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Eine Depression oder andere psychische Erkrankung sicher zu diagnostizieren, ist nicht leicht und bedarf einer professionellen Einschätzung. Dennoch ist es auch Laien möglich, frühzeitig Indizien zu erkennen, die ernst genommen werden sollten.

Beim Thema mentale Gesundheit sollte es keine Tabus geben. Daher ist es wichtig, sich Hilfe zu suchen und die genannten Symptome offen anzusprechen.

Selbsttest Depression

Die Deutsche Depressionshilfe bietet auf ihrer Webseite einen einfachen und kostenlosen Selbsttest an. Die Auswertung der Antworten auf insgesamt neun Fragen zeigt eine persönliche Tendenz an.

Liefert das Testergebnis tatsächlich Hinweise auf eine depressive Erkrankung, bekommen Nutzer:innen weitere Handlungsempfehlungen.

Zu finden ist der Test unter www.deutsche-depressionshilfe.de.

Mögliche Symptome von Depressionen

Das sind die wichtigsten Symptome von Depressionen:

  • gedrückte Stimmung
  • Freudlosigkeit und Verlust von typischen Interessen
  • Antriebslosigkeit
  • Ermüdbarkeit

Dies können weitere Nebensymptome einer Depression sein:

  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Zukunftsängste
  • Suizidgedanken
  • Selbstverletzung
  • körperliche Beschwerden, zum Beispiel Konzentrationsschwierigkeiten, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Magen- oder Verdauungsprobleme, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Kopfschmerz, Rückenschmerzen oder andere Schmerzen, Beengtheit im Hals, Atemnot, Schwindelgefühle, Sehstörungen, Verlust des sexuellen Interesses, sexuelle Funktionsstörungen und Impotenz, Ausbleiben der Monatsblutung

Symptome können unterschiedliche Ursachen haben. Nur ein:e Mediziner:in kann nach Befragungen und körperlichen Untersuchungen eine gesicherte Diagnose stellen. Deshalb sollten Sie im Verdachtsfall einer Depression unbedingt ärztlichen Rat suchen.

Diagnostische Biomarker bei Depressionen

Wenngleich noch immer nicht alle biologischen Abläufe von Depressionen erforscht sind, hat die Wissenschaft inzwischen einige diagnostische Marker identifiziert, die auf die Erkrankung hindeuten.

Grundlage dafür ist unter anderem die Metabolomik, welche die Produkte von Stoffwechselreaktionen betrachtet. Diese Metabolite lassen sich per Bluttest untersuchen. Daraus ergibt sich eine Art "metabolischer Fingerabdruck", der sich je nach körperlichem Zustand verändert.

Beim Vergleich der Blutproben von Personen mit und ohne Depressionen stießen Wissenschaftler:innen um Prof. Dr. Helena U. Zacharias auf ein Metabolit, das offensichtlich in Zusammenhang mit Depressionen steht: Laurylcarnitin.

Weitere Informationen zu den Erkenntnissen haben die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Technische Universität München, das Helmholtz Zentrum München und die Universitätsmedizin Greifswald in einer gemeinsamen Pressemitteilung veröffentlicht.

Zeigt Jenke Anzeichen einer Depression?

Für "JENKE. Experiment Psyche: Wie depressiv ist Deutschland?" beschreibt Jenke von Wilmsdorff im Rahmen des Selbstexperiments nicht nur die Symptome, die er selbst wahrnimmt.

Der Journalist lässt darüber hinaus auch seine Metabolit-Werte messen und mit denen einer gesunden Kohorte vergleichen. "JENKE. Experiment-Psyche: Wie depressiv ist Deutschland?" läuft am Montag, 2. Mai 2022, 20:15 Uhr, auf ProSieben.

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