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Zombieviren in Permafrost entdeckt

Staffel 202030.11.2022 • 12:11

Der Klimawandel ist einerseits eine Gefahr für das Leben auf der Erde, andererseits offenbart er nun einige ihrer größten Geheimnisse: Ein internationales Forscherteam hat nun sogenannte Zombieviren in sibirischem Eis gefunden.

Der Klimawandel ist einerseits eine Gefahr für das Leben auf der Erde, andererseits offenbart er nun einige ihrer größten Geheimnisse: Ein internationales Forscherteam hat nun sogenannte Zombieviren in sibirischem Eis gefunden.

Der Hintergrund? Die Nordhalbkugel ist zu einem Viertel mit Permafrost bedeckt – also mit Boden, der dauerhaft gefroren ist. Die durch die Erderwärmung steigenden Temperaturen rücken diesem Permafrost nun zu Leibe, wodurch nicht nur Tierkadaver und Pflanzenreste, sondern auch uralte Viren freigelegt werden.

Wie die Forscher:innen bei "BioRxiv" schildern, haben sie bei der Untersuchung verschiedener Proben aus sibirischem Permafrost-Eis 13 Viren charakterisiert und wieder aktiviert – darunter ein Virus, das auf das Jahr 27.000 vor Christus datiert wird. An besagter Probe seien auch Spuren von Mammutwolle gefunden worden.

Durch das Schmelzen der Eisschichten wird organisches Material freigesetzt, das bis zu einer Million Jahre lang gefroren war. Die Freisetzung lebender Bakterien, die im tiefsten Permafrost eingeschlossen und sogar bis zu zwei Millionen Jahre von der Erdoberfläche isoliert waren, könnte laut Forschenden ein unmittelbares Problem für die öffentliche Gesundheit darstellen.