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Galileo

Für die NASA: Künstliche Frauenkörper auf Mondfahrt

06.05.2022 • 14:42

Helga und Zohar heißen sie: die künstlichen Torsos, die die NASA noch 2022 auf Mondfahrt schicken will. Das Experiment soll ab 2025 ermöglichen, dass auch Frauen zum Mond reisen können.

Helga und Zohar heißen sie: die künstlichen Torsos, die die NASA noch 2022 auf Mondfahrt schicken will.

Für das MARE-Experiment des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurden die Messpuppen eigens angefertigt. Anhand der sogenannten anthropomorphen Phantome soll erforscht werden, wie sich die Strahlenbelastung auf der Reise zum Mond auswirkt. Dafür sollen die zwei Puppen im Rahmen der Mond-Mission Artemis 1 mit einer sonst unbemannten Orion-Raumkapsel einmal zu dem Erdtrabanten und wieder zurückreisen. Es ist das erste Mal seit 50 Jahren, dass ein Raumschiff zum Mond fliegt. Das Experiment soll ab 2025 ermöglichen, Frauen zum Mond zu schicken.

Laut Blog des DLR reagiert der weibliche Körper noch empfindlicher auf Strahlung als der männliche. Um diesen Unterschied zu erforschen, wurden Helga und Zohar mit mehr als 10.000 Sensoren ausgestattet.

Da im Weltraum das schützende Erdmagnetfeld fehlt, ist die Strahlenbelastung eine der größten Herausforderungen der Raumfahrt. Laut MARE-Projektleiter Dr. Thomas Berger ist die Strahlung, der der Mensch im Weltall ausgesetzt ist, etwa 250-mal höher als auf der Erde.