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Bettwanzen wieder auf dem Vormarsch in Deutschland: Das ist der Grund

02.01.2023 • 15:16

Bettwanzen in Deutschland werden zu einem immer größeren Problem. Das hat folgenden Grund.

Bettwanzen in Deutschland werden zu einem immer größeren Problem. So berichtet Kai Scheffler, der Vorsitzende des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbands gegenüber „deutschlandfunk.de“, dass sich Meldungen über Bettwanzen in den letzten 15 bis 20 Jahren deutlich gehäuft haben. Es sei demnach davon auszugehen, dass sich die Bettwanzen-Plage wieder ausbreite. Eine erschreckende Nachricht, gerade da diese Insekten laut Scheffler zum Ende des Zweiten Weltkrieges nahezu ausgestorben waren. Besonders tückisch: Bettwanzen machen es sich gerne in Betten "gemütlich", um sich dort vom Blut der Menschen zu ernähren. Aber warum gibt es jetzt wieder ein verstärktes Aufkommen von Bettwanzen? Mit ein Grund für die Bettwanzen-Plage in Deutschland sei das verstärkte Reiseaufkommen in andere Länder. Dabei betont Scheffler: „Nur die Reisetätigkeit führt nicht zwangsläufig dazu, dass wahnsinnig mehr Schädlinge da sind.“ Entscheidend sei seiner Einschätzung zur Folge viel mehr, in welche Länder gereist werde. Seit der Aufhebung der Reise-Verbote wegen der Corona-Pandemie seien wieder viel mehr Menschen in die USA gereist. Das sei seiner Einschätzung nach für die Bettwanzen-Lage in Deutschland nicht zuträglich gewesen, weil gerade in den USA ein großes Bettwanzen-Problem vorliege. So haben laut Scheffler bereits über 90 Prozent der Hotels in den USA schon mal einen Bettwanzen-Befall gemeldet. Ähnlich betroffen seien zudem Estland, Lettland, Litauen, Armenien, Aserbaidschan und ehemalige Sowjetstaaten. Konkrete Zahlen, wie verbreitet das Problem hierzulande ist, liegen laut Scheffler jedoch noch nicht vor. Fest stehe aber, dass Schädlingsbekämpfer:innen sich immer mehr mit der Bekämpfung der kleinen Quälgeister beschäftigen müssen. So wenden sich nicht nur Hotels, sondern auch Privathaushalte immer öfter an die Schädlingsbekämpfer:innen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.