- Bildquelle: dpa © dpa

Mit einiger Mühe hat sich Angelique Kerber bei den Australian Open ins Achtelfinale gekämpft. Auch dank zahlreicher vermeidbarer Fehler ihrer Gegnerin setzte sich die dreimalige Grand-Slam-Siegerin am Samstag in Melbourne 6:2, 6:7 (4:7), 6:3 gegen die italienische Tennisspielerin Camila Giorgi durch.

"Ich habe gut begonnen, sie kam stark zurück. Es ist großartig, wieder in der zweiten Woche zu sein", sagte die 32-Jährige, nachdem sie den ersten Matchball verwandelt und das Auf und Ab ein für sie glückliches Ende genommen hatte. "Im dritten Satz waren es nur ein, zwei Punkte, die den Satz entschieden haben."

Auf den holprigen Saison-Auftakt mit wenigen Erfolgserlebnissen und einer Oberschenkelblessur folgten damit drei Siege beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison. Um auch die zweite Woche erfolgreich zu beginnen, wird sich die Melbourne-Siegerin von 2016 aber steigern müssen. Denn selbst gegen die Nummer 102 der Welt wackelte Kerber.

"Es ist nie einfach für mich, gegen sie zu spielen"

Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale trifft die deutsche Nummer eins am Montag auf die Russin Anastasia Pawljutschenkowa, die überraschend die tschechische Mitfavoritin Karolina Pliskova bezwang. "Es ist eine große Herausforderung. Es ist nie einfach für mich, gegen sie zu spielen", sagte Kerber. "Ich hatte keine großen Erwartungen, die ich immer noch nicht habe. Ich habe alles zur Seite gelegt, auch den Druck und alles, was auf meinen Schultern gelastet hat."

Die Linkshänderin ist die einzige verbliebene von anfangs fünf deutschen Damen im Feld. Vor zwölf Monaten war für die Kielerin im Achtelfinale gegen die Amerikanerin Danielle Collins Schluss gewesen.

"Ich kann nicht mehr. Es geht nichts mehr", fluchte Kerber zwischenzeitlich gegen Giorgi. In den vergangenen Tagen hatte sie sich mit Oberschenkelproblemen gequält. Kerber kämpfte sich aber aus ihrem Tief, führte im dritten Satz mit 4:1 und ließ die Italienerin doch noch einmal herankommen. Der 62. vermeidbare Fehler von Giorgi brachte den vorentscheidenden Spielgewinn zum 5:3.

In der Margaret-Court-Arena konnte sich Kerber auf die hohe Fehlerquote ihrer Gegnerin verlassen, die schon mal zu den besten 30 der Welt gezählt hatte. Elf Doppelfehler und 65 vermeidbare Fehler listete die Statistik für Giorgi auf, bei Kerber standen 16 zu Buche.