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Nasenspray und Alkohol: Das kann zu Problemen bei Corona-Tests führen

08.09.2020 • 16:32

Immer wieder kommt es in Deutschland zu verzögerten Ergebnissen bei Corona-Tests. Grund hierfür kann z.B. die vorherige Anwendung von Nasenspray oder der Konsum von Alkohol sein.

Kann Alkohol oder Nasenspray den Corona-Test verfälschen?

Kaum ist das Wattestäbchen aus Nase oder Rachen wieder draußen, warten die meisten schon ungeduldig auf das Ergebnis. Klar, meist hat der PCR-Test ja auch einen wichtigen Anlass. Man will negativ getestet endlich aus der Quarantäne oder vielleicht pünktlich in den Familienurlaub starten.

Da fühlt sich jede Stunde Wartezeit natürlich an wie eine Ewigkeit. Doch was viele nicht wissen: Es liegt auch an uns selbst, wie schnell wir das Ergebnis unseres Corona-Tests bekommen. Alkohol zum Beispiel kann die veritable Testung deutlich erschweren. Ebenso beeinflussen Nasenspray und Lutschpastillen die Auswertung der Corona-Tests. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei dem Nasenspray um ein Spray mit Kortison oder ein Meerwasser Nasenspray handelt. Auch auf Nasensalbe sollte verzichtet werden.

Generell raten viele Teststationen inzwischen dazu, möglichst 30 Minuten vor dem Corona-Test auf jegliche Form von Essen und Trinken zu verzichten. Damit ist man definitiv auf der sichereren Seite und kann gegebenenfalls deutlich früher mit seinem Ergebnis rechnen.

Da beim PCR-Test viele einen Rachenabstrich bevorzugen, stören hier bei der Testauswertung vor allem Rückstände und Ablagerungen durch Nahrungsaufnahme, Kaugummi oder Lutschpastillen. Aber auch der Konsum von Alkohol und Zigaretten kann zur Fehlerquelle bei einem Rachenabstrich werden.

Bei einem Nasenabstrich spielen natürlich vor allem Nasenspray, Nasensalbe und Zigaretten eine entscheidende Rolle.

Darum erschweren Alkohol und Nasenspray das Corona-Testergebnis

Um kein falsches Resultat zu bekommen, sind in solchen Fällen häufig weitere Laboranalysen notwendig. Das Bayerische Gesundheitsamt erklärt auf Nachfrage der Redaktion: "Beim PCR-Testverfahren stellen Substanzen, die die PCR-Reaktion inhibieren (hemmen), immer wieder ein Problem dar. Bei solchen Inhibitoren kann es sich unter anderem auch um körpereigenes Material wie Blut oder Gewebe handeln."

Deshalb wird in der Regel bei jedem PCR-Test eine sogenannte Inhibitionskontrolle durchgeführt und das Vorhandensein von Inhibitoren zu erkennen und falsch negativen Tests vorzubeugen. In Einzelfällen kann es sogar nötig sein, dass der Test mit einem anderen Testkit noch einmal wiederholt werden muss, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

Nicht vergessen: die richtige Vorbereitung auf den Corona-Test

Bevor wir also das nächste Mal ungeduldig auf den Handybildschirm starren und uns aufregen, warum das Ergebnis so lange auf sich warten lässt, vielleicht auch einmal kurz überlegen, was wir vorm Testen konsumiert haben.

Und beim nächsten PCR-Test unbedingt beachten:

• Hände weg vom Alkohol
• Kein Nasenspray verwenden
• Vorsichtshalber auf Kaugummi und Lutschpastillen verzichten
• Generell 30 Minuten vorm Test nichts mehr Essen oder Trinken

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