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Was ist die Curly Girl Methode?

In ihrem Buch "Curly Girl - The Handbook" stellt Lorraine Massey die Curly Girl Methode vor. Sie beschreibt eine Pflegeroutine, die Locken entlasten soll, denn diese werden oft mit zu vielen Produkten konfrontiert, um störrische, wilde Locken zu bändigen.

Nicht bei der Curly Girl Methode. Hier gilt das Prinzip: Weniger ist mehr. Nämlich weniger Produkte, weniger Chemie, weniger Hitze und weniger Belastung für mehr Glanz, mehr Schwung, Volumen und natürlich definierte Locken.

Ihr habt lockiges Haar? Dann haben wir genau die richtigen Pflegetipps und Ha...
Ihr habt lockiges Haar? Dann haben wir genau die richtigen Pflegetipps und Hacks für eure Haarpflege für euch – alle Tipps und Tricks findet ihr im Artikel!  © GettyImages / FG-Trade

5 Gründe, warum ihr die Curly-Girl Methode nutzen solltet

Bevor ihr die Curly Girl Methode anwendet, solltet ihr wissen: Sie verlangt nach etwas Durchhaltevermögen. Eure Haare werden sich erst an die Umstellung gewöhnen müssen und habt ihr erstmal damit angefangen, solltet ihr dabei bleiben, denn mit der Zeit werden eure Locken immer schöner.

Außerdem, es lohnt sich. Ihr könnt euch auf eine echte Prachtmähne freuen. Eure Locken bekommen dank der Curly Girl Methode…

  1. Volumen: Durch die bewusst reduzierte Pflege werden die Haare weniger belastet.
  2. Glanz: Eure Haare sind optimal mit Feuchtigkeit versorgt und die Schuppenschicht wird geschlossen. Eure Locken bekommen einen natürlichen Glanz.
  3. Definition: Schluss mit krausem Frizz. Eure Locken kringeln und wellen sich ganz natürlich und perfekt definiert um euren Kopf.
  4. Weiches Haar: Beim Versuch eure Curls zu stylen und zu bändigen habt ihr schon oft zu viel Stylingprodukt verwendet, sodass sie sich crunchy und verklebt angefühlt haben? Das passiert bei der Curly Girl Methode nicht mehr.
  5. Gesundes Haar: Locken brauchen spezielle auf sie zugeschnittene Pflege, bekommen sie die nicht, dann rauen sie auf, werden kraus und brechen schnell ab. Indem ihr sie gesund pflegt, könnt ihr sie länger wachsen lassen, leichter stylen und spart euch jede Menge Zeit und Ärger.
Die Curly Girl Methode kann auch von Jungs genutzt und angewendet werden – wo...
Die Curly Girl Methode kann auch von Jungs genutzt und angewendet werden – worauf ihr bei der Pflege von lockigem Haar achten solltet, steht im Artikel!  © GettyImages / South_agency

Dinge, die ihr bei der Curly Girl Methode vermeiden solltet

Die Curly Girl Methode setzt also auf eine reduzierte Pflegeroutine, oder besser gesagt, auf eine angepasste Pflegeroutine für Locken. Denn die Pflege, die für glattes Haar sehr gut funktioniert, gilt nicht unbedingt auch für Locken.

Wir finden curly hair traumhaft schön! Worauf ihr bei der Haarpflegeroutine b...
Wir finden curly hair traumhaft schön! Worauf ihr bei der Haarpflegeroutine besonders achten solltet, lest ihr im Beauty-Artikel. © GettyImages / PIKSEL

Klären wir also zunächst die No Gos, welche die Curly Girl Methode ausmachen:

No-Go Nummer 1 - Normales Shampoo

Ihr müsst nicht vollkommen auf Shampoo verzichten.

Die klassische Curly Girl Methode setzt auf Low Poo, also besonders mildes Shampoo, ohne beschwerende Inhaltsstoffe, das nur so selten wie möglich zum Einsatz kommt. Ihr könnt die Methode allerdings auch weiter anpassen und das No-Poo-Prinzip, ganz ohne Shampoo oder Co-Wash, nur mit Conditioner anwenden.

Wichtig ist, dass ihr auf Shampoo mit aggressiven Tensiden verzichtet. Tenside reinigen eure Haare, sie befreien Haar und Kopfhaut von Schmutz, Talg und Produktrückständen. Was natürlich gut und wichtig ist, aber was eure Haare schädigen und austrocknen kann. 

Man unterscheidet zwischen aggressiven Tensiden, die in den meisten herkömmlichen Shampoos stecken und milde Tenside. Stark schäumende und reinigende, aber auch austrocknende Tenside sind Sulfate oder Sulfonate. 

Indem ihr auf diese Tenside oder ganz auf Shampoo verzichtet, entlastet ihr eure Haare. Gleichzeitig werden sie sich zu Beginn aber nicht mehr so anfühlen, wie ihr es gewohnt seid. Dessen solltet ihr euch bewusst sein und ihnen dementsprechend Zeit geben, sich umzugewöhnen.

No-Go Nummer 2 - Kämmen und Bürsten

Beim Kämmen oder Bürsten sollen Knoten aus dem Haar gelöst werden, gleichzeitig legt sich die Schuppenschicht an, aber vor allem soll der natürliche Talg der Kopfhaut sich über die Längen bis in die Spitzen verteilen. Die Kopfhaut bleibt länger fettfrei, die Haare sind mit Feuchtigkeit versorgt und die Schuppenschicht geschlossen. So wirkt kämmen und bürsten zumindest bei glatten Haaren. Für lockiges oder stärker gewelltes Haar bedeutet kämmen und bürsten Stress. Das Ergebnis sind keine glänzenden gesunden Locken, sondern ein wirres Vogelnest.

Schaut euch eure Locken an. Sie bilden viele unterschiedlich große, dicke oder dünne Strähnen, richtig? Mehrere Haare bündeln sich zu einer Strähne und kräuseln sich so zu einer definierten Locke.

Wenn ihr euer Haar bürstet oder kämmt, teilt ihr diese Strähnen. Aus einer Locke werden viele einzelne Haare, die sich plötzlich in unterschiedliche Richtungen locken. Sie stehen ab, wirken wirr und zerzaust und verhaken sich umso schneller zu Knoten.

Wie ihr eure Haare stattdessen entwirren und entknoten könnt, erklären wir euch gleich in der Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Curly Girl Methode.

No-Go Nummer 3 - Hitze

Hitze Tools sind bei der Curly Girl Methode tabu. Glätten solltet ihr eure Haare laut Lorraine Massey sowieso nicht. Denn der Grundsatz der Methode lautet, eure Locken zu lieben anstatt sie zu bekämpfen. Aber auch auf Föhnen solltet ihr verzichten.

Denn Hitze trocknet euer Haar weiter aus, macht es porös, rau, frizzy und brüchig. Je feiner das Haar, desto schneller trocknet es aus und desto anfälliger ist es für Hitzeschäden. Stattdessen solltet ihr eure Locken ploppen. Auch dazu mehr in den Steps.

Wenn ihr eure Haare, gerade im Winter nicht ganz ohne Föhn trocknen lassen könnt, dann verwendet unbedingt einen Diffusor, der die Luftströme verteilt und eure Locken definiert. Stellt den Föhn auf eine möglichst niedrige, für euch angenehme Temperatur ein.

Lockiges Haar? Am besten schont ihr eure Haare, wenn ihr sie lufttrocknen läs...
Lockiges Haar? Am besten schont ihr eure Haare, wenn ihr sie lufttrocknen lässt – ganz ohne Hitze. Warum? Die Antwort steht im Artikel.  © GettyImages / simonapilolla

No-Go Nummer 4 - Wasserunlösliche Silikone

Silikone machen euer Haar glänzend und geschmeidig, weich und kämmbar. Doch zu welchem Preis? Die künstlichen Stoffe legen sich wie ein Mantel um eure Haarstruktur. Die natürliche Schuppenschicht wird also geschlossen. Somit sind die Haare direkt nach der Anwendung glänzend und super weich. Aber der Mantel wird zur Belastung, vor allem weil sich bei jeder Anwendung eines silikonhaltigen Produkts eine neue Schicht auf euer Haar legt. Gerade für Locken sind diese Ablagerungen beschwerend, stören den natürlichen Schwung und das Volumen.

Außerdem kann das Haar keine Feuchtigkeit mehr von außen aufnehmen und vertrocknet unter der Silikonschicht, bis es abbricht.

Nun rät die Curly Girl Methode auf wasserunlösliche Silikone zu verzichten. Da sich die wasserlöslichen Silikone, mit dem Zusatz PEG in ihrem Namen enthalten, leichter wieder auswaschen lassen. Viele Kritiker der Methode empfehlen jedoch lieber ganz auf die künstlichen Substanzen zu verzichten.

No-Go Nummer 5 - Austrocknende Alkohole

Ihr merkt es schon, alles was austrocknet, ist tabu. Denn trockene Locken sind frizzy und brüchig. Da Locken sowieso meist trockener sind, als glattes Haar legt die Curly Girl Methode besonders viel Wert darauf, alle austrocknenden Substanzen und Tools zu vermeiden.

Neben Hitze, Silikonen und Tensiden gilt es also auch auf austrocknende Alkohole in Haarprodukten zu verzichten.

Warum steckt Alkohol überhaupt in Kosmetik? Alkohole können Produkte haltbarer machen und dienen als Lösungsmittel, damit euer Haar besonders gründlich gereinigt wird.

Viele davon trocknen euer Haar dabei aus. Deshalb unterscheidet die Curly Girl Methode zwischen austrocknenden und nicht austrocknenden Alkoholen. Auch hierzu steht die Methode in der Kritik. Denn je nach Haartyp, Haardicke und Porosität solltet ihr lieber ganz auf Alkohole in euren Produkten verzichten.

Mit der Zeit werdet ihr für euch herausfinden, welche Produkte ihr vertragt und welche euer Haar austrocknen lassen. Ob No-Poo, Low-Poo oder Co-Wash für euch am besten funktionieren. Wir wollen euch das klassische Curly Girl Method Konzept nun Schritt für Schritt vorstellen. 

Die 5 Schritte der Curly Girl Methode

Let's Lock! Mit diesen fünf easy Schritten gelingt euch die Curly Girl Methode und ihr pflegt eure Curls zu einer echten Prachtmähne. Damit euer Haar auf die kommenden Wochen vorbereitet wird, empfiehlt es sich eure Haare mit einem tiefenreinigenden Shampoo zu waschen, um wirklich alle Rückstände zu entfernen. So ist euer Haar ready, komplett unbefleckt in die Curly Hair Methode zu starten!

Curly Hair können wir alle tragen! Auf welche Produkte ihr bei lockigen Haare...
Curly Hair können wir alle tragen! Auf welche Produkte ihr bei lockigen Haaren setzen solltet und worauf es in der Pflege ankommt, findet Ihr im Artikel.  © GettyImages / Anchiy

Schritt  1 - Der richtige Conditioner

Nach der klassischen Curly Girl Methode laut Lorraine Massey verzichtet ihr vollkommen auf Shampoo. Stattdessen spült und pflegt ihr eure Haare nur mit Conditioner, wie bei der Co-Wash Methode. Um den passenden Conditioner für euer Haar zu finden, solltet ihr euch gründlich mit eurer Haarstruktur auseinandersetzen. Hierbei ist wichtig, wie dick euer Haar ist unf ob es porös ist. Falls ihr keinen blassen Schimer habt, ob eier Haar porös ist, empfiehlt sich ein Reißtest. Nehmt beide Enden einer Strähne in die Hand: Reißt es schnell, wenn ihr  auseinanderzieht, ist euer Haar leider porös. Ihr fragt euch, warum ihr sowas wissen müsst? Poröses Haar braucht mehr Proteine. Und so reichhaltig an Proteinen sind nicht alle Conditioner, weshalb ihr euren Conditioner genau auf euer Haar abstimmen solltet. 

Die Methode besagt, den Conditioner in die Kopfhaut zu massieren, wo er gleichzeitig reinigen und pflegen soll. Die Massage ist wichtig, um Schmutz zu lösen, dem Produkt Zeit zu geben auf der Kopfhaut zu wirken und zudem kurbelt es die Durchblutung eurer Haut an. 

Das mag euch seltsam vorkommen, wo doch sämtliche Experten und Beauty Pros immer predigen: Conditioner nur in die Längen geben und erst ab Ohrhöhe anwenden. Allerdings sprechen wir hier über eine spezielle Methode für Locken und über Conditioner ohne Tenside, Silikone und Alkohole. Conditioner im Ansatz wirkt auf glattes Haar beschwerend und plättend. Vor allem, wenn er Substanzen enthält, die Ablagerungen und Rückstände hinterlassen. Locken reagieren zum einen anders und zudem verzichtet ihr bewusst auf diese problematischen Inhaltsstoffe.

Trotzdem: Nach der Wäsche mit Conditioner muss das Produkt gründlich ausgespült werden.

Nun räumt die Erfinderin der Curly Girl Methode Ausnahmen ein. Sie sagt mit mildem Shampoo dürfen vor allem Typen mit feinem Haar oder schwächeren Locken ihre Haare trotzdem einschäumen. In diesem Fall sprechen wir von Low-Poo. Auch bei der Wahl des Shampoos gilt es auf die bereits genannten, belastenden Inhaltsstoffe zu verzichten und so selten wie möglich eure Haare zu waschen.

Ihr könnt euch von Low-Poo auch langsam an No-Po herantasten.

Extra Tipp: Ich persönlich habe es nicht geschafft komplett auf Shampoo zu verzichten. Doch an den meisten Tagen greife ich zu milden Produkten, die frei von Nasties sind. Inzwischen kann ich meine Haar-Waschtage ganz gut timen und spüle meine Haare sogar nach dem Sport nur mit Wasser und Conditioner aus. Ein mal pro Woche darf dann ein mildes Shampoo ran.

Schritt  2 - Haare entwirren und pflegen

Nun kommt ein zweiter Conditioner zum Einsatz. Dieser sollte reichhaltiger sein als der erste und wird über die kompletten Längen bis in die Spitzen verteilt. Er soll euer Haar mit extra viel Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgen und beim Entwirren helfen.

Während ihr den Conditioner auftragt, benutzt ihr eure Finger als Kamm. Nachdem Bürsten und Kämme genauso tabu sind, wie Tenside, Silikone und Alkohole – übrigens auch in diesem Conditioner – nutzt ihr eure Hände. 

Der Vorteil: Eure Locken werden nicht durch enge Kammzähne oder Borsten geteilt, sondern nur vorsichtig entwirrt. Außerdem könnt ihr mit euren Fingern viel besser einschätzen, wie viel Druck ihr ausübt. Denn ihr solltet an euren Haaren wirklich niemals zu grob ziehen oder gar reißen.

Durch den Conditioner gleiten eure Finger ideal durch eure Längen und Knoten lassen sich ganz einfach lösen. Sind eure Haare erst mal trocken, lasst ihr sie bitte ganz in Ruhe. Nur mit Conditioner dürft ihr entwirren.

Schritt  3 - Haare kalt abduschen

Nun soll der Conditioner gründlich ausgespült werden. Am besten kalt. Allerdings meinen wir wirklich gründlich ausspülen, das bedeutet kurz abbrausen reicht nicht. Wenn es euch schwerfällt eure Haare lange kalt auszuspülen, dann spült lieber mit lauwarmem Wasser und schließt die Wäsche mit einer finalen kalten Dusche ab.

Nur Hitze solltet ihr unbedingt meiden. Nicht nur beim Trocknen und Stylen, sondern auch unter der Dusche. Denn auch dadurch würden eure Haare unnötig austrocknen. Kaltes Wasser hingegen schließt die Schuppenschicht der Haare, wodurch sie Feuchtigkeit besser halten können.

Schritt  4 - Pflege und Definition der Locken

Nach der pflegenden Wäsche folgt das Styling. Fast richtig, denn auch beim Styling legt die Curly Girl Methode noch viel Wert auf pflegende Inhaltsstoffe. Beschwerende oder austrocknende Nasties sind nach wie vor nicht erlaubt.

Welches Produkt ihr nun verwendet, liegt ganz bei euch. Je nach Haartyp, Länge und Lockengröße könnt ihr zu einem Leave-In-Conditioner, Curl Enhancer, einer Lockencreme, Öl, Mousse, Schaum oder einem Lockengel greifen.

Entscheidend ist allerdings: Eure Haare sollten klatschnass sein.

Während eure Haare noch richtig nass sind, werft ihr sie vorne über und knetet kopfüber das Produkt eurer Wahl in eure Längen. Dabei unterstützt ihr die natürliche Sprungkraft eurer Locken und arbeitet schöne, definierte Curls heraus. Gleichzeitig schließt ihr beim Kneten die Feuchtigkeit im Haar ein.

Bei der Curly Girl Methode wird vor allem Lockengel zum Kneten empfohlen. Wenn ihr eher leichte Locken bis Wellen oder sehr feines Haar habt, könnt ihr auch ein leichteres Produkt verwenden.

Die richtige Pflege ist essentiell für traumhaft schöne Locken – wir haben di...
Die richtige Pflege ist essentiell für traumhaft schöne Locken – wir haben die Tipps und Tricks für curly hair!  © GettyImages / iprogressman

Schritt  5 - Haare ploppen & an der Luft trocknen lassen

Reinigung, Pflege und Styling sind erledigt. Zeit zu ploppen. Nein, nicht das Feierabendbierchen, nach getaner Curly Girl Arbeit, sondern deine Locken ploppen.

Dafür greift ihr euch ein Mikrofaserhandtuch, einen Haarturban oder eines altes Baumwoll-T-Shirt und knetet eure Locken nochmals gut durch. Das saugstarke Material nimmt das überschüssige Wasser auf, während die knetenden Bewegungen eure Locken in Form bringen. Ihr könnt eure Längen auch zuerst eng an euren Kopf drücken und in das Tuch gewickelt antrocknen lassen. So unterstützt ihr das natürliche Volumen. Gerade bei langen Haaren ergibt diese Methode Sinn, da diese ansonsten nur sehr langsam trocknen. Anschließend knetet ihr die leicht feuchten Locken nochmals, bis sie kein Wasser mehr abgeben.

Nun müsst ihr sie nur noch lufttrocknen lassen. Dafür könnt ihr vielleicht tatsächlich einen Feierabenddrink aufploppen.

Hitze solltet ihr zwar unbedingt vermeiden, allerdings ist dies realistischerweise nicht immer machbar. Wenn keine Zeit bleibt die Locken an der Luft zu trocknen, dann nutzt unbedingt einen Diffusoraufsatz auf eurem Föhn und stell die Temperatur so niedrig wie möglich ein.

Extra Tipp: Tatsächlich konnte ich für mich beobachten, dass unterschiedliche Trockenmethoden unterschiedliche Ergebnisse liefern. Meine Locken wirken definierter, wenn sie geploppt und Luft getrocknet sind. Wenn ich zunächst ploppe und dann mit Diffusor föhne wirken sie wilder, haben dafür aber mehr Volumen. Versucht eure Haare zu beobachten und findet so die Methode, die für euch am besten funktioniert. 

Was bringt die Curly Girl Methode?

Das Prinzip der Curly Girl Methode ist, alle austrocknenden, strapazierenden Produkte, Tools und Inhaltsstoffe aus eurer Haarroutine zu streichen und dafür maximal Feuchtigkeit zu spenden. Denn das Ziel lautet: Gesunde Locken heranzüchten.

Locken, die optimal mit Feuchtigkeit versorgt sind und Haare, die eine angelegte Schuppenschicht haben, glänzen natürlich, fühlen sich weich an, verknoten sich weniger und brechen nicht ab. Trockene Locken hingegen sehen frizzy und strohig aus, lassen sich nur schwer bändigen und werden besonders schnell brüchig. Haare, die mit Hilfe von Tensiden und Silikonen scheinbar gepflegt werden, wirken auf den ersten Blick zwar auch glänzend und geschmeidig, sind aber nicht gesund.

Zum Einstieg haben wir es bereits angesprochen: Die Curly Girl Methode verlangt nach etwas Durchhaltevermögen. Denn mit der Zeit werden eure Locken immer gesünder, entsprechend gepflegter aussehen und sich immer schöner kringeln.

Für wen eignet sich die Curly Girl Methode?

Entwickelt und empfohlen wurde die Curly Girl Methode zwar für starke natürliche Locken, aber sie kann von allen Lockenköpfen angewendet werden. Denn eine schonende, feuchtigkeitsspendende Pflege, frei von Schadstoffen, kann nie schaden. Außerdem könnt ihr selbst bei leichten Locken dadurch mehr Schwung herausarbeiten. Solltet ihr anstelle von krausen Locken nur welliges Haar haben, eignet sich für euch die Wavy Girl Methode wahrscheinlich besser, bei welcher mildes Shampoo ohne Sulfate und Silikone zum Einsatz kommt.

Wichtig ist, dass jeder Haartyp und jede Locke ihre eigene Curly Methode entwickelt. Wenn ihr ohne Shampoo und ohne Föhn nicht zurecht kommt, könnt ihr das Programm leicht abändern. Wenn der pflegende Conditioner eure Längen beschwert, dann wechselt zu einem leichteren. Wenn eure Locken besonders kurz geschnitten sind, müsst ihr sie nicht ploppen, dann können sie an der Luft trocknen. Für jeden Step werdet ihr mit der Zeit ein Gefühl entwickeln und ihn für euch anpassen.

Produkte, die ihr für die Curly Girl Methode braucht

Der Clou hinter der Methode: Ihr beschränkt eure Haar-Routine auf wenige Produkte, um eure Mähne zu entlasten. Die Produkte, die ihr nutzt, sollen besonders feuchtigkeitsspendend sein und dafür frei von allem, was austrocknen oder beschweren könnte. Alle weiter oben in den Steps genannten Produkte fassen wir hier nochmals übersichtlich zusammen:

1. Einen leichten reinigenden Conditioner: Ohne Tenside, (wasserunlösliche) Silikone oder (austrocknende) Alkohole

2. Einen reichhaltigen pflegenden Conditioner: Ebenfalls frei von Schadstoffen

3. Lockengel, oder ein Lockenstylingprodukt deiner Wahl: Auch hier gilt es auf Nasties zu verzichten. Außerdem solltet ihr das Stylingprodukt finden, das am besten zu eurer Haardicke, -länge und Lockenform passt.

4. Mikrofaserhandtuch, Haarturban oder Baumwollshirt zum Ploppen: Ein normales Frotteehandtuch würde die gerade angelegte Schuppenschicht eurer Haare wieder aufrauen, daher sind Mikrofasern und glatte Baumwolle besser geeignet.

Eventuell könnt ihr die Methode leicht abändern und noch ein mildes Shampoo und einen Föhn mit Diffusor ergänzen.

Schließlich braucht ihr nur noch etwas Geduld. Denn ihr werdet schon bald erkennen, wie gut eure Haare auf die Umstellung reagieren. Wir wünschen allen Lockenköpfen viel Stylingspaß.

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Wunderschöne Locken sind keine Selbstverständlichkeit – wir verraten euch auf welche Haarpflege-Produkte ihr setzen solltet!  © GettyImages / FG-Trade

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