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Das Wichtigste in Kürze:

  • Amazon steckt in einer Krise und will sparen.
  • Der weltgrößte Online-Händler hat einen Einstellungsstopp beschlossen.

Amazon hat einen Einstellungsstopp verkündet und verzichtet vorerst auf die Schaffung neuer Jobs. Managerin Beth Galetti schrieb im Firmenblog, dass der weltgrößte Online-Versandhändler aufgrund von Risiken durch Inflation und Rezession die Zahl der Mitarbeiter erst einmal nicht erhöhen will. Aktuell arbeiten weltweit rund 1,54 Millionen Menschen für den Online-Giganten.

Amazon habe wegen der ungewissen wirtschaftlichen Lage und der vielen in den vergangenen Jahren angeheuerten Beschäftigten für die kommenden Monate eine Einstellungspause beschlossen, schrieb sie weiter. Zuletzt hatte Amazon bereits mit schwachen Geschäftszahlen enttäuscht, die Aktie verlor an Wert. Die neueste Entscheidung dürfte den Kurs der Wertpapiere weiter abrutschen lassen. Zudem gaben die Verantwortlichen einen trüben Ausblick auf das Schlussquartal. Sie rechneten überraschend mit einem schwachen Geschäft zu Weihnachten.

Amazon will keine neuen Jobs schaffen - es gibt aber Ausnahmen

"Wir sehen uns mit einem ungewöhnlichen makroökonomischen Umfeld konfrontiert und wollen bei unseren Einstellungen und Investitionen ein ausgewogenes Verhältnis zu dieser Wirtschaft finden", erklärte Galetti nun. Die Managerin machte jedoch klar, dass einzelne Stellen - etwa bei Personalabgängen - durchaus nachbesetzt werden könnten.

Was der Einstellungsstopp konkret für den Standort Deutschland bedeutet, ist nicht klar. Eine Anfrage von "Der Spiegel" am Donnerstagabend (3. November) ließ Amazon, das Anfang 2023 erste Satelliten für Weltrauminternet ins All bringen will, zunächst unbeantwortet.

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