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Lambrecht wehrt sich gegen Kritik: Vorgänger Schuld an aktueller Lage bei der Bundeswehr

07.12.2022 • 10:40

Als Verteidigungsministerin steht Christine Lambrecht immer wieder in der Kritik. Für die schlechte Ausstattung der Bundeswehr machte sie jetzt jedoch ihre Vorgänger verantwortlich.

Als Verteidigungsministerin steht Christine Lambrecht immer wieder in der Kritik.

Für die schlechte Ausstattung der Bundeswehr machte sie jetzt jedoch ihre Vorgänger verantwortlich: "Ich habe diese Probleme bei Amtsantritt vorgefunden. Was in Jahren und Jahrzehnten versäumt worden ist, kann auch ich nicht im Handstreich wieder in Ordnung bringen", sagte sie dem „Spiegel“. Die Bundeswehr sei „über Jahrzehnte heruntergespart“ worden. Als Beispiel nannte sie die Munition. Da sei viel zu wenig beschafft worden, sogar Depots seien geschlossen worden. Damit sei jetzt Schluss, so Lambrecht. Vorwürfe, dass sie selbst bei ihrem Amtsantritt vor knapp einem Jahr keine relevanten Beschaffungen für die Bundeswehr eingeleitet habe, wies Lambrecht zurück. Demnach könne sie erst jetzt, da der Haushalt für 2023 beschlossen ist, erste Verträge für neue Waffensysteme oder Ausrüstung machen. "Damit kann nun ganz viel von dem nachgeholt werden, was in den letzten Jahren versäumt wurde", so Lambrecht laut „Spiegel“. Die Verteidigungsausgaben werden im kommenden Jahr bei insgesamt 58,6 Milliarden Euro liegen. Zusätzlich zum Verteidigungshaushalt wurde in diesem Jahr das Sondervermögen Bundeswehr in Höhe von insgesamt 100 Milliarden Euro beschlossen. Mit diesen Haushaltsmitteln sollen in den nächsten Jahren komplexe, überjährige Rüstungsprojekte verwirklicht werden.