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Angelique Kerber ist bei den French Open in der dritten Runde ausgeschieden. Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin verlor am Freitag in Paris gegen Alexandra Sasnowitsch aus Belarus mit 4:6, 6:7 (5:7). Nach 1:29 Stunden verwandelte Sasnowitsch, gegen die Kerber in der vergangenen Woche in Straßburg noch in drei Sätzen gewonnen hatte, ihren zweiten Matchball.

Letzte Hoffnung Zverev

Damit bleiben die French Open das einzige Grand-Slam-Turnier, das Kerber in ihrer Karriere bislang nicht gewinnen konnte. Der Sandplatz-Klassiker im Stade Roland Garros geht nun bei den Damen ohne deutsche Beteiligung weiter. Bei den Herren hat Alexander Zverev am späten Freitagnachmittag gegen den Amerikaner Brandon Nakashima noch die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale.

Kerber erwischte im drittgrößten Stadion der Anlage eigentlich einen ganz guten Start. Die deutsche Nummer eins nahm ihrer Gegnerin gleich den Aufschlag ab. Allerdings musste Kerber danach sofort selbst ihr Service abgeben. Insgesamt wirkte die Kielerin nicht so frisch, kam häufig einen Schritt zu spät und leistete sich viele leichte Fehler.

Sasnowitsch holt sich Sieg

Die Turniertage in Straßburg, wo Kerber in der vergangenen Woche ihren ersten Titel in diesem Jahr gewonnen und ihre sportliche Durststrecke beendet hatte, hatten deutliche Spuren hinterlassen. Sasnowitsch, selbst nicht in Topverfassung, nutzte das und diktierte mit ihrer aggressiveren Spielweise das Geschehen. Nach 36 Minuten holte sich die Belarussin den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang versuchte Kerber sich in die Partie zu beißen. Zum 2:1 gelang ihr dank einiger spektakulärer Punkte das Break, die deutsche Nummer eins pushte sich selbst mit lauten Anfeuerungsrufen. Doch absetzen konnte sich die 34-Jährige nicht. Stattdessen gab sie selbst wieder ihr Service ab und konnte auch ein weiteres Break nicht ausbauen. Aber Kerber steckte nicht auf. Angetrieben von lauten "Angie, Angie"-Sprechchören der vielen deutschen Fans kämpfte sie nun endlich um jeden Punkt, die Entscheidung musste im Tiebreak fallen. Dort hatte Sasnowitsch das bessre Ende für sich und beendete für dieses Jahr Kerbers Traum vom Karriere-Grand-Slam.