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Namenswechsel: "FIFA" künftig "EA Sports FC"?

14.10.2021 • 15:56

Heißt das beliebte Videospiel FIFA bald anders? Das könnte passieren, wenn sich der Weltfußballverband und die Firma EA nicht einig werden.

Heißt das Videospiel "FIFA 23" bald "EA Sports FC"?

  • Streit um Lizenzgebühren könnte zu Namensänderung führen
  • Die FIFA verlangt deutlich höheren Preis für die Rechte an ihrem Namen
  • Lizenzrechte an den Namen der Spieler und Ligen sollen weiterhin gelten
  • Als alternativen Namen hat sich der Hersteller EA nun "EA Sports FC" gesichert

Das extrem beliebte Fußballvideospiel "FIFA" wird wahrscheinlich schon mit der nächsten Ausgabe "FIFA 23" umbenannt. Der Spiele-Hersteller Electronic Arts, kurz EA, denkt inzwischen laut darüber nach, seinem Mega-Hit "FIFA" einen neuen Namen zu geben.

Ärger um Lizenzgebühr zwischen EA Sports und FIFA

Grund dafür sind die stockenden Verhandlungen zwischen Electronic Arts und der FIFA. Die Fédération Internationale de Football Association, kurz FIFA, ist Lizenzgeber für das nach ihr benannte Videospiel. Damit legt sie auch den Preis fest, den EA beziehungsweise EA Sports für den Namen "FIFA" an sie zahlen muss.

EA Sports ist eine Marke des US-amerikanischen Videospieleentwicklers Electronic Arts, die Sportsimulationen wie "FIFA" und "Madden NFL" entwickelt und veröffentlicht.

Videospiel FIFA offenbar kurz vor Namenswechsel

In der Vergangenheit hat EA etwa 150 Millionen US-Dollar jährlich für die Verwendung des gemeinsamen Namens hinblättern müssen. In Zukunft sollen es alle vier Jahre – also pro WM-Zyklus – etwa eine Milliarde US-Dollar sein. Ein heftiger Preisanstieg, den der Spielehersteller nicht zahlen will.

Hinzu kommt, dass im neuen Vertrag auch keine exklusiven Namensrechte mehr festgehalten sein sollen. Das heißt, die FIFA dürfte dann die Lizenz auch an andere Hersteller verkaufen. Zwar laufen die Verhandlungen zurzeit noch, doch EA hat vorsorglich bereits einen neuen möglichen Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet: "EA Sports FC".

Lizenzrechte an Spielernamen werden EA erhalten bleiben

Doch auch wenn sich EA und FIFA nicht einig werden, dürfen in der Fußballsimulation weiterhin die Namen der echten Spieler und Ligen verwendet werden. Die Rechte daran liegen nicht direkt bei der FIFA, sondern bei der Spielergewerkschaft FIFPRO, mit der die Zusammenarbeit auch für das nächste "FIFA"-Update "FIFA 23" fortgesetzt werden soll.

Die FIFPRO veröffentlichte dazu jetzt folgendes Statement: "Wir freuen uns sehr, diese Partnerschaft mit EA Sports fortzusetzen, um das weltweit beste interaktive Erlebnis für Fußballfans zu schaffen, die es unseren Mitgliedern im Profifußball ermöglicht, die Liebe zum Fußball auf einer globalen Bühne zu verbreiten."

"FIFA"-Reihe gibt es bereits seit 1993

Bereits seit 1993 wird die Fußballsimulation gezockt. Durch die komplette Lizenzierung durch die FIFA bietet das Videospiel eine riesige Anzahl an internationalen Ligen, Spielern und Nationalmannschaften. In der Fußballsimulation agiert man zugleich als Trainer und Manager, kann sich seine Mannschaften selbst zusammenstellen und Verträge aushandeln.

Gerade hat EA das erste Title-Update für FIFA 22 auch für die PlayStation und Xbox bereitgestellt. Kurz zuvor konnte man es bereits auf PC und Google Stadia downloaden.

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