Die gesamte #ZOL-Sendung vom 24. November 2021 als Wiederholung zum Nachschauen.

Aktion: Impfbus im Einsatz bei "Zervakis & Opdenhövel. Live."

"Geimpft, genesen – oder gestorben" bis zum Frühling 2022: So sieht die 3G-Aussicht für die Deutschen laut Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Klingt nicht gut, ist es auch nicht. Schuld an derart pessimistischen Prognosen ist die immer noch viel zu niedrige Impfquote hierzulande. Zu viele Menschen riskieren offenbar lieber eine Covid-19-Erkrankung, als sich via Vakzin schützen zu lassen. 

Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel hingegen krempeln die Ärmel hoch und das bereits zum dritten Mal: Live bei #ZOL erhalten die beiden ihre Booster-Impfung. Und nicht nur sie: "Zervakis & Opdenhövel. Live." lädt an diesem Mittwoch in Kooperation mit den Maltesern zur großen Impfaktion nach Unterföhring. Vor dem Studio steht der Impfbus, 122 Dosen werden an diesem Abend verimpft.

Im Clip: Interviews am Impfbus – Matthias & Linda lassen sich LIVE impfen

"Zervakis & Opdenhövel. Live.": Wie einsam wird das Leben als Ungeimpfter?

In erster Linie stehen vor dem #ZOL-Impfbus Menschen an, die ihren Immunschutz mit der Booster-Spritze verlängern möchten. Aber auch ein "Erstling" ist da: Carmen ist Krankenschwester, hat aber bislang gezögert, weil ihr die Studien zu den neuen Vakzinen noch "zu kurzfristig waren". Ein guter Anlass für Matthias Opdenhövel, noch einmal den Unterschied zwischen der durchaus normalen Impfreaktion und den nicht existenten, aber trotzdem oft gefürchteten Langzeitfolgen der Impfung zu erklären. "Körperlich schonen, viel trinken", rät der Arzt, der Matthias Opdenhövel impft. Und er betont: "Das Risiko ist die Erkrankung, nicht die Impfung."

Aber auch für gesunde Ungeimpfte wird der Alltag immer schwerer. Um das zu belegen, gibt Reporter Christoph Karrasch sein Impfzertifikat für einen Tag ab und damit sein Recht auf viele Alltagsfreuden, seit die meisten Bundesländer auf 2G umgestellt haben: Kein Fitnessstudio, kein Haarschnitt, kein Zoobesuch für Menschen, die als einziges "G" ein Testergebnis vorlegen können. "Es ist wahnsinnig frustrierend", zieht Christoph Karrasch am Ende Bilanz. Und ist "irre froh", seinen Impfnachweis nach Drehschluss zurückzubekommen.

Im Clip: Kann man als Ungeimpfter noch "normal" leben? Christoph Karrasch macht den Selbsttest

Gay & Grey: Coming-out heute und früher

LGBTQ+: Die Bandbreite der geschlechtlichen Möglichkeiten ist erfreulich gewachsen, die vielen Farben des Regenbogens sind zum Symbol für die Vielfalt der Liebe geworden. Doch es ist noch gar nicht so lange her, dass Homosexualität in Deutschland als Straftat galt. Und ein gesellschaftliches Coming-out nicht nur mit Schamgefühl, sondern auch mit Gefahr verbunden war.

Der Schauspieler und SAT.1-Moderator Jochen Schropp hat erst vor wenigen Jahren seine Homosexualität öffentlich gemacht. Angst vor strafrechtlicher Verfolgung musste er 2018 zwar nicht mehr haben, doch die Sorge um berufliche Probleme gab es schon. "Aber ich war an einem Punkt, wo ich gesagt habe: Das ist mir egal", erinnert er sich. Lieber etwas riskieren als sich weiter verstellen.

Ein Doppelleben zwischen Liebe und Anpassung

Klaus Schirdewahn hingegen wurde 1964 als 17-Jähriger wegen seiner Homosexualität verhaftet. Sein Freund kam ins Gefängnis, Klaus selbst musste als Minderjähriger eine sogenannte "Konversionstherapie" mitmachen. Denn damals dachte man noch, Homosexualität sei etwas, das man "heilen" müsste.

Bis 1994 hatte der Paragraph 175 das Schwulsein offiziell unter Strafe gestellt. Klaus Schirdewahn hatte nach der Verhaftung deshalb versucht, nach außen hin das Leben eines Heterosexuellen zu führen. Er heiratete, wurde Vater einer Tochter, die Ehe hielt 17 Jahre. Heute ist er glücklich mit einem Mann verheiratet. Und er wurde vom Staat entschädigt für das ihm angetane Unrecht. Doch von den rund 50.000 Homosexuellen, die nach Paragraph 175 verurteilt wurden, haben sich bis heute viele noch nicht geoutet.

Im Clip: Gay & Grey – Homosexualität damals vs. heute

Höher ist besser: Der Traum von Extrem-Surfer Sebastian Steudtner

Was ist die perfekte Welle? Surfprofi Sebastian Steudtner weiß das jetzt – im Oktober 2020 surfte er in seiner Wahlheimat, dem Fischerdorf Nazaré in Portugal, eine der berüchtigten Riesenwellen und holte sich damit zum dritten Mal den Big Wave Award, den sogenannten Surf-Oscar. Der 36-Jährige zählt zu den besten Big-Wave-Surfer:innen weltweit.

Sein Job ist sein Lebenstraum, auch wenn dieser mitunter lebensgefährlich sein kann. "Wir alle haben jeden Tag Angst", sagt er von sich und Seinesgleichen. Seine nächste Welle soll trotzdem "größer, schneller" sein. Die perfekte Welle ist immer die nächste.

Im Clip: Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner – hartes Training trotz Beinverletzung

Legal, illegal? Der Rechtsstreit um die Kiffer-Droge Cannabis

Harmloses Vergnügen oder der erste Schritt in die Drogenkarriere? Um den legalen Konsum von Cannabis wird seit vielen Jahren gestritten. Denn auch wenn Hasch in Deutschland als verbotene Substanz gilt, hat sich das Kraut zur beliebtesten illegalen Droge entwickelt.

Die Ampel-Koalition aus SPD, den Grünen und der FDP will nun Cannabis legalisieren. Eine gute Entscheidung? Darüber diskutieren bei #ZOL der FDP-Politiker Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, und Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Wendt hält Cannabis als eine psychoaktive Droge schlicht für zu gefährlich, um sie legal zu vertreiben – gerade für Jugendliche. Doch genau diese würde ein regulierter Markt schützen – anders als ein Verkäufer im Cannabis-Shop "fragt der Dealer nicht nach dem Ausweis". Wendt widerspricht: "Das ist absolutes Wunschdenken." Weil der Teenager ja dann auch künftig auf dem Schwarzmarkt kaufen muss.

"Erwachsene Leute, freie Entscheidung", argumentiert Martin Hagen: Bei Alkohol und Tabak dürfe sich der Konsument ja auch selbst dafür oder dagegen entscheiden. Zudem würde im Fall einer Legalisierung der Anbau von Cannabis neue Start-ups und neue Jobs hervorbringen. Wendt hingegen hält es für skandalös, dass der Staat über Steuereinnahmen am Drogenkonsum verdienen könnte. Dass eines seiner fünf Kinder eines Tages kifft, hält er übrigens für ausgeschlossen: "Weil ich sie erzogen habe."

Im Clip: Legal kiffen – welche Folgen könnte die Legalisierung von Cannabis haben?

#ZOL: Hof sucht Erb:in – Nachwuchssorgen in der Landwirtschaft

Essen wollen und müssen wir alle. Doch ausgerechnet diejenigen, die unsere Lebensmittel produzieren, werden immer weniger. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hierzulande um gut 12 Prozent verringert. Viel Arbeit für wenig Geld: Mit solchen Rahmenbedingungen lassen sich kaum noch Menschen hinterm Bürostuhl hervorlocken.

Bauer Hans Däumler sucht deshalb nicht Frau, sondern Nachfolger:in. Sein Hof in Franken ist 20 Hektar groß, er baut dort Obst, Gemüse und Getreide an. Jetzt fühlt sich der 61-Jährige aber zu alt dafür und hat seinen Hof im Internet annonciert. Drei Bewerber:innen sind eingeladen zum Probearbeiten.  

Der 28-jährige Fazli, bislang Gießereimechaniker, träumt von einem eigenen Hof, hat aber diesbezüglich noch keine Erfahrung. Alexandra und Matthias hingegen würden auf Hans' Hof gerne die Geflügelzucht erweitern, die sie bereits im Nebenerwerb führen. Und die Freundinnen Julia und Verena möchten den Hof am liebsten umgestalten für ihr Pferde-Coaching und als Hochzeits-Location.

Im Clip: Bauer sucht Nachfolger – das Erbe der Landwirtschaft

Wie sich die Bewerber:innen schlagen und welche Themen Linda und Matthias in der nächsten Folge am 1. Dezember 2021 aufgreifen: Das siehst du kommenden Mittwoch bei "Zervakis & Opdenhövel. Live." um 21:15 Uhr auf ProSieben und auf Joyn.