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Der FSV Mainz 05 hat sich nach "Bild"-Informationen von Trainer Achim Beierlorzer getrennt. Wie die Zeitung am Montag berichtete, soll zunächst Co-Trainer Jan-Moritz Lichte im Fußball-Bundesligaspiel am Freitag beim 1. FC Union Berlin auf der Bank sitzen. Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder hatte dem 52 Jahre alten Coach nach dem Spielerstreik und der zweiten Saisonniederlage am Samstag gegen Aufsteiger VfB Stuttgart (1:4) schon die Rückendeckung in der tiefgreifenden Krise versagt.

Coach sieht keinerlei Schuld

Dass Beierlorzer bei der Partie in Berlin noch coachen werde, bestätigte er schon nicht mehr. Der Coach hatte dagegen versichert, schuldlos an dem Wirbel zu sein und "ein ganz konstruktives Verhältnis" mit der Mannschaft zu haben.

Allerdings hatte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann bereits Zweifel durchblicken lassen, dass Beierlorzers Verhältnis zu den Profis nicht so intakt sei und er den Spielerstreik am vergangenen Mittwoch aus Solidarität gegen die Degradierung von Stürmer Adam Szalai mit verursacht habe.

Die Entscheidung, Szalai aus dem Mannschaftstraining der Profis zu nehmen und ihn nur bei der U23 trainieren zu lassen, sei von der sportlichen Leitung getroffen und mit mangelnder sportlicher Perspektive begründet worden, hatte Hofmann vor dem Stuttgart-Spiel betont und hinzugefügt: "Zugegebenermaßen war unsere erste Kommunikation gegenüber Adam Szalai missverständlich."

Vertrag bis Juni 2022

Beierlorzer hatte am 18. November 2019, nur wenige Tage nach der Trennung vom 1. FC Köln, den Cheftrainerjob in Mainz übernommen und einen Vertrag bis Juni 2022 unterschrieben. Er trat die Nachfolge von Sandro Schwarz an. "Sicherlich ist dies eine kuriose Situation im Fußball", sagte er damals. "In diesem Geschäft kann es manchmal schnell gehen, besonders wenn es einfach passt."

Manager Schröder lobte ihn bei der Vorstellung mit den Worten: "Bei sachlicher und inhaltlicher Betrachtung ist Achim Beierlorzer ein typischer Trainer für Mainz 05." Als Beierlorzer die vom Abstieg bedrohten Mainzer übernahm, standen sie nach elf Spieltagen auf dem 16. Platz. Unter Beierlorzers Führung gelang der Klassenverbleib am 33. Spieltag mit einem 3:1 gegen Werder Bremen.