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Der FC Bayern München hat ein wenig Wiedergutmachung für die 0:5-Pokalpleite in Mönchengladbach betrieben und die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga erfolgreich verteidigt. Die Münchner kamen am Samstag zu einem 5:2 (3:1) beim 1. FC Union Berlin. Verfolger Borussia Dortmund bleibt aber im Windschatten, die Schwarz-Gelben liegen nach dem 2:0 (1:0) gegen den 1. FC Köln weiter einen Zähler hinter dem deutschen Meister. Auch der SC Freiburg bleibt als Dritter in Schlagdistanz, die Schwarzwälder blieben beim 3:1 (2:0) gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth auch im zehnten Saisonspiel ungeschlagen.

Guter Start für Kohfeld

Florian Kohfeldt feierte ein erfolgreiches Debüt auf der Trainerbank des VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen kamen bei Bayer Leverkusen zu einem 2:0 (0:0). Kohfeldt, der in der vergangenen Saison den Niedergang von Werder Bremen in die 2. Bundesliga nicht aufhalten konnte, trat in dieser Woche beim Champions-League-Teilnehmer die Nachfolge von Mark van Bommel an.

Weiter eine gute Rolle spielt der FSV Mainz 05, der auch das zweite Duell mit Arminia Bielefeld innerhalb von vier Tagen gewann. Nach dem Pokal-Erfolg siegten die Rheinhessen auch in Bielefeld 2:1 (1:1).

Die Münchner mussten zwar weiter auf ihren positiv auf Corona getesteten Trainer Julian Nagelsmann verzichten, dafür war die alte Dominanz wieder da. Mit vier Veränderungen im Vergleich zum Pokal-K.o. ließen die Bayern den Eisernen keine Chance. Weltfußballer Robert Lewandowski sorgte mit zwei frühen Toren per Foulelfmeter (15.) und per Freistoß (23.) für klare Verhältnisse. Es waren bereits die Treffer Nummer elf und zwölf für den Torjäger in dieser Saison.

Leroy Sané (35.), Kingsley Coman (60.) und Thomas Müller (79.) machten den Erfolg perfekt für die Münchner, die zugleich mit 38 Treffern einen Torrekord in der Liga-Historie nach zehn Spieltagen aufstellten. Für die Berliner waren die Treffer von Niko Gießelmann (43.) und Julian Ryerson (64.) zu wenig.

Hazard trifft

In Abwesenheit des verletzten Starstürmers Erling Haaland übernimmt beim BVB derzeit Thorgan Hazard das Toreschießen. Nach seinen zwei Toren im Pokal gegen den FC Ingolstadt traf der Belgier auch gegen den FC zur Führung (40.). Außerdem war Steffen Tigges erfolgreich (64.).

Für Fürth kommt es in der Bundesliga weiter knüppeldick. Der noch sieglose Tabellenletzte musste in Freiburg fünf Corona-Ausfälle verkraften und brachte sich durch ein kurioses Eigentor von Startelf-Debütant Simon Asta selbst auf die Verliererstraße (20.). Unbedrängt köpfte der 20-Jährige ins eigene Tor. Nicolas Höfler (39.) sorgte bereits vor der Pause für eine beruhigende Führung. Außerdem traf Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (79.). Das zwischenzeitliche Anschlusstor von Jamie Leweling (74.) reichte den Franken nicht mehr.

Doppelschlag durch Nmecha und Arnold

Achtmal hatte Wolfsburg unter van Bommel nicht mehr gewonnen, mit Kohfeldt kam die Wende. Lukas Nmecha (48.) und Maximilian Arnold (51.) sorgten nach der Pause für einen Doppelschlag und verschärften zugleich die Leverkusener Krise. Bayer, unter der Woche im Pokal am Zweitligisten Karlsruher SC gescheitert, wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg. Lucas Alario verschoss in der Nachspielzeit auch noch einen Foulelfmeter (95.+6), zuvor hatte der Wolfsburger Maxence Lacroix wegen einer Notbremse Rot gesehen.

In einem packenden Pokal-Fight hatte Mainz die Arminia am Dienstag nach 120 Minuten mit 3:2 niedergerungen. Beim Wiedersehen in Bielefeld knüpften die Rheinhessen dort an und kamen durch Jae-Sung Lee zur Führung (25.). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Jacob Laursen (42.) machte Jonathan Burkardt den Sieg perfekt (69.).