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Der Virologe Christian Drosten rechnet mit einer "starken Inzidenzwelle" von Corona-Infektionen "noch vor Dezember". Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat jedoch andere Erwartungen. Er spricht lediglich von einer "mittelschweren" Herbstwelle, wie aus einem Interview des SPD-Politikers mit der "Rheinischen Post" hervorgeht.

 

Lauterbach zeigte sich zuversichtlich, dass die Regierung "auf alle Szenarien sehr gut vorbereitet" ist. "Wir werden die Corona-Welle in diesem Jahr im Griff behalten", sagte Lauterbach angesichts des neuen Infektionsschutzgesetzes. Das sieht demnach unter anderem das Tragen von FFP2-Masken "in Bussen und Bahnen, im Fernverkehr, in Kliniken und Pflegeeinrichtungen sowie den Arztpraxen" vor.

Lockdowns "nicht mehr vertretbar"

Lauterbach wies per Twitter auf Drostens Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hin und erwähnte dabei als Schutzmaßnahme auch "Obergrenzen im Innenraum", die die Länder bei Bedarf festlegen können. Dabei betonte der 59-Jährige jedoch auch: "Schließungen von Schulen oder des Gastgewerbes brauchen wir nicht mehr." Auch Lockdowns seien "nicht mehr vertretbar", es sei denn, es gebe wieder eine pandemische Lage. "Die Gefahr sehe ich aber nicht", so Lauterbachs Fazit.