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Du hast Lust, dich wieder Hals über Kopf zu verlieben? Oder einfach nur mit jemandem zu flirten und ein bisschen Spaß zu haben? Dating-Apps wie Tinder, Lovoo und Co. machen es ziemlich einfach, andere Singles und somit auch potentielle Partner kennen zu lernen. Hier erfährst Du:

  • die wichtigsten Infos, über die besten und beliebtesten Dating-Apps
  • welche kostenlose App zu dir und deiner Suche passt
  • worauf Du beim Mobile Dating unbedingt achten solltest
  • neue Dating-Apps, die jetzt im Kommen sind

Wie funktionieren Dating-Apps?

Die meisten Dating Apps zeigen dir Singles aus deiner Umgebung an. Anhand von Fotos und Beschreibung kannst du entscheiden, ob du Lust hast, eine Person näher kennen zu lernen. Gefällt dir jemand, dann gibst du diesem Nutzer ein Like. Hat der User auch Interesse an dir und gibt dir ein Like, werdet ihr verbunden und könnt miteinander chatten. Beim Chatten habt ihr die Möglichkeit euch gegenseitig abzuchecken und – wenn es zwischen euch passt – euch zu einem echten Date zu verabreden.

Zu Beginn war Online-Dating noch stark verpönt, da hieß es oft: "Nur die verzweifelten Singles, die es im echten Leben nicht hinkriegen, nutzen Online-Dating". Heute sieht das zum Glück ganz anders aus. Dating-Apps werden von der breiten Masse genutzt, und niemand muss sich dafür schämen. Wer bereits länger auf Dating-Portalen unterwegs ist, dem sind mit Sicherheit auch schon die bestimmten Flirt-Typen aufgefallen, auf die man beim Mobile-Dating scheinbar immer wieder trifft. 

Die bekanntesten Dating-Apps in Deutschland

Es gibt unzählige Dating-Apps und ständig kommen neue dazu. Die Folgenden aber sind die bekanntesten und beliebtesten Flirt-Apps in Deutschland:

Tinder 

  • kostenlose Basis-Version
  • ab 18 Jahren
  • für Beziehung, Flirts, Affären und ONS

Lovoo 

  • kostenlose Basis-Version
  • ab 16 Jahren
  • für Beziehungen, Flirts, Affären und ONS

Bumble 

  • kostenfreie Basis-Version
  • ab 18 Jahren
  • für Beziehung, Freunde, Business-Kontakte 

Badoo

  • kostenlose Basis-Version
  • ab 18 Jahren
  • für Beziehung, Flirts, Affären, Chat-Partner, Freunde

Once 

  • Kostenlose Basis-Version
  • ab 18 Jahren
  • für Beziehung, Freundschaften

Grindr 

  • kostenfreie Basis-Version
  • ab 18 Jahren
  • Für Beziehung, Affären, ONS, Freundschaften für schwule, bisexuelle, transsexuelle und queere Männer

Die drei besten Dating-Apps im Überblick 

Tinder 

Die Funktionen

Tinder ist die weltweit bekannteste Dating-App. Allein in Deutschland nutzen monatlich etwa 3 Millionen Menschen die App. Die Basic-Version ist kostenlos, darin sind die wichtigsten Funktionen inbegriffen. Wenn du dich angemeldet und ein Profil erstellt hast, kannst du in den Einstellungen deine Suchkriterien bestimmen: Du kannst das Alter deiner potentiellen Matches eingrenzen und entscheiden, in welcher Entfernung du nach anderen Singles suchen willst. Dann bekommst du nach dem Zufallsprinzip Partnervorschläge angezeigt, die zu deinen Kriterien passen. Du wischst nach rechts, wenn dir jemand gefällt und nach links, wenn der Partnervorschlag nicht deinen Geschmack trifft. Aber aufpassen: nicht zu schnell nach links wegwischen. Denn mit der Basis-Version kommst du nicht mehr zu dem Profil zurück. 

Hat eine Person auch bei dir nach rechts geswipet („swipe“, engl. für „wischen“) und dir damit ein Like gegeben, habt ihr ein Match. Jetzt könnt ihr euch private Nachrichten schicken. Du kannst bei Tinder nur mit Leuten schreiben, mit denen du ein Match hast. Die Matches kannst du natürlich wieder auflösen bzw. löschen, falls es doch nicht "funkt" oder die Person dich nervt.

Flirten? Kann ich! Daran erkennst du, ob jemand mit dir flirtet 

Liebe oder One Night Stand?

Tinder nutzen sowohl Menschen, die eine feste Beziehung suchen, als auch Personen, die auf eine Affäre oder einen One-Night-Stand aus sind. Deshalb kleiner Tipp: Gleich in der Beschreibung erwähnen, ob du an einer Partnerschaft oder an einem lockeren Liebesabenteuer interessiert bist, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

Tinder hat zudem einen nicht so tollen Ruf als Sex-App, da es über die App zu vielen One-Night Stand-Verabredungen kommt. Vor plumpen "Bock auf Sex?"-Nachrichten bleiben also wohl die meisten leider nicht verschont. 

Übrigens: Das sind die Anzeichen für wahre Liebe!

Lovoo 

Die Funktionen:

Die Basis-Version ist kostenlos. Ähnlich wie Tinder bedient man auch Lovoo über eine Swipe-Funktion, nachdem du ein Profil angelegt hast. Gefällt dir ein User wischst Du nach rechts. Entspricht der/die andere nicht deinen Vorstellungen, wischst du nach links. Vergeben sich zwei Nutzer ein Like, haben sie ein Match und können sich gegenseitig Nachrichten schreiben.

Das besondere bei Lovoo: Du kannst auch Nachrichten an User verschicken, mit denen Du kein Match hast. Diese erste Nachricht bezeichnet Lovoo als Icebreaker. Davon steht dir bei der Dating App allerdings pro Tag nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung. 

Die Funktion „Radar“ zeigt Lovoo-User an, die sich gerade in deiner Umgebung befinden. Sie ist vor allem super für Festivals, Bar-Besuche und Events - da du so auschecken kannst, ob sich interessante Singles im Moment in deiner Nähe befinden. Außerdem kannst du bei Lovoo einen Live-Stream starten, um noch mehr Leute auf dich aufmerksam zu machen und mit ihnen in Kontakt zu treten. 

Lovoo verfügt zudem über ein Credit-System: Damit besteht die Möglichkeit, einige Premium-Funktionen mit der Basis-Version zu nutzen. Zum Beispiel kannst für 20 Credits die Profile anschauen, die Dich geliket haben. Du bekommst täglich 5 kostenlose Credits, wenn Du dich in die App einloggst. Du kannst dir aber auch Credits kaufen. Der Preis: 4,99€ für 500 Credits.

Liebe oder One Night Stand?

Freunde, die große Liebe oder ein heißes Abenteuer: Bei Lovoo kannst du alles finden. Die Dating-App ist nicht spezialisiert auf ein Gebiet und somit stehen dir alle Möglichkeiten offen. Auch bei Lovoo empfehlt es sich, relativ zeitnah mit dem Match oder Chat-Partner abzuklären, ob Beide das Gleiche suchen oder nicht.

Bumble 

Die Funktionen

Bei Bumble machen Frauen den ersten Schritt! Dadurch unterscheidet sich die Dating-App von Tinder und Lovoo. Nachdem das Profil angelegt wurde, erhalten Männer und Frauen Vorschläge. Dir gefällt jemand? Dann wischst du, wie bei den meisten Dating-Apps, nach rechts. Hast du kein Interesse swipest du nach links. Wenn ein User auch bei dir nach rechts gewischt hat, habt ihr ein Match. Bei einem Match kann nur die Frau dem Mann die erste Nachricht schicken. Dafür hat sie 24 Stunden Zeit, ansonsten verfällt das Match. Der Mann kann die Zeit um 24 Stunden verlängern, wenn er will. Kommt dann noch immer keine Nachricht von der Frau, wird das Match gelöscht und ihr werdet euch nicht mehr vorgeschlagen. 

Bei gleichgeschlechtlichen Paaren können Beide die erste Nachricht schreiben. Zudem bietet Bumble mit "Bumble BFF" und "Bumble Bizz" zwei in der App integrierte Modelle an, bei denen es nicht explizit um Dating geht. Hier kannst du nämlich nach Freunden oder Geschäftspartnern suchen. Bumble spricht weitgehend ein jüngeres Publikum an als Tinder und Lovoo.

Liebe oder One Night Stand?

Es hält sich das Gerücht, dass Bumble eher die Menschen nutzen, die an einer ernsthaften Partnerschaft interessiert sind. Die User achten zudem sehr auf einen höflichen, respektvollen und angenehmen Umgangston. Schlechte Anmachsprüche und Sexting ist hier deutlich seltener zu finden als bei anderen Dating-Apps, aber ganz ausschließen kann man es natürlich nicht.

Diese Dating Apps sind im Kommen 

Diese vielversprechenden Apps gelten noch als Geheimtipps, steigen aber in der Beliebtheit. Check sie aus:

Blindmate 

Bei dieser kostenlosen Dating-App wirst du von Freunden verkuppelt. Mega, du lässt quasi deine Freunde die ganze Arbeit machen. Sie wischen und suchen nach passenden Matches für dich. Ein Match entsteht, wenn die Freunde von zwei Personen der Meinung sind, dass die beiden gut zusammenpassen. Bei der Anmeldung gibst du nur Basisinfos wie Name, Wohnort und Alter an und stellst deine Suche ein. Der Verkuppler oder die Verkupplerin beantworten dann Fragen über dich, daraus werden Eigenschaften berechnet und andere Singles mit passenden Charakterzügen in der Suche anzeigt. 

Snack 

Ist quasi TikTok nur für's Daten! Hier posten die User vor allem Kurzvideos. Sie wischen nicht wie bei den anderen Dating-Apps nach links oder rechts, sondern scrollen sich vertikal durch die Profile. Nutzen können sich Matchen und sich Direktnachrichten schicken, außerdem werden ihnen gegenseitig ihre neuen Videos im Feed angezeigt. Ein Nachteil: Da die App brandneu ist, gibt es in Deutschland erst wenige Nutzer. 

besten Dating Apps
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Wie seriös sind Dating-Apps? 

Tatsächlich tummeln sich gerade auf den großen und bekannten Dating Apps einige Fake Profile. 

Darunter auch Kriminelle, die mit verschiedenen Maschen an das Geld der User kommen wollen. So liest man häufiger von Männern, die unbedacht Nacktfotos an Tinder-Matches verschickt haben – und danach finanziell erpresst wurden.
Auch sogenannte „Romance Scammer“ sind auf Tinder und Co. öfter anzutreffen. Das sind (meistens) Männer, die Frauen teilweise über Monate Interesse oder sogar eine Beziehung vorspielen, mit der Absicht, Geld abzukassieren. Nachdem sie durch Chatten oder Telefonieren das Vertrauen ihrer Opfer gewonnen haben, bitten sie um Geld. Meistens behaupten die Betrüger, sie stecken in einer schwierigen finanziellen Lage und können Rechnungen nicht mehr bezahlen. Sie erfinden manchmal sogar Krankheiten.

So erkennst Du Fake Profile 

Die Anzeichen, dass es sich um ein Fake-Profil handeln könnte, sind:

  • nur professionelle Profibilder (die von Modelagenturen oder Models geklaut sind)
  • keine oder nur eine kurze Beschreibung im Profil. Hier auf die Rechtschreibung achten!
  • keine Verknüpfungen zu anderen Netzwerken wie Instagram, Spotify oder Twitter
  • verschicken Links zu kostenpflichtigen Abos (nicht draufklicken)
  • User antwortet sehr schnell, die Antworten sind jedoch ungenau und wiederholen sich (da es sich wahrscheinlich um einen Bot handelt)

Achtung: Auch echte Menschen schummeln bei ihren Fotos und Angaben, um sich interessanter und begehrenswerter zu machen. Bilder werden mit Bildbearbeitungs-Apps stark verändert, fiktive Hobbys oder Berufe erfunden – und alles nur, um mehr Matches zu bekommen. Dieses Phänomen nennt man Kittenfishing.