Anzeige

Drohne vs. Mücke: So wollen Forscher Zika, Dengue-Fieber und Co. bekämpfen

  • Veröffentlicht: 21.06.2020
  • 12:45 Uhr
  • Galileo
Article Image Media
© picture alliance / AP Photo

Mit Hilfe von Drohnen soll die Anzahl von gefährlichen Stechmücken reduziert werden - das planen brasilianische Wissenschaftler. Können so Krankheiten wie Zika- oder Dengue-Fieber eingedämmt werden?

Anzeige

Das Wichtigste zum Thema Drohnen gegen Stechmücken

  • Mücken wie die asiatische Tigermücke oder die Gelbfiebermücke können gefährliche Viren wie Dengue oder Zika übertragen.

  • Um Menschen davor besser zu schützen, testen brasilianische Forscher, wie sich solche Populationen von Mücken mit Hilfe von Drohnen dezimieren lassen.

  • So soll einer Epidemie entgegen gewirkt werden, die von Stechmücken ausgelöst wird.

Anzeige
Anzeige

Nimm dich in Acht, Gelbfiebermücke!

Einige Mückenarten gelten als gefährliche Krankheitsüberträger. Ein Beispiel: die Gelbfiebermücke. Im östlichen Brasilien verbreitet sie das Dengue-Fieber und das Zika-Virus. Wir verraten dir, ab wann du bei Fieber zum Arzt musst.

Geldfiebermücken: die Art gilt als Hauptüberträger des Zika-Virus
Geldfiebermücken: die Art gilt als Hauptüberträger des Zika-Virus© (c) dpa

Um die Population dieser gefährlichen Mücken klein zu halten, arbeiten Forscher nun an einer neuen Methode. Sie wollen Drohnen gegen die Tiere einsetzen. Die unbemannten Flugkörper kommen derzeit bei der sogenannten Sterile-Insekten-Technik zum Einsatz.

Und so funktioniert die Sterile-Insekten-Technik

Das ambitionierte Projekt trägt den Namen "Premonition" - zu deutsch "Vorwarnung". Brasilianische Wissenschaftler züchteten in ihrem Labor etwa 200.000 sterile Männchen der Gelbfiebermücke.

Mit Hilfe von Drohnen verteilten sie die Tiere in einer ländlichen Gegend im Osten Brasiliens. Die sterilen Männchen paarten sich daraufhin mit Weibchen. Das Gute: Deren Eier brachten keine Nachkommen hervor.

Ziel der Wissenschaftler ist es, dass diese sterilisierten Mücken die zeugungsfähigen Männchen verdrängen und so auf lange Zeit sogar zum Absterben einer bestimmten Population beitragen.

Forscher in Brasilien setzen im Kampf gegen Gelbfiebermücken auf die Hilfe von Drohnen.
Forscher in Brasilien setzen im Kampf gegen Gelbfiebermücken auf die Hilfe von Drohnen.© picture alliance/Bildagentur-online

Durch Drohnen, die die Mücken automatisch aussetzen, sei die Methode deutlich kostengünstiger, sagten die Wissenschaftler dem Fachmagazin "Science Robotics".

Damit könnte die Häufigkeit und Verbreitung der Erreger von Malaria, SARS, Dengue-Fieber, MERS, oder Zika-Fieber erfasst und sogar eingedämmt werden. Zudem kommen bei dieser Methode keine Insektengifte zum Einsatz.

Anzeige
Videoreihe "Was wurde eigentlich aus..."

Was wurde eigentlich aus dem Zika-Virus?

Wie der Corona-Erreger war auch das Zika-Virus bei seinem Massenausbruch 2015 in Südamerika bereits bekannt. Es galt jedoch bis dato als harmlos - wie wurde aus dem Virus eine tödliche Gefahr und wie verbreitet ist er heute?

  • Video
  • 02:50 Min
  • Ab 12
Mehr News und Videos
Messer-Kästen, Aal-Sülze und Pub-Glocken: Diese Dinge gibt es nur in London!

Messer-Kästen, Aal-Sülze und Pub-Glocken: Diese Dinge gibt es nur in London!

  • Video
  • 10:02 Min
  • Ab 12

© 2024 Seven.One Entertainment Group