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Einst war er treuer Weggefährte von Donald Trump, 2017 bis 2021 unter ihm Vize-Präsident der USA, nun ist Mike Pence offenbar bereit, gegen seinen ehemaligen Chef ins Rennen um das höchste Amt des Landes zu gehen.

In einem Interview mit dem US-Sender "ABC", welches nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Montag (14. November) ausgestrahlt wurde, äußerte sich Pence unter anderem zu einer möglichen Kandidatur von Donald Trump. Das amerikanische Volk müsse letztendlich darüber entscheiden, ob der noch einmal Präsident werden könne, so Pence. Er denke aber, dass es bessere Alternativen geben werde.

Pence: Bereit, gegen Trump anzutreten

Zum Beispiel ihn selbst: Pence denke gemeinsam mit seiner Familie darüber nach, als Kandidat für die Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus zu gehen. Wenn das bedeute, dass er damit gegen seinen ehemaligen Chef antreten müsse, sei er bereit dazu. "Dann wird es so sein", so Mike Pence.

Im Interview ging Pence außerdem darauf ein, wie es zum Bruch mit Donald Trump kam. Dessen Darstellung der Wahl von 2020, nämlich dass diese manipuliert und gestohlen worden sei, führte zum Streit mit Pence. Trump hatte behauptet, dass Pence die Wahlergebnisse von einzelnen Bundesstaaten einfach hätte ablehnen können. Das hielten der Vizepräsident selbst als auch Rechtsexperten allerdings für unrechtmäßig. Als dann am 6. Januar 2021 eine Menschenmenge das Kapitol stürmte, schrieb Trump auf Twitter, Pence habe "nicht den Mut gehabt, das zu tun, was getan werden sollte". Teile der Menge forderten sogar, Pence zu hängen. Die damaligen Äußerungen und sein Verhalten auf einer Kundgebung unmittelbar vor dem Aufstand seien gefährlich gewesen, so Pence in dem Interview. "Die Worte des Präsidenten waren rücksichtslos. Es war klar, dass er beschlossen hat, Teil des Problems zu sein."  Die Worte des Präsidenten haben Pence und seine Familie und "alle im Kapitol gefährdet".

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