- Bildquelle: diignat © diignat

Heilpflanzen und ihre Wirkung

Heilpflanzen und Heilkräuter können mit ihren vielfältigen Wirkungen bei Hautproblemen und Hauterkrankungen helfen: sie wirken beispielsweise entzündungshemmend, kühlend oder abschwellend, fördern Wundheilung, lindern Juckreiz oder beruhigen die Haut. In der Hautpflege eignen sich Heilpflanzen für verschiedene Hauttypen – von fettiger Haut über strapazierter und gestresster Haut bis hin zur trockenen Haut. Wenn das nicht genug Gründe sind, um sich mit den Heilpflanzen und Heilkräutern für die Haut einmal näher zu befassen! Wir zeigen euch unsere Top 10 der besten Heilkräuter für die Haut von A wie Aloe vera bis hin zu Z wie Zaubernuss.

Cremes und Hautpflegeprodukte aus Heilpflanzen
Natürlich und pflegend! Viele Cremes und Hautpflege-Produkte schmeicheln unserer Haut mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen von Heilpflanzen. © StockRocket

1. Aloe vera

Vielleicht kennt ihr die anspruchslose und widerstandsfähige Wüstenpflanze mit den dicken, mit Wassergewebe gefüllten Blättern oder habt sie sogar als Zimmerpflanze in eurer Wohnung stehen. Aloe vera verfügt über ein wertvolles Gel in den Blättern, das positive Wirkungen auf unsere Haut hat und vielseitig einsetzbar ist.

  • Die kühlende Wirkung hilft bei Sonnenbrand und Insektenstichen.
  • Die entzündungshemmende Heilpflanze mit antiseptischer Wirkung kann bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Ekzemen helfen.
  • Hilft auch bei Hautunreinheiten wie Pickeln und Mitessern.
  • Aloe vera macht die Haut geschmeidig, fördert die Durchblutung und stärkt das Bindegewebe.
  • Die Wirkstoffe von Aloe vera pflegen die Haut, haben eine Anti-Aging-Wirkung und können die Faltenbildung verzögern.
  • Die Heilpflanze hilft bei der Hautregeneration und sorgt dafür, dass unsere Haut die Feuchtigkeit länger hält, damit ist Aloe vera besonders gut zur Pflege trockener Haut geeignet.

2. Arnika

Die Heilpflanze mit der leuchtend gelben Blüte ist euch vielleicht eher in Form kleiner, weißer Kügelchen bekannt. Denn Arnika-Globuli sind ideal zur Behandlung kleiner Alltagsverletzungen wie Prellungen, Quetschungen oder Blutergüssen. Doch auch unsere Haut erfreut sich an den ätherischen Ölen der Arnika-Blume.

  • Cremes mit Arnika harmonisieren und glätten gestresste Haut.
  • Ein Gesichtsdampfbad mit Arnikablüten wirkt gegen Pickelchen, desinfiziert und reinigt die Poren.
  • Die Heilpflanze wirkt entzündungshemmend bei Insektenstichen.
  • Arnika schützt die Haut vor Umwelteinflüssen.

3. Ginkgo

Das Extrakt der Ginkgopflanze ist vor allem wegen seiner konzentrationssteigernden Wirkung und als Medikament bei Durchblutungsstörungen bekannt. Doch auch in der Hautpflege hat es vielfache Wirkungen und ist in zahlreichen Kosmetika enthalten.

  • Es strafft die Haut, wirkt glättend und beugt Faltenbildung vor.
  • Ginkgo kann die Hautelastizität verbessern und sorgt für einen natürlichen Glanz der Haut.
  • Es fördert die Zellerneuerung und die Durchblutung der Haut und verleiht ein frisches, strahlendes Aussehen.
  • Mit seiner entzündungshemmenden Wirkung kann Ginkgo allergische Reaktionen der Haut lindern.
  • Ginkgo kann der Bildung von Ödemen entgegen wirken.
Ginko Blatt
Sie fördert die Konzentration und gilt als natürliches Medikament bei Durchblutungsstörungen – mehr über die heilenden Kräfte der Ginko-Pflanze lest ihr hier. © kool99

4. Johanniskraut

Pünktlich zum Johannistag (Ende Juni) erstrahlen die sonnengelben Blüten des Johanniskrauts. Später werden die Blüten gepflückt und in Öl eingelegt. Das Öl zieht die Wirkstoffe aus den Blüten, färbt sich rot und wird auch als Rotöl oder Johanniskrautöl bezeichnet. Schon seit Jahrhunderten wird es zur Wundheilung benutzt.

  • Es beruhigt die Haut und wird häufig zur Behandlung von Neurodermitis und Schuppenflechte eingesetzt.
  • Johanniskrautöl hat eine entzündungshemmende Wirkung und hilft bei der Behandlung von Akne.
  • Rotöl pflegt spröde und rissige Haut.
  • Johanniskrautöl hält die Haut elastisch und wird als Hausmittel gegen Narben eingesetzt.
  • Bei leichten Verbrennungen kann Rotöl schmerzlindernd und heilungsfördernd wirken.
  • Kleine Verletzungen können mit Johanniskrautöl schneller abheilen und sind weniger anfällig für Infektionen.
Johanniskraut
Die sonnengelben Blüten von Johanniskraut werden gerne für die Herstellung von Rotöl verwendet – dieses hilft vor allem bei spröder und rissiger Haut. © Valeriy_G

5. Nachtkerze

Die große Pflanze mit den gelben bis purpurfarbenen Blüten hat ihren Namen der Tatsache zu verdanken, dass sie erst kurz nach Sonnenuntergang ihre Blüten öffnet. Die Samen der Pflanze enthalten ein wertvolles Öl mit Gamma-Linolensäure, das bei Hautbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen sehr positiv wirken kann.

  • Betroffene von Neurodermitis weisen häufig einen Mangel an Gamma-Linolensäure auf. Mit einer Creme, die Nachtkerzenöl enthält, werden sie mit der wichtigen Fettsäure versorgt.
  • Nachtkerzenöl lindert Juckreiz.
  • Es stärkt den hauteigenen Schutzmantel und ist ideal, um trockene Haut zu pflegen.

6. Ringelblume

Die hübsche Ringelblume setzt nicht nur in unserem Garten Farbkleckse, sondern auch in Kräuter- und Blütenteemischungen. Die hautheilende Wirkung der Heilpflanze ist weit verbreitet und Ringelblumenextrakte sind in zahlreichen Cremes und Lotionen enthalten. Sie ist auch unter dem Namen Calendula bekannt und einige ihrer Heilkräfte sind medizinisch anerkannt.

  • Ringelblumencreme oder -salbe wirkt entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.
  • Ringelblume fördert die Regeneration und die Zellerneuerung.
  • Ringelblumenöl unterstützt die Wundheilung.
  • Calendula wirkt antibakteriell und fungizid (Pilz abtötend).
  • Ringelblume kann die Behandlung von Hautverletzungen und Hautentzündungen, Brandwunden, Geschwüren, Ekzemen unterstützen.
Ringelblume
Entzündungshemmend und schmerzlindernd – die Ringelblume setzt nicht nur in heimischen Gärten einen schönen Farbklecks, sondern unterstützt auch die Haut bei der Wundheilung. © Elena Gonzalez Hontoria

7. Rosmarin

Das beliebte Gewürz aus der Mittelmeerküche ist eine viel verwendete Kochzutat und verleiht unserem Essen einen angenehmen Geschmack. Doch auch als Heilpflanze hat Rosmarin eine vielfältige Wirkung und ist besonders wegen seiner hautstraffenden Wirkung für uns interessant.

  • Rosmarin wirkt antiseptisch und wundheilend.
  • Rosmarin enthält entgiftende, durchblutungsfördernde und straffende Wirkstoffe und kann in Form von Kompressen zur Vorbeugung von Falten verwendet werden.
Rosmarin
Rosmarin duftet traumhaft und hat eine entgiftende und antiseptische Wirkung – warum Rosmarin nicht nur in eurer Küche fehlen sollte, lest ihr im Beauty-Artikel. © CasarsaGuru

8. Sanddorn

Der stachelige Sanddorn mit seinen leuchtenden orangenen Beeren ist ein wahrer Vitamin-C-Booster für unsere Haut.

  • Das reichhaltige Öl der Beeren stärkt und schützt die Barrierefunktion unserer Haut.
  • Der hohe Gehalt an wichtigen Fettsäuren und Vitamin E wirkt beruhigend bei Hautirritationen.
  • Die Carotinoide wirken als Radikalfänger und schützen unsere Haut vor starker UV-Strahlung und können der Faltenbildung vorbeugen.
  • Sanddorn kann bei Neurodermitis helfen und die Wundheilung beschleunigen.
Sanddorn
Die Beeren der stacheligen Sanddorn-Pflanze gelten im Volksmund als wahrer Beauty- und Vitamin-C-Booster! © Everste

9. Stiefmütterchen

Die hübschen Veilchen bringen uns Farbe in den Vorgarten und auf den Teller, denn in der Sterneküche werden die essbaren Blüten kandiert oder als Beilage verwendet. Das wilde Stiefmütterchen wird auch als die Königin der Haut bezeichnet und besitzt eine heilende Wirkung für unsere Haut.

  • Stiefmütterchen können die Heilung von Neurodermitis, schuppenden Hauterkrankungen, Ekzemen, leichter Akne unterstützen.
  • Stiefmütterchen werden häufig als Salbe oder Umschlag zur Behandlung von Schwangerschaftsstreifen verwendet.
Stiefmütterchen
Die Königin für eine pflegende Haut – das Stiefmütterchen! Wir verraten euch, warum diese Heilpflanze vor allem gegen Schwangerschaftsstreifen hilft. © Olga Trofimova

10. Zaubernuss (Hamamelis)

Hamamelis wird auch Zaubernuss genannt und hat in der Hautpflege den Ruf eines Allround-Talents. Die Heilpflanze ist in vielen Gesichtspflegeprodukten enthalten, in Naturkosmetik genauso wie in konventioneller Kosmetik. Dank zahlreicher positiver Wirkungen ist sie Bestandteil von Cremes, Salben und Lotionen, oder wird als Gesichtswasser verwendet.

  • Die enthaltenen Gerbstoffe verleihen der Zaubernuss entzündungshemmende, antimikrobielle und eine adstringierende Wirkung.
  • Hamamelis wird zur Wundbehandlung und kann bei Ekzemen, Neurodermitis und Schuppenflechte verwendet werden.
  • Zaubernuss mindert die Talgproduktion der Haut und verfeinert die Poren.
  • Hamamelis wirkt beruhigend auf empfindliche Haut.
  • Leichte Verletzungen können durch die blutstillende Wirkung von Hamamelis schneller verheilen.

Unser Fazit zu den Heilpflanzen

Wenn ihr mit offenen Augen durch die Natur geht, werdet ihr viel Pflanzen mit heilenden Kräften entdecken, und viele, die wahre Beauty-Booster für eure Haut sind. Denn Heilpflanzen enthalten viele wichtige Wirkstoffe, die einen positiven Einfluss auf die Haut haben können – von entzündungshemmend über kühlend bis hin zu hautstraffend oder heilungsfördernd. Viele Cremes und Lotionen enthalten Heilkräuter, schaut euch mal die Inhaltsstoffe eurer Lieblingscreme an. Vielleicht habt ihr sogar schon eine Ringelblumen-Handcreme, Hamamelis-Gesichtsemulsion oder ein Aloe-vera-Gel in eurem Kosmetikschrank. Nein? Dann wird es Zeit, die natürlichen Beauty-Booster zu testen!

Heilpflanzen und -Kräuter im Garten
Wohltuende Pflege für die Haut, ein Vitamin-Booster für euer Immunsystem und heilende Wirkung für den ganzen Körper – hier lest ihr alles über „natürliche Kräfte" aus der Natur! © AleksandarNakic

Die neuesten Artikel zum Thema Gesicht & Körper