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Nach Tod von 66 Kindern: WHO warnt vor Hustensaft

07.10.2022 • 07:30

Die WHO schlägt wegen verunreinigter Husten- und Erkältungssäfte Alarm. Vier Medikamente eines indischen Herstellers stehen im Verdacht, akutes Nierenversagen auszulösen. In Gambia sind deswegen bereits 66 Kinder ums Leben gekommen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt wegen verunreinigter Husten- und Erkältungssäfte Alarm. 

Vier verunreinigte Medikamente eines indischen Herstellers stehen im Verdacht, akutes Nierenversagen auszulösen.

Im westafrikanischen Gambia sind deswegen bereits 66 Kinder ums Leben gekommen.

In Laboranalysen der Husten- und Erkältungssäfte wurden hohe Mengen toxischer Substanzen nachgewiesen.

Die von Nierenversagen betroffenen Kinder waren Untersuchungen zufolge unter fünf Jahre alt.

Konkret handelt es sich um die Arzneimittel Promethazine Oral Solution, die Hustensäfte Kofexmalin und Makoff sowie das Erkältungsmittel Magrip N.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus rief alle Länder dazu auf, "diese Produkte aufzuspüren und aus dem Verkehr zu ziehen, um weiteren Schaden von Patienten abzuwenden".

Es sei nicht auszuschließen, dass die betroffenen Medikamente auch in weiteren Ländern verwendet wurden, warnt die WHO.

Das indische Gesundheitsministerium und die Herstellerfirma Maiden Pharmaceuticals Limited kündigten Untersuchungen an.

Indien produziert so viele Medikamente wie kaum ein anderes Land und exportiert medizinische Produkte kostengünstig auch in ärmere Länder.

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