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Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei den Midterms in den USA schnitten die Republikaner schlechter ab, als sie sich gewünscht hatten.
  • Nun wird Donald Trump für das Abschneiden verantwortlich gemacht.
  • Der Ex-Präsident sei zu einer "Belastung" geworden 

Bei den Zwischenwahlen in den USA, die am vergangenen Dienstag (8. November) stattfanden, haben die Republikaner wohl schlechter abgeschnitten, als sie sich ausgerechnet hatten. Zwar ist noch unklar, wie die zukünftigen Mehrheitsverhältnisse im Kongress aussehen werden, doch von dem gewünschten "Erdrutschsieg" kann kaum eine Rede sein.

Nun wird die Kritik am derzeit prominentesten Republikaner, Ex-Präsident Donald Trump, lauter - und zwar aus den eigenen Reihen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, verwiesen einige auf die Tatsache, dass die Partei zum dritten Mal in Folge bei den Midterms schwächer abschnitt als erwartet. Genauer gesagt: Bei sämtlichen Wahlen, seit Trump als Präsident vereidigt wurde.

Einstige Unterstützerin spricht von "sehr deutlicher Botschaft"

Kritik kommt unter anderem von Winsome Earle-Sears, republikanische Vizegouverneurin des Bundesstaats Virginia und einst lautstarke Unterstützerin Trumps. Von den Wähler:innen sei am Dienstag eine "sehr deutliche Botschaft" ausgesandt worden, so Earle-Sears. "Genug ist genug." Die Wähler:innen hätten gesprochen und gesagt, "dass sie einen anderen Anführer wollen". "Und ein echter Anführer versteht, wenn er zur Belastung geworden ist", und wenn es Zeit sei, von der Bühne zu treten. Sie könne eine weitere Kampagne des 76-Jährigen nicht mehr unterstützen.

Trump wird zur "Belastung" der Republikaner

Als "Belastung" bezeichnete auch der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, den ehemaligen US-Präsidenten und glaubt, dass dieser die Chancen bei den kommenden Präsidentschaftswahlen verschlechtern werde. "Wir wollen das Weiße Haus gewinnen und wir wissen, dass wir mit Trump viel wahrscheinlicher verlieren werden", so Ryan. Es wird erwartet, dass Trump kommende Woche seine erneute Kandidatur für das höchste Amt der USA bekannt geben wird.

Auch aus South Dakota muss sich Trump Kritik gefallen lassen. Der republikanische Senator John Thune betonte Donald Trumps Rolle bei der Begünstigung umstrittener und unerfahrener Kandidat:innen, die bei den Midterms schlecht abgeschnitten haben. Für Kandidat:innen mit "guter Qualität" gebe es keinen Ersatz, so Thune. "Du kannst keine Partei haben, die um die Persönlichkeit einer Person herumgebaut ist."

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa