- Bildquelle: GettyImages | bernardbodo © GettyImages | bernardbodo

Rezept für selbst gemachte Zahnpasta mit Kokosöl

  • 3 EL Bio Kokosöl (kalt gepresst): Kokosöl verringert Keime, Bakterien und Viren im Mundraum
  • 3 EL Natron (Hydrogencarbonat): Natron macht die Zähne etwas heller und weißer
  • 1 TL Schlämmkreide (bekommst du in der Apotheke): Schlämmkreide entfernt den Belag auf den Zähnen, ohne den Zahnschmelz zu schädigen
  • 25 Tropfen Bio- Pfefferminzöl (bekommst du im Reformhaus): Pfefferminzöl gibt nur den Geschmack 
  • ¼ TL Xylit (bekommst du auch im Reformhaus) zum süßen ohne Zucker: Xylit ist von Natur aus zuckerfrei. Es hat 40 % weniger Kalorien als Zucker und wird aus Birken- und Buchenrinde gewonnen.
  • Ein sauberes Schraubglas
Eco-friendly - die Zahnpasta zum Selbermachen mit nur natürlichen Inhaltsstoffen
Eco friendly! Wir haben eine Schritt-für-Schritt Anleitung für dich und verraten dir, welche Inhaltsstoffe in einer nachhaltigen Zahnpasta enthalten sind. © GettyImages | Marcus Chung

Die Herstellung deiner selbstgemachten Zahnpasta geht schnell und einfach. Du erwärmst das Kokosöl, bis es flüssig wird. Das ist am einfachsten im Wasserbad auf dem Herd. Nimm bitte nicht zu viel Kokosöl, sonst wird dir die Zahncreme später zu fest und kann schlechter angewendet werden. Sobald das Kokosöl flüssig ist, nimmst du es vom Herd und rührst die anderen Zutaten wie Natron, Schlämmkreide und Xylit mit unter. Am besten mit einer Gabel gut verrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Jetzt gibst du 25 Tropfen Minzöl in die Masse und rührst das ganze nochmal richtig um. Deine selbstgemachte Zahnpasta ist nun fertig zum Abfüllen in das saubere Schraubglas. Verschließe das Glas richtig und lass es abkühlen.

Schäumt eine selbstgemachte Zahnpasta – oder nicht? Diese und weitere Fragen...
Schäumt eine selbstgemachte Zahnpasta – oder nicht? Diese und weitere Fragen beantworten wir in unserem Beauty-Artikel. Ein DIY-Rezept für die ganze Familie findet Ihr hier auch! © GettyImages | Halfpoint

Warum solltest du Zahnpasta selber machen?

Rein in den Supermarkt und die fertige Zahnpasta in den Einkaufswagen legen - was so unkompliziert klingt, bringt auch einige Nachteile mit sich, denn herkömmliche Zahnpasta kann deiner Gesundheit je nach Inhaltsstoffen Schaden zufügen. Viele künstliche Zusatzstoffe und Süßstoffe lassen sich vermeiden, wenn du deine Zahnpasta selber machst. Auf welche Inhaltsstoffe du besonders verzichten solltest, erfährst du hier:

1. Mikroplastik in Zahnpasta

Mikroplastik besteht aus kleinsten Plastik-Kügelchen. Diese sind in nahezu jeder herkömmlichen Zahnpasta enthalten, die du kaufen kannst. Die gesundheitsschädlichen Kügelchen gehen in deine Körperzellen über, wo das Plastik dann bleibt und weder ausgeschieden noch abgebaut werden kann. Neben deiner eigenen Gesundheit schadet Mikroplastik zudem auch der Umwelt. Einmal in den Abfluss gelangt, kann das Mikroplastik durch seine geringe Größe nicht einmal von Kläranlagen herausgefiltert werden und gelangt so langfristig ins Wasser. 

Doch bei selbstgemachter Zahnpasta verzichtest du nicht nur auf Mikroplastik. Auch die Zahnpastatuben stellen einen vermeidbaren Plastikverbrauch dar, dem du mit einem Glasbehältnis zur Aufbewahrung deiner selbstgemachten Zahnpasta entgegenwirken kannst.

2. Fluoride in Zahnpasta

Die Wirkung von Fluorid von zwei Seiten zu betrachten. Denn obwohl die Substanz giftig ist, härtet und stabilisiert sie den Zahnschmelz deiner Zähne. Bei der Verwendung von Fluoriden solltest du also darauf achten, welche Grundvoraussetzungen deine Zähne erfüllen. Hierfür ist ein Zahnarztbesuch notwendig. Neigen deine Zähne zu Karies, bekommen sie durch das Fluorid in der Zahncreme Unterstützung. Hast du keine Probleme mit Karies und Co., verzichtest du besser auf die giftige Substanz, denn Fluoride sind säureempfindlich. Dadurch nehmen sie Milchsäuren auf und sorgen so für den Abbau wichtiger Mineralstoffe.

Gerade bei Kindern solltest du darauf achten, dass sie nur wenig bis keine Fluoride in ihrer Zahnpasta haben, denn Kinder schlucken häufig große Mengen der Zahncreme und somit auch der giftigen Inhaltsstoffe.

3. Aspartam in Zahnpasta

Aspartam ist ein Süßstoff, der in vielen Zahncremes aus dem Supermarkt enthalten ist. Bei der Verarbeitung des Aspartams in deinem Körper entstehen giftige Stoffe, die in Verdacht stehen, Depressionen und Gedächtnisverlust zu fördern. Besonders Menschen mit Stoffwechselkrankheiten können hierunter leiden. Dabei wird Aspartam nur für einen besseren Geschmack in die Zahnpasta gemischt und hat keinen Vorteil für die Gesundheit deiner Zähne. 

Ob der Wirkstoff Aspartam in deiner gekauften Zahnpasta enthalten ist, kannst du auf den ersten Blick häufig nicht erkennen. Erst die Nennung von Phenylalanin als Inhaltsstoff lässt auf Aspartam schließen, denn dieser ist ein Grundbestandteil des Süßstoffes.

4. Triclosan in Zahnpasta

Triclosan ist ein Wirkstoff, der darauf ausgelegt ist, Bakterien in deinem Mund zu zerstören. Der gesundheitsschädliche Nebeneffekt: Triclosan zerstört auch deine Mundflora. Diese ist dafür da, deinen Körper vor gefährlichen Fremdstoffen zu schützen. Doch eine zerstörte Mundflora ist nicht das einzige Risiko, so steht Triclosan ebenfalls in Verdacht, krebserregend zu sein. In den USA schon lange verboten, ist Triclosan in Deutschland neben Zahnpasta ebenfalls in weiteren Kosmetika, Deos und sogar Geschirrspüler enthalten.

Eine nachhaltige und vor allem gesunde Zahnpasta – wir haben die besten DIY-T...
Eine nachhaltige und vor allem gesunde Zahnpasta – wir haben die besten Tricks und Tipps in unserem Beauty-Artikel und verraten dir unser DIY-Rezept mit Kokosnussöl. © GettyImages | Marcus Chung

Wie gut ist selbstgemachte Zahnpasta?

Experten sehen die selber gemachte Zahnpasta sehr kritisch. Hier handelt es sich um die
Anwendung eines Hausmittels. Industriell hergestellte Zahnpasten hingegen enthalten wichtige Inhaltsstoffe, die die Zähne nachweislich reinigen und schützen. Zudem wurden sie über Jahrzehnte geprüft und optimiert.

Ein wichtiger Faktor ist das in industriell hergestellten Zahnpasten enthaltene Fluorid. Dieses ist ein hoch wirksamer Schutz gegen Karies. Zudem können zu hohe Mengen von Natron, Zitrone oder Schlämmkreide in deiner selbstgemachten Zahnpasta zu einem verstärkten Abrieb des Zahnschmelzes führen.

Bei der Anwendung deiner Kokosöl Zahnpasta ohne Fluorid solltest du regelmäßige Kontrollen bei deinem Zahnarzt durchführen lassen. Verwende deine selbstgemachte Zahncreme im Idealfall nicht dauerhaft oder nur in Kombination mit anderen Zahnpflegemitteln. Wer trotzdem nicht auf nachhaltige Zahnpasta verzichten möchte, kann auch auf industriell hergestellte Bio-Zahnpasta zurückgreifen. Diese gibt es sogar ganz ohne Plastikverpackung.

Tipp 1: Schäumt Zahnpasta zum Selbermachen?

Selbstgemachte Zahnpasta schäumt nicht, da schäumende Bestandteile wie zum Beispiel Natriumlaurylsulfat nicht enthalten sind. Die selbstgemachte Zahnpasta besteht dagegen hauptsächlich aus Kokosöl und verflüssigt sich in deiner warmen Mundhöhle schnell - und ohne Schaum.

Tipp 2: Selbstgemachte Zahncreme richtig entnehmen

Bei jeder Anwendung die selbstgemachte Zahnpasta am besten mit einem sauberen Teelöffel entnehmen, damit durch die Zahnbürste keine Bakterien und Keime in das Glas gelangen können. So hält deine selbstgemachte Zahnpasta länger und sorgt für mehr Hygiene im Mund.

DIY-Rezept für Zahnpasta mit Kokos
Zahnpasta selbermachen – und das mit ganz natürlichen Zutaten. Mit unserem Kokos DIY-Rezept kreierst du dir im Handumdrehen deine persönliche eco Zahnpasta! © GettyImages | Eva Katalin

Die neuesten Artikel zum Thema Nachhaltige Körperflege & Naturkosmetik