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Wo die Pandemie in anderen Ländern Europas wütet - und wo nicht

01.12.2021 • 13:49

In Deutschland wird im Winter 2021 weiterhin über Maßnahmen gegen das Coronavirus und hohe Infektionszahlen debattiert. Das ist die Lage in den meisten europäischen Nachbarländern.

In Deutschland wird im Winter 2021 weiterhin über Maßnahmen gegen das Coronavirus und hohe Infektionszahlen debattiert.

Auch in den meisten europäischen Nachbarländern steigen die Zahlen wieder dramatisch an.

Das ist die Lage in den verschiedenen Ländern

Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich liegt über 930. Die Einführung der 2G-Regel und ein Lockdown seit dem 22.11. haben eine Stabilisierung der Lage bewirkt.

In Frankreich liegt die Inzidenz über 200. Es wird massiv für Booster-Impfungen geworben. Die Auffrischungsimpfung wird quasi zur Pflicht, weil sonst der Corona-Pass ungültig wird.

In Großbritannien wird im Hinblick auf die Omikron-Variante erstmals wieder von strengeren Maßnahmen gesprochen. Bisher wurde nur die Maskenpflicht wieder teilweise eingeführt. 

Italien scheint die Situation bei einer Inzidenz von 130 aktuell im Griff zu haben. Während die Lage zu Beginn der Pandemie eskalierte, liegt die Impfquote – außer in Südtirol – mit rund 77 Prozent in einem guten Bereich. Termine für eine 3. Impfung sind zum Teil bereits über Wochen ausgebucht.

Proteste und große Unterschiede bei Impfquoten

In den Niederlanden kam es in den vergangenen Wochen häufiger zu gewalttätigen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. Ein abendlicher Lockdown ab 17 Uhr wurde am 28.11. mit Blick auf eine Inzidenz von über 900 zusätzlich verhängt.

Schweden kämpfte im Laufe der Pandemie mit sehr hohen Infektionszahlen. Im Winter 2021 weist das Land aktuell aber mit einer 7-Tage-Inzidenz von 60 die niedrigste im Europäischen Wirtschaftsraum aus. Die Impfquote von 82 Prozent ist vergleichsweise hoch.

Die 4. Corona-Welle hat Tschechien mit voller Wucht getroffen. Die Armee hilft in überlasteten Krankenhäusern aus. Es gibt eine große Gruppe von Impfgegnerinnen und Impfgegnern. Die Impfquote liegt bei knapp 59 Prozent, die landesweite Inzidenz bei über 1.200.