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Barnum-Effekt: So beeinflussen dich Horoskope - und legen dich rein

16.03.2022 • 16:05

Viele Menschen glauben entschlossen an Astrologie. Doch passt unser Horoskop wirklich zu uns - oder passen wir unsere Gedanken eher dem Horoskop an?

Barnum-Effekt: So beeinflussen dich Horoskope - und legen dich rein

Die meisten Menschen wollen an irgendetwas glauben – für viele gehören dazu auch Horoskope. Kein Wunder, dass aus der Deutung von Tierkreiszeichen, Aszendenten und der Stellung der Planeten zum Zeitpunkt unserer Geburt ein modernes Geschäftsmodell geworden ist. Doch ist wirklich alles Quatsch, was in Horoskopen steht?

Horoskope lassen Menschen in eine psychologische Falle tappen

Fest steht: Wer sein Horoskop ernst nimmt, kann damit in eine psychologische Falle tappen – auch bekannt unter dem Barnum-Effekt. Wie unter anderem "Future Zone" berichtet, geht die Untersuchung des Barnum-Effekts bereits Jahrzehnte zurück. Der französische Psychologe Michel Gauquelin prüfte 1968 die Wirkung pauschal formulierter astrologischer Profile, wie wir sie auch heute noch in zahlreichen Magazinen und Webangeboten finden. Das Prinzip?

Passt das Horoskop zu uns – oder passen wir uns dem Horoskop an?

Horoskope suggerieren Dinge und bringen Leser:innen damit dazu, Erinnerungen oder neu Erlebtes an das Gelesene anzugleichen. Dabei finden unscharfe Formulierungen schneller Zustimmung als konkrete Inhalte. Gerne bedienen Horoskope sich dabei auch gegensätzlichen Aussagen. Ein Beispiel: "Sie handeln oft entschlossen, sind aber auch häufig unsicher, wie Sie sich verhalten sollen." Bei einem dieser beiden Gegensätze müsste sich eigentlich so gut wie jede[r] Leser:in wieder erkennen – vor allem auch, weil Horoskope weit verbreitete Wünsche und Grundängste thematisieren, mit denen sich fast jeder Mensch identifizieren kann. Ob die Position der Sterne bei unserer Geburt nun Auswirkungen auf unsere Persönlichkeit hat oder nicht, wird wohl für immer eine Streitfrage bleiben. Sicher ist aber: Dem Tageshoroskop aus Ihrer Lieblingszeitung sollten Sie besser keine Bedeutung beimessen.