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Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn haben die Verhandlungen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auch in der zwölften Runde keinen Abschluss gebracht. Beide Seiten vertagten die Gespräche am Freitagmorgen in Berlin auf Mittwoch nächster Woche, wie Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte. Es seien Fortschritte erzielt worden, die Bahn habe sich bei den Themen Entgelt und Vertragslaufzeiten bewegt. Aber: "Wir haben um halb fünf festgestellt, dass wir Zeit zum Luftholen benötigen und doch noch viele, auch schwierige Fragen anstehen."

Die EVG hat Warnstreiks bei der Bahn für die nächsten Tage ausgeschlossen. Beide Seiten wollten am Mittwoch nächster Woche eine Lösung in dem Tarifkonflikt erreichen, sagte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba in Berlin.

"Wenn wir dort nicht erfolgreich sind, gibt es immer noch die Möglichkeit, Warnstreiks zu machen." Sie sei aber zuversichtlich, dass es am Mittwoch zu einer Einigung komme.

EVG sieht sich kurz vor dem Ziel

"Wir sind eigentlich kurz vor dem Ziel", sagte Rusch-Ziemba nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde mit der Bahn. Man habe sich vertagt, weil die Arbeitgeber noch einmal die Möglichkeit brauche, sich im Vorstand abzustimmen. "Die Bahn hat sich bewegt", sagte die Gewerkschafterin.

Sie verlangte aber ein etwas höheres Angebote beim Entgelt und eine kürzere Laufzeit des Tarifvertrags. Laut EVG hat die Bahn Erhöhungen von 3,4 Prozent und von 1,5 Prozent verteilt auf 28 Monate angeboten, verbunden mit einem Mindestbetrag von monatlich 65 Euro in einem ersten Schritt sowie 35 Euro in einem zweiten Schritt.