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Bundeskanzler Scholz prüft Rückzug von Twitter

09.12.2022 • 09:43

Bundeskanzler Olaf Scholz erwägt den Rückzug von Twitter.

Bundeskanzler Olaf Scholz erwägt den Rückzug von Twitter. Wie die dpa berichtet, blicke der 64-Jährige besorgt auf die Entwicklung des Messenger-Dienstes. Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte im Podcast „Geyer & Niesmann“ vom „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Der Bundeskanzler und das Bundespresseamt sehen sich die Entwicklung von Twitter seit der Übernahme durch Elon Musk sehr genau an.“ Man beobachte jedoch nicht nur die Entwicklung der Plattform, sondern informiere sich auch schon über mögliche Alternativen, wie Hebestreit betont. „Denn wir haben den Auftrag, breit über die Arbeit der Bundesregierung zu informieren, und wollen dafür möglichst viele Kanäle nutzen, um die User da zu erreichen, wo sie sich ohnehin informieren.“ Man könne die Augen vor problematischen Entwicklungen der Plattform nicht verschließen. Tatsächlich steht Twitter seit der Übernahme von Elon Musk immer wieder in der Kritik. So gab es unter anderem nicht nur Massenentlassungen, auch einst gesperrte Konten wie beispielsweise das von Ex-US-Präsident Donald Trump wurden wieder aktiviert. Zusätzlich fehlen Kontrollen, an Verifizierungen mangelt es. Ein Grund, den auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zum Anlass nahm, mit der Plattform zu brechen. Er kündigte seinen Twitter-Rückzug an und erklärte: „Fehlende Kontrollen und mangelnde Verifizierungen führen zunehmend zur Verbreitung von Hass und Hetze, Falschinformationen und Verschwörungserzählungen. Da muss ich nicht dabei sein.“