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Der FC St. Pauli hat seinen Negativlauf in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in Serie feierte der Kiezclub am Samstag dank einer Leistungssteigerung im Heimspiel gegen Jahn Regensburg einen verdienten 4:3 (1:2)-Erfolg.

Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion brachte Hamadi Al Ghaddioui (27./40. Minute) die Gäste zweimal in Führung. Dimitrios Diamantakos (35.), Johannes Flum (52.), Marvin Knoll (72.) und Ryo Miyaichi (84.) drehten aber die umkämpfte Partie für St. Pauli, das weiter eine theoretische Aufstiegschance hat. Regensburg musste sich trotz des späten Treffers von Sargis Adamyan (90.+4) nach vier Spielen ohne Niederlage wieder mal geschlagen geben.

St. Paulis neuer Trainer Jos Luhukay, der im dritten Match unter seiner Regie den ersten Dreier holte, hatte nach den jüngsten Enttäuschungen diesmal in der Startelf auf Alexander Meier und Sami Allagui verzichtet. Doch auch ohne die Stürmer-Oldies gelang zunächst nicht viel, anfangs trumpfte das als drittbestes Auswärtsteam angereiste Gäste-Team auf. Aber angetrieben vom starken Torschützen Knoll, der zudem den Pfosten traf (62.), drehten die entschlossenen Kiezkicker die Begegnung und durften sich am Ende feiern lassen. 

Kieler Abwehr völlig von der Rolle

Holstein Kiel dürfte sich vom Kampf um den Aufstieg wohl endgültig verabschiedet haben. Das Team von Trainer Tim Walter unterlag 2:3 (2:2) beim SV Sandhausen und hat nach der zweiten Niederlage in Folge drei Spieltage vor Schluss weiter fünf Punkte Rückstand auf den Tabellendritten SC Paderborn. Die Ostwestfalen können die Distanz am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellen-Fünften 1. FC Heidenheim weiter vergrößern.

Masaya Okugawa (6. Minute, 44.) erzielte vor 5.289 Zuschauern im BWT-Stadion am Hardtwald beide Tore für die Norddeutschen. Philipp Förster (17.), Andrew Wooten (22.) und Alexander Schirow (48.) trafen für die abstiegsgefährdeten Hausherren, die seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen sind und dabei 17 Punkte holten.

In einer wechselvollen Partie waren die Kieler die spielerisch eindeutig bessere Vertretung. Haarsträubende Abwehrfehler brachten die "Störche" allerdings um den verdienten Lohn. Zweimal leisteten sich die Innenverteidiger große Abspielfehler, beim 2:3 patzte die gesamte Deckung nach einer Ecke. Danach verteidigen die Kurpfälzer die Führung mit Glück und Geschick.

Seguins Patzer bringt Magdeburg auf Kurs

Der 1. FC Magdeburg fuhr im Kampf gegen den Abstieg drei wichtige Punkte ein. Die Magdeburger schlugen vor 18.243 Zuschauern in der heimischen MDCC-Arena die SpVgg Greuther Fürth 2:1 (2:1). Die Tore für die Gastgeber erzielten Christian Beck (16. Minute) und Felix Lohkemper (45.). Für die Gäste aus Franken war Daniel Steininger in der 11. Minute erfolgreich.

Beide Mannschaften gingen von der ersten Minute an offensiv zur Sache. Nach der überraschenden Führung der Fürther brauchte Magdeburg nicht lange, um sich zu sammeln. Nach dem Anschluss durch Beck hätte Lohkemper in der 22. Minute erhöhen können, scheiterte nach einem Rempler an Fürths Torwart Sascha Burchart.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Lohkemper nach einem haarsträubenden Fehler von Paul Seguin in der Fürther Abwehr, der den Ball unbedrängt in den Strafraum zurücklegte: Marius Bülter erhielt den Ball und spielte ihn zu Lohkemper. In der 2. Hälfte spielten die Fürther nervös und leisteten sich zu viele Fehler, um den Magdeburgern noch gefährlich werden zu können.