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Kostenfalle Koffein: Darum darfst du vor dem Einkaufen keinen Kaffee trinken

Staffel 202028.06.2022 • 10:10

Man sollte nicht hungrig einkaufen gehen - das ist den meisten Leuten klar. Doch was viele nicht wissen: Auch Koffein steigert unsere Kauffreude und kann den Einkauf so ganz schön teuer machen.

Kostenfalle Koffein: Darum darfst du vor dem Einkaufen keinen Kaffee trinken

Mit knurrendem Magen sollte man nicht einkaufen gehen – ein Rat, von dem vermutlich jeder schon mal gehört hat. Was viele nicht wissen: Auch der Genuss von Kaffee hat einen unter Umständen teuren Einfluss auf unser Kaufverhalten.

Mit Koffein im Blut steigen die Ausgaben um bis zu 50 Prozent

Forscher:innen der University of South Florida fanden heraus: Wer unmittelbar vor dem Supermarktbummel einen Kaffee trinkt, könnte am Ende bis zu 50 Prozent mehr Geld ausgeben und um die 30 Prozent mehr Artikel in seine Einkaufstasche wandern lassen. Zu diesem Ergebnis gelangten die Forschenden, indem sie vor zahlreichen Geschäften in Frankreich und Spanien vorbeigehenden Kund:innen abwechselnd einen Becher Espresso oder alternativ Wasser oder einen entkoffeinierten Espresso reichten. Wer den normalen Espresso intus hatte, kaufte im Durchschnitt mehr ein und gab dementsprechend mehr Geld aus. Der Grund?

Dopamin macht uns impulsiv und kauffreudig

"Koffein, als kraftvoller Stimulus, setzt Dopamin im Gehirn frei, das Körper und Geist in Aufregung versetzt. Das führt zu einem höheren energetischen Level, der wiederum Impulsivität steigert und Selbstkontrolle zurückfährt.
Als Resultat führt Koffeinzufuhr zu Impulskäufen, die sich in einer höheren Zahl an Produkten und größeren Ausgaben niederschlagen." (Studienautor Dipayan Biswas im "Journal of Marketing")
Interessant: Am meisten waren eher moderate Kaffeetrinker von den Einkaufseffekten betroffen – also Menschen, die rund zwei Tassen am Tag konsumieren. Wer regelmäßig viel Kaffee zu sich nimmt, legte kein anderes Einkaufsverhalten an den Tag.