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EU-Parlament von Hackern angegriffen

Staffel 202024.11.2022 • 10:59

Das EU-Parlament ist am 23. November Opfer eines massiven Hacker-Angriffs geworden. Die Website war stundenlang nicht oder nur sehr eingeschränkt erreichbar. Die Täter sitzen offenbar in Russland.

Das EU-Parlament ist am 23. November Opfer eines massiven Hacker-Angriffs geworden.

Die Website war stundenlang nicht oder nur sehr eingeschränkt erreichbar.

Dahinter stecken ersten Erkenntnissen zufolge russische Hacker: 
"Eine kremlnahe Gruppe hat sich dazu bekannt", schrieb Roberta Metsola, die Präsidentin des Parlaments, auf Twitter.

Bei dem Hacker-Angriff handelte es sich um eine sogenannte DDos-Attacke. DDos steht für Distributed Denial of Service.

Dabei werden Webseiten mit einer Flut von Datenanfragen überlastet und zum Absturz gebracht.

Ob die Hacker auch die Sicherheitssysteme durchdringen und sensible Daten abschöpfen konnten, ist nicht bekannt. 

Inzwischen ist die Webseite wieder abrufbar.

Das EU-Parlament hatte kurz vorher in einer Resolution Russland als staatlichen Unterstützter von Terrorismus bezeichnet.

Der Grünen-Abgeordnete Rasmus Andresen bezeichnete die Attacke als Warnschuss. "Es ist ein Angriff auf das demokratische Herz Europas."

Hackergruppen aus Russland haben in der Vergangenheit häufig Cyberangriffe auf Institutionen westlicher Staaten ausgeführt, berichtet der "Spiegel".

Im Mai 2015 drangen russische Hacker sogar in die IT-Infrastruktur des Deutschen Bundestags ein.

Der damalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen machte dafür den russischen Militärgeheimdienst GRU verantwortlich.