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Das Wichtigste in Kürze:

  • Selenskyj glaubt nicht, dass Putin blufft: "Er will die ganze Welt erschrecken. Dies sind die ersten Schritte seiner nuklearen Erpressung."
  • Wladimir Putin hatte in einer Fernsehansprache indirekt mit dem Einsatz von Nuklearwaffen gedroht.
  • Auch die USA reagierte auf Putins Drohungen: Man werde mit den Verbündeten entschlossen reagieren, erklärte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt die Atomdrohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin ernst. "Vielleicht war es gestern ein Bluff. Jetzt könnte es Realität sein", sagte Selenskyj dem US-Sender CBS News in einem Interview.

Putin will "alle verfügbaren Mittel" nutzen

Er berief sich auf die Gefechte um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja, das aktuell von russischen Soldaten besetzt wird, und erklärte: "Er will die ganze Welt erschrecken. Dies sind die ersten Schritte seiner nuklearen Erpressung." Selenskyj glaube nicht, dass Putin blufft.

Wladimir Putin hatte in einer Fernsehansprache indirekt mit dem Einsatz von Nuklearwaffen gedroht. Russland werde, so der Kreml-Chef, alle "verfügbaren Mittel“ einsetzen, um sein Territorium zu schützen. "Das ist kein Bluff", schob er noch hinterher. "Diejenigen, die versuchen, uns mit Atomwaffen zu erpressen, sollten wissen, dass sich der Wind auch in ihre Richtung drehen kann", sagte Putin.

Die USA reagiert auf Putins Drohungen

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, sagte CBS News, man habe der russischen Regierung "direkt, privat, auf sehr hoher Ebene" mitgeteilt, dass jeder Einsatz von Atomwaffen katastrophale Folgen für Russland haben werde. Zudem sei Russland gewarnt worden, dass die USA gemeinsam mit ihren Verbündeten entschlossen reagieren würden.

Der ukrainische Präsident hatte zuvor von "positiven Ergebnissen" bei den Kämpfen gegen die russischen Truppen berichtet. In einer Videoansprache sagte Selenskyj, dass viele dieser Kämpfe an verschiedenen Stellen der Frontlinie stattfinden würden. Der Kreml hat auf die Aussagen nicht geantwortet.

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