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Das Wichtigste in Kürze:

  • Andrij Melnyk sieht eine reale Gefahr, dass Russland auch Atomwaffen gegen sein Land einsetzen könnte.
  • Man müsse, so der scheidende Botschafter, in einer neuen Realität aufwachen und entschlossen handeln.
  • Russland sei das "absolute Böse, das besiegt werden muss", so Melnyk.

Der scheidende Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, sieht eine reale Gefahr, dass Russland auch Atomwaffen gegen sein Land einsetzen könnte. Putin sei zu allem fähig, sagte Melnyk in einem Interview mit ntv.

Das hätten die russischen Raketenangriffe auf Städte in der Ukraine gezeigt. Die groß angelegte russische Angriffsserie auf Städte in der Ukraine forderte laut ukrainischen Angaben eine Vielzahl von Leben und zudem gab es mehr als 100 Verletzte, wie die Rettungsdienste mitteilten.

Klarer Appell an Deutschland

Nach dem Interview twitterte der scheidende ukrainische Botschafter, dass es Zeit sei, "aufzuwachen in einer neuen Realität und entschlossen zu handeln". Dieser deutliche Appell richtete sich an Deutschland – er ist der Meinung: "Deutsche wollen immer noch nicht wahrhaben, in welcher gefährlichen Welt sie leben." Russland sei das "absolute Böse, das besiegt werden muss", so Melnyk.

Andrij Melnyk ist nur noch wenige Tage als Botschafter in Deutschland. Er wird am 14. Oktober seinen Standort Berlin verlassen, um einen neuen Posten im Außenministerium in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu übernehmen. Sein Nachfolger ist der ukrainische Diplomat Olexij Makejew.

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