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Weniger Alkohol, mehr Cannabis: Konsumverhalten unter Jugendlichen

Staffel 202024.06.2022 • 15:37

Junge Menschen trinken weniger und kiffen mehr. Zu dem Ergebnis kam eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Ergebnisse zeigen, dass sich der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen auf einem Tiefstand befindet.

Junge Menschen trinken weniger und kiffen mehr. Zu dem Ergebnis kam eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Für die Studie wurden bundesweit 7.002 Menschen zwischen 12 und 25 Jahren zu ihrem Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum befragt. Die vorliegenden Daten aus dem Jahr 2021 wurden nun anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni veröffentlicht.

Der Alkoholkonsum von Jugendlichen liegt auf einem Tiefstand

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen auf einem Tiefstand befindet. 8,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen trinken mindestens einmal wöchentlich. Zwischen 18 und 25 Jahren liegt der Anteil bei 32 Prozent. Zum Vergleich: 2004 lagen diese Werte laut BZgA jeweils bei 21,2 Prozent und 43,6 Prozent.
Die Raucherquote bleibt stabil: 6,1 Prozent der Jugendlichen sowie 29,8 Prozent der jungen Erwachsenen rauchen.

Cannabis steigt in der Beliebtheit

Der einzig steigende Trend liegt beim Cannabis-Konsum. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist dieser bei den 18- bis 25-Jährigen von 34,8 Prozent auf 50,8 Prozent gestiegen. Bei den 12- bis 17-Jährigen stieg der Anteil leicht von 6,7 Prozent auf 9,3 Prozent.
Burkhard Blienert, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, betont in der Pressemitteilung zur Studie: "Prävention lohnt sich immer! Das zeigen die Zahlen beim Alkohol und beim Tabak eindeutig." Auch beim Thema Cannabis sei eine effektivere Prävention nötig. Er sieht die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene als Chance, offen und ehrlich über das Thema zu reden.