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Forschende könnten frühe Behandlung von Long-Covid-Symptomen möglich machen

30.09.2022 • 08:23

Long-Covid-Symptomen möglich machen Die Folgeerkrankungen einer Corona-Infektion, Long und Post Covid, geben noch immer Rätsel auf. Forschende kamen einer möglichen Früherkennung nun aber einen großen Schritt näher.

Die Folgeerkrankungen einer Corona-Infektion, Long und Post Covid, geben noch immer Rätsel auf. Forschende kamen einer möglichen Früherkennung nun aber einen großen Schritt näher.

Das Forscherteam um Gabriella Captur vom University College London ist es gelungen, 20 Proteine im Blut von Sars-CoV-2-Infizierten zu identifizieren, mit denen eine Long-Covid-Vorhersage möglicherweise zuverlässig getroffen werden kann. Wie die Expert:innen im Fachmagazin "The Lancet" schreiben, könne man diese Vorhersage bereits zu Beginn einer Infektion treffen.

Für ihre Untersuchung analysierten sie Blutproben von 165 britischen Pflegekräften; dabei sah sich das Forschungsteam 91 Blutproteine genauer an.

"Unsere Studie zeigt, dass selbst mildes oder asymptomatisches Covid-19 das Profil von Proteinen im Blutplasma stört", so Captur in einer Mitteilung der Universität. Normalerweise sind die Proteinspiegel im Blut stabil.

In einem weiteren Schritt werteten die Forschenden die vorhandenen Daten mit Hilfe einer Künstlichen Intelligenz aus. Diese konnte alle Personen, die auch noch ein Jahr nach ihrer Infektion über Post-Covid-Symptome klagten, erkennen. "Mit unserem Ansatz könnte jedoch schnell und kostengünstig ein Test eingeführt werden, der Post Covid bereits zum Zeitpunkt der Erstinfektion vorhersagt", sagt Captur.