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Name Robert Habeck
Beruf Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)
Geburtsdatum 2. September 1969
Geburtsort Lübeck
Wohnort Flensburg

Robert Habeck wurde am 2. September 1969 in Lübeck geboren. Er wuchs in seiner Geburtsstadt auf – seine Eltern betrieben eine Apotheke. Habeck ist einer christlich geprägten Familie groß geworden, er selbst gehört aber keiner Kirche an. Am Gymnasium war er in der Schülervertretung und im Schultheater aktiv und fungierte als Mitherausgeber der Schülerzeitung.

Nach seinem Abitur studierte er Philosophie, Germanistik und Philologie in Freiburg, Humanwissenschaften im dänischen Roskilde und Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg. Im Anschluss an seinen Magisterabschluss 1996 promovierte er an der Universität Hamburg.

Erst Schriftsteller, dann Politiker

Es folgten neun Jahre als freier Schriftsteller, in der er gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch Bücher veröffentlichte. Die beiden haben sich während Habecks Studium in Roskilde kennengelernt und 1996 geheiratet. Gemeinsam haben sie vier Kinder.

Sein Weg in die Politik war ungewöhnlich: Eigentlich wollte er sich bei den Grünen Schleswig-Flensburg nur um einen Fahrradweg für seine Kinder bemühen. Das war 2002. Zwei Jahre später war er Landesvorsitzender der Grünen in Schleswig-Holstein. Darauf folgte der Fraktionsvorsitz 2008, ehe er 2012 die Position des stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein übernahm.

Kann Robert Habeck auch Kanzler?

2018 erreichte er die Spitze seiner Partei: Robert Habeck übernahm zusammen mit Annalena Baerbock den Vorsitz der Grünen. Bei der Bundestagswahl 2021 traten sie auch als Spitzenduo an – zugunsten seiner Co-Vorsitzenden Baerbock verzichtete er auf seine Kanzlerkandidatur. Viele Expert:innen und Teile der Grünen-Fraktion halten das rückblickend für einen Fehler. Denn: Habeck kommt in der Bundesrepublik gut an.

Er trat einen Schritt zurück, bewarb sich um ein Direktmandat und zog 2021 als Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz in den Bundestag ein. Kein Phrasengedräsche und keine Floskeln - so wird der Vizekanzler in den Medien wahrgenommen. Die "Tagesschau" titelte : "Vizekanzler Habeck: Keine Zeit mehr für Posen" und der Spiegel arbeitete "Die fünf Gesichter des Robert Habeck" heraus und beschrieb ihn als "Zweifler" und "Mister wahrhaftig."

Habecks Demut kommt gut an

Habecks politischer Antrieb: "Klimaneutralität und Wohlstand" zu versöhnen. Während der Energiekrise 2022 erklärte der Wirtschaftsminister in einem Videobeitrag: "Mittelfristig müssen wir uns unabhängig machen von fossilen Energien insgesamt." Habeck zeigt sich emotionaler und zweifelnder als seine Kolleg:innen, nahbarer als seine Konkurrenz. Auf seiner Homepage teilt er über einen Blog seine Gedanken. Anders als seine Kolleg:innen stellt er die Politik seiner Regierung infrage. So fragte er im Gespräch mit der "Zeit": "Tun wir genug?"

Habeck findet, die Politik müsse mehr öffentlich zweifeln. Gerade in Zeiten von Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, der daraus resultierenden Energiekrise in Deutschland und der Klimakrise im Hinterkopf kommt seine Demut gut an. Habeck genießt in seiner Funktion als Vizekanzler meist die besten Umfragewerte. So wünschte sich laut einer Forsa-Umfrage (August 2022) die Mehrheit der Deutschen den Grünen-Politiker als künftigen Kanzler – vor Olaf Scholz und Friedrich Merz.

Fragen und Antworten zu Robert Habeck:

  • Welche Ausbildung hat Robert Habeck?

Habeck hat Germanistik, Philosophie und Philologie studiert und einen Magisterabschluss in Literaturwissenschaft und Philosophie.

  • Hat Robert Habeck einen Doktortitel?

Er hat zum Dr. phil. promoviert.

  • Was verdient Robert Habeck?

Laut eigener Aussage verdient er etwa 10.000 Euro im Monat.

  • Mit wem ist Robert Habeck verheiratet?

Robert Habeck ist mit Andrea Paluch verheiratet.

  • Welche Bücher hat Robert Habeck geschrieben?

Die bekanntesten Bücher von Robert Habeck sind: "Zwei Wege in den Sommer" (2006), "Wer wir sein könnten: warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht" (2018), "Ruf der Wölfe" (2019) und "Von hier an anders: Eine politische Skizze" (2021).

Verwendete Quellen: