- Bildquelle: BONNIE CASH © BONNIE CASH

Contouring-Stift: Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Contouring Stick könnt ihr die Konturen des Gesichts hervorheben und es schmaler oder markanter wirken lassen.
  • Ein Konturenstift ist optimal für Anfänger:innen geeignet, denn die Handhabung ist besonders einfach.
  • Der Contouring Stick ist besonders praktisch, da er mit den Fingern eingearbeitet und verblendet werden kann.

Was ist Contouring?

Contouring ist eine spezielle Make-up-Technik, mit der ihr die Gesichtsform oder Teile des Gesichts betonen oder sogar etwas „kaschieren“ könnt. Die Technik arbeitet mit den Effekten von Licht und Schatten, sprich, mit Kontrasten von hellen und dunklen Partien: Alles, was schattiert wird, tritt nach hinten, hell geschminkte Bereiche (bspw. durch einen Highlighter und Concealer) werden betont. Damit lassen sich gezielt Bereiche hervorheben oder zurücksetzen, so kann beispielsweise die Nase schmaler oder die Stirn „kürzer“ geschminkt werden, ein kantiges Gesicht weicher oder ein rundes Gesicht schmaler wirken. Das funktioniert sogar mit Rouge, „Draping“ heißt die aus den 80er-Jahren wiederbelebte Technik. Um die gewünschten Effekte zu erreichen, werden die Contouring-Produkte in Form eines Sticks, Puders oder einer Creme in einem etwas dunkleren Farbton (als der natürliche Hautton ist) geschickt platziert und verblendet. Durch den Kontrast von Highlighter oder Concealer kann das Finish intensiviert werden.

Contouring: Step by Step
Wie funktioniert Contouring richtig? Wir verraten euch die Hacks zum Nachschminken im Beauty-Artikel. © puhhha

Contouring-Stifte: Wofür eignen sie sich?

Der Contour-Stick ist im Vergleich zu Puder oder flüssigem Contouring besonders einfach in der Anwendung und deshalb gut für euch geeignet, wenn ihr im Contouring noch nicht so erfahren seid. In der Regel weist er eine cremige Textur auf, die sich ganz easy verblenden lässt.

Contouring Sticks: Darauf solltet ihr achten

  • Farbe: Achtet beim Kauf eines Contouring-Stiftes auf die richtige Farbe! Je dunkler euer Hauttyp ist, desto kräftiger und dunkler sollte auch die Farbe des Sticks sein (die Farbe sollte maximal 2 Farbnuancen dunkler als die natürliche Hautfarbe sein, damit das Finish schön natürlich wirkt). Auch der Unterton sollte passend gewählt sein: Achtet darauf, nicht zu warme Nuancen zu wählen, besser sind aschige Töne.
  • Textur: Die Formulierung des Sticks sollte möglichst cremig und weich sein, damit die Farbe optimal verblendet werden kann. Zu „trockene“ Texturen sind meist schwer zu verblenden und können harte Kanten hinterlassen – und das wollen wir nicht.
  • Verblenden: Ob Finger, Pinsel oder Beauty-Schwämmchen ist ganz euch überlassen – wichtig ist nur, dass ihr die platzierten Konturen ordentlich verblendet.
Schritt für Schritt Anleitung: Contouring
Schritt für Schritt Anleitung zum perfekten Contouring Ergebnis – worauf ihr achten solltet, lest ihr hier. © Peopleimages

Contouring-Stift: So wird er angewendet

Die Grundregel beim Contouring des Gesichts ist ganz einfach: dunkel versteckt, hell betont. Die Anwendung erfolgt grundsätzlich in 5 Schritten, wobei je nach Gesichtstyp unterschiedliche Bereiche schattiert oder betont werden.

  1. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, tragt zuerst einen Primer auf die Gesichtshaut auf. (Wenn’s schnell gehen muss, klappt’s auch easy ohne Primer.)
  2. Tragt anschließend eure Lieblings-Foundation auf. Ihr könnt auch zuerst das Contouring platzieren, beim sogenannten „Underpainting“ kommt die Foundation erst im Anschluss auf das Gesicht, dadurch soll das Finish noch natürlicher aussehen.
  3. Mit dem Contouring-Stick werden die dunklen Linien gezogen. Platziert einen (langen) Strich auf der Stirn direkt unter dem Haaransatz, einen unter den Wangenknochen und einen weiteren rechts und links entlang des Nasenbeins. Je nach Gesichtsform können die Striche variabel angesetzt werden, um unterschiedliche Effekte zu erzielen.
  4. Setzt nun Highlights auf Nasenbein, auf den oberen Wangenknochen, unter dem Brauenbogen und auf dem Lippenherz. Auch hier können die Highlights ganz unterschiedlich platziert werden, um Partien zu betonen.
  5. Im nächsten Step wird alles ordentlich verblendet. Egal für welches Tool ihr euch entscheidet, nehmt euch Zeit, um zu harte Übergänge zu vermeiden.
Gesichtsformen
Rundes, eckiges, ovales oder herzförmiges Gesicht? Hier findet ihr die Contouring-Tipps für jede Gesichtsform! © Prostock Studio

Contouring für ein rundes Gesichter

Ein rundes Gesicht lässt sich mit der Contouring-Technik schmaler und länger schminken. Dazu werden die dunklen Töne an die Stirnaußenseiten über die Schläfen bis hin zum Kiefer gesetzt. Um die Wangenknochen zu betonen, könnt ihr außerdem unterhalb des Wangenknochens einen Strich setzen. Anschließend wird noch ein Highlighter auf die Stirn, den Nasenrücken, das Kinn und den Bereich unter den Augen aufgetragen, alles gut verblenden – fertig!

Contouring für eckige Gesichter

Ein markantes Gesicht kann weicher „modelliert werden: Dazu wird die dunkle Farbe bogenförmig auf den Stirnansatz, unterhalb der Wangenknochen und rechts und links unterhalb des Kieferknochens platziert. Achtet auf weiche, gebogene Linien und verblendet diese gut. Highlights auf der Stirn, dem Kinn und großflächig unter den Augen runden den Look perfekt ab.

Contouring für ovale Gesichter

Ein ovales Gesicht benötigt nur ein dezentes Contouring. Die Stirn wirkt etwas kürzer, wenn ihr in der Mitte des Gesichts direkt am Haaransatz eine Linie zieht. Zur Betonung der Wangenknochen setzt ihr einen Strich direkt unter dem Wangenknochen. Stirn, Kinn und den Bereich zwischen Mund und Nase könnt ihr mit Highlighter optimal hervorheben.

Contouring für herzförmige Gesichter

Ein herzförmiges Gesicht mit breiter Stirn und spitz zulaufendem Kinn lässt sich mit einem dunklen Bogen von den Schläfen bis hin zu den Wangenknochen ausgleichen. Ein weiterer dunkler Bogen am Kinn lässt dieses weniger spitz wirken. Anschließend Highlighter auf das Kinn und die Mitte der Stirn setzen und gut verblenden.

Herzförmige Gesichtsform
Breite Stirn und ein spitz zulaufendes Kinn: Was ihr beim Schminken einer herzförmigen Gesichtsform beachten solltet, lest ihr im Beauty-Artikel. © Ridofranz

Contouring für diamantförmige Gesichter

Ein diamantförmiges Gesicht benötigt kaum Contouring, allenfalls eine dunkle Linie unterhalb der Wangenknochen. Etwas Highlighter mittig auf der Stirn, auf dem Kinn und den Bereich unterhalb der Augen vollenden das Contouring-Game.

Contouring Do's

  • Achtet darauf, dass die Farbe des Contouring-Sticks maximal 2 Nuancen dunkler als die eigene Hautfarbe ist.
  • Verwendet einen hellen Lidschatten, wenn ihr keinen Highlighter zur Hand habt. Einfach mit dem Finger auf die Stellen tupfen, die ihr hervorheben wollt.
  • Eine breite Nase lässt sich gut kaschieren, indem ihr rechts und links entlang des Nasenbeins Schatten setzt und den Nasenrücken hell betont.

Contouring Don’ts

  • Verwendet Contouring sparsam: Zu viele Schichten wirken unnatürlich und maskenhaft. Profi-Tipp: Tragt den Stick nicht direkt auf das Gesicht auf, sondern nehmt mit dem Pinsel etwas Farbe auf und tragt die Striche so vorsichtig auf.
FAQ: Contouring
Wie funktioniert Contouring genau? Welche Make-up Tools werden gebraucht? Die Antworten findet ihr im Beauty-Artikel. © Ivanko Brnjakovic

Fazit zum Contouring Stick

Contouring ist eine Schminktechnik, mit der ihr eurem Gesicht mehr Ausdruck verleiht. Mit den Effekten von Licht und Schatten lassen sich die Vorzüge hervorheben und kleine Makel kaschieren. Mit dem Contouring-Stift ist die Anwendung besonders einfach und lässt sich auch von Anfänger:innen ganz easy durchführen. Der Stift mit cremiger Textur lässt sich gut verblenden und sorgt für ein natürliches Ergebnis.

Die neuesten Artikel aus dem Bereich Make up