasst hatten.

💬 Nacktmulle unterhalten sich mit über 17 Zirp- und Quietschtönen. Jede Kolonie hat dabei ihren eigenen Dialekt. Dadurch können die fast blinden Tiere Fremde von Freunden unterscheiden. Die Königin entscheidet, welcher Dialekt gesprochen wird. Stirbt die Anführerin, stirbt der Dialekt mit ihr.

Flipper, bist du's? Große Tümmler geben sich als Jungtiere selbst einen Namen und rufen auch andere Delfine beim Namen. Das ist einzigartig im Tierreich!

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