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Galileo

Steigendes Krankheitsrisiko: Fettige Ernährung löst gefährliche Immunsystem-Reaktion aus

21.03.2022 • 17:18

Zu viel Bauchfett macht krank, das ist medizinisch schon länger bekannt. Laut der Krankenkasse "AOK" begünstigt das Bauchfett Entzündungen sowie langfristig Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch welchen Einfluss eine fettige Ernährung auf die krankmachenden Prozesse im Bauchfett hat, haben Wissenschaftler:innen der Ludwig-Maximilians-Universität München jetzt herausfinden können.

Zu viel Bauchfett macht krank, das ist medizinisch schon länger bekannt. Laut der Krankenkasse "AOK" begünstigt das Bauchfett Entzündungen sowie langfristig Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch welchen Einfluss eine fettige Ernährung auf die krankmachenden Prozesse im Bauchfett hat, haben Wissenschaftler:innen der Ludwig-Maximilians-Universität München jetzt herausfinden können.

Laut „Forschung-und-Wissen.de“ sind plasmazytoide dendritische Zellen verantwortlich für die krank machenden Prozesse. Dies sind im Knochenmark gebildete Abwehrzellen, die potenziell gefährliche Viren und andere Veränderungen im Körper mit entzündungsfördernden Botenstoffen bekämpfen. Die Forschungsgruppe der LMU untersuchte, wie das Verhalten der Abwehrzellen durch eine fettige Ernährung beeinflusst wird. Ihre Ergebnisse: Nach drei Wochen führte eine fettreiche Ernährung schon zu deutlich mehr Bauchfett. Dort konnten, wie auch im Blut und Organen wie Milz und Leber, wesentlich mehr der Abwehrzellen nachgewiesen werden. Bereits nach einer fettreichen Mahlzeit wurden die Abwehrzellen im Fettgewebe aktiv und setzten mehr Botenstoffe frei. Dies sei charakteristisch für eine Reaktion des Körpers auf eine Störung des Stoffwechsel-Gleichgewichts, erklären die Forscher:innen. Hält dieser Prozess länger an, kann er zu Diabetes oder zum metabolischen Syndrom führen.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, wie sich außer Übergewicht im Besonderen auch die tägliche Ernährung auf das Immunsystem und den Gesundheitszustand auswirkt.