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Das Wichtigste in Kürze:

  • FIFA-Boss Infantino ruft zu Feuerpause während der WM auf. 
  • Appell an Teilnehmer:innen des G20-Gipfels auf Bali.
  • Aufruf erinnert an "Olympischen Frieden".

Auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar wird vom russischen Krieg gegen die Ukraine überschattet. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat jetzt vorgeschlagen, während der WM die Waffen zwischen Russland und der Ukraine ruhen zu lassen. Bei einem Auftritt auf dem G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am Dienstag (15. November) auf Bali machte sich Infantino (52) für eine Feuerpause zwischen dem 20. November (Auftakt) und 18. Dezember (Finale) stark.

FIFA-Boss wünscht sich Feuerpause zur WM

"Wir sind nicht naiv und denken, dass der Fußball die Probleme der Welt lösen kann", sagte Infantino. Die WM könne aber "Anlass für eine positive Geste oder ein Zeichen" sein. An die Teilnehmer:innen des Gipfels - neben zahlreichen Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auch der russische Außenminister Sergej Lawrow - appellierte er: "Sie sind die Führer der Welt. Sie haben die Möglichkeit, den Lauf der Geschichte zu beeinflussen."

Der Fifa-Chef fügte hinzu: "Meine Bitte an sie alle ist, über eine zeitweilige einmonatige Feuerpause während der Dauer der WM nachzudenken. Oder zumindest an die Einführung von humanitären Korridoren oder irgendetwas anderem, das zur Wiederaufnahme von Dialog führt."

Infantino nahm auf Einladung des Gastgeberlands Indonesien an einem Mittagessen der G20-Länder teil. Der FIFA-Chef erinnerte auch daran, dass Russland die WM 2018 ausrichtete und die Ukraine sich um das Turnier 2030 bewirbt. "Fußball vereint die Welt", sagte er. Insgesamt werde die WM von fünf Milliarden TV-Zuschauern:innen verfolgt. 

Infantino appelliert an G20-Gipfel

Der FIFA-Boss nimmt mit seinem Appell Bezug auf den "Olympischen Frieden". Diese aus der Antike stammende Tradition besagte, dass während der Olympischen Spiele kein Krieg geführt werden darf. Gegen dieses Prinzip wurde aber immer wieder verstoßen. Den Angriff auf die Ukraine am 24. Februar befahl Kremlherrscher Wladimir Putin nur wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Peking. Die "New York Times" hatte im März berichtet, dass die chinesische Regierung Russland gebeten habe, mit einer möglichen Invasion bis zum Ende der Winterspiele zu warten. China wies den Bericht zurück. Putin hatte die Eröffnungsfeier der Spiele in Peking besucht und war auch mit Chinas Staatschef Xi Jinping zusammengetroffen.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

"Stern"-Bericht