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Secondhand-Plattformen im Check: Wo kann man seine Kleidung am besten verkaufen?

Staffel 2022Episode 1014.01.2022 • 17:00

Viele Menschen misten ihre Kleiderschränke regelmäßig aus. Doch wohin mit den ganzen Sachen? "taff" nimmt die drei Plattformen "Momox", "Vinted" und "ebay" genauer unter die Lupe. Wo kann man seine Ware mit dem größten Gewinn verkaufen und welche Tricks gibt es, um die Produkte am besten in Szene zu setzen?

Plattformen für Secondhand-Kleidung 

Die Corona-Pandemie zwingt uns inzwischen seit zwei Jahren, viel mehr Zeit als gewohnt und gewollt in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Die Folge: Wir putzen, wir dekorieren, wir räumen auf und vor allen Dingen misten wir aus! Säckeweise werden Sachen aussortiert, die nicht mehr unbedingt gebraucht werden. Darunter vor allen Dingen Kleidung.

Vieles davon ist noch viel zu gut, um es einfach weg zu werfen. Zum Glück gibt es inzwischen einige Online-Plattformen für Secondhand-Mode, über die man die abgelegte Kleidung weiterverkaufen kann. So schenkst du High-Heels, Skinny-Jeans und Co. ein zweites Leben, schonst die Umwelt und besserst den eigenen Kontostand ein bisschen auf.

Momox macht es einfach

Wir stellen drei beliebte Plattformen vor. Los geht's mit Momox. Hier legt die Plattform den Weiterverkaufspreis selbst fest, kauft einem die Produkte dafür aber auch direkt ab. Man klickt einfach an, um welches Produkt – Jeans, Bluse, Shirt etc. – es sich handelt und wie alt es ungefähr ist. Genauere Angaben zum Zustand der Artikel lassen sich leider nicht angeben.

Für einen neuen Blazer, der einen Verkaufspreis von 69 Euro hatte, bietet einem Momox nur noch 4,77 Euro. Für eine Handtasche – ebenfalls unbenutzt – mit einem Originalpreis von 25 Euro zahlt Momox 5,11 Euro. Das Geld wird innerhalb einer Woche überwiesen. Um den Weiterverkauf der Ware kümmert sich Momox dann selbst.

Fazit: Du bekommst zwar nicht sehr viel Geld für deine ausrangierte Kleidung, hast dafür aber auch nur einen sehr geringen Aufwand. Für die Preisberechnung nutzt Momox einen Algorithmus, der das aktuelle Verhältnis von Angebot und Nachfrage berücksichtigt. Auf Marke, Material und den genauen Zustand der einzelnen Artikel scheint er dabei wenig einzugehen.

eBay macht es spannend

Eine der bekanntesten Wiederverkaufsplattformen ist immer noch eBay. Sie ist vor allem eine gute Möglichkeit für alle Fans von Versteigerungen. Es geht mit einem Mindestgebot los und dann kannst du innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes um die Produkte mitbieten. Bei großer Nachfrage kannst du hier also richtig gutes Geld verdienen.

Bei weniger beliebten Artikeln oder einem ungünstig gewählten Zeitraum, wechselt die Secondhand-Mode allerdings bereits für wenige Euro den Besitzer. Wer also ein bisschen Nervenkitzel mag, kann hier sein Glück beim Vintage-Verkauf versuchen. Kleiner Nachteil: Elf Prozent des Verkaufspreises gehen an eBay.

Vinted funktioniert am besten

Vinted ist zurzeit die bekannteste Plattform für gebrauchte Kleidung und hat während der Pandemie ordentlich an Nutzern hinzugewonnen! Die großen Secondhand-Verkaufsseiten sind 2020 im Schnitt um satte 50 Prozent gewachsen. Auf Vinted profitiert man inzwischen von 34 Millionen Nutzern, die auf der Jagd nach einem tollen Vintage-Schnäppchen sind.

Das Einstellen der einzelnen Kleidungsstücke und Accessoires dauert hier ein bisschen länger, dafür hat man aber auch die Möglichkeit seine Artikel besonders gut in Szene zu setzen und den Wiederverkaufswert dadurch zu steigern. Mit Hilfe einer Chat-Funktion können Interessenten außerdem Kontakt aufnehmen und nach weiteren Details, Fotos oder einem Preisnachlass fragen. Das lohnt sich für den Käufer hier gleich doppelt, denn fünf Prozent des Artikelpreises zahlt der Käufer nach abgeschlossenem Deal an die Plattform.

Tipps zum Verkauf auf Secondhand-Plattformen

So fotografierst du die Secondhand-Artikel richtig:

  • Weißen Hintergrund wählen: zum Beispiel ein großes Blatt Papier oder die Rückseite eines Posters
  • Gute Beleuchtung: am besten Tageslicht, ansonsten gut mit extra Lampe ausleuchten
  • Handtaschen am besten auspolstern: sieht attraktiver aus und bleibt besser stehen fürs Foto
  • Viele Detailaufnahmen machen: bei Schuhen auch Sohle, Innensohle, Auf- und Seitenansicht
  • Bei weißen Produkten eher farbigen Hintergrund wählen: zum Beispiel unifarbiges Geschenkpapier

Schmuck am besten auch vor einfarbigem Hintergrund fotografieren, bei Anhängern eine Münze oder Streichholz für den Größenvergleich dazulegen.

So betextest du die Secondhand-Produkte richtig

  • Schlagworte im Titel benutzen, nach denen am wahrscheinlichsten gesucht wird, wie zum Beispiel Markennamen
  • Eindeutige Produktbeschreibung: Blazer, Sneaker, Röhrenjeans, Tanktop
  • Bestimmte Stilrichtung nennen: zum Beispiel 70er, 80er-Jahre, Hip-Hop, Grunge, Country etc.
  • Kleinere Fehler, Flecken und sonstige Gebrauchsspuren nennen – das erspart späteren Ärger und lange Diskussionen

Was beim Einstellen von Secondhand-Mode noch zu beachten ist

  • Artikel besser am Monatsanfang inserieren, da ist noch Geld auf dem Konto und die Nutzer sind kauffreudiger
  • Sollte der Artikel auch nach Wochen noch nicht verkauft sein, ruhig im Preis etwas runtergehen
  • Wer den Artikel erneut einstellt, sorgt dafür, dass er in der Ansicht der Nutzer wieder weiter oben erscheint und schneller entdeckt wird