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Das Wichtigste in Kürze:

  • Wladimir Putin hatte vergangene Woche gewarnt, dass man "zum Schutz Russlands" alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen werde.
  • Jetzt wurde Putins "Atom-Zug" auf dem Weg in Richtung Ukraine gesichtet.
  • Ein Militäranalyst ist besorgt, glaubt aber nicht unbedingt an eine Eskalation.

Die Sorgen vor einem atomaren Angriff Russlands werden größer. Wie die "Times" berichtet, ist ein Güterzug mit militärischer Spezialausrüstung in Richtung Ukraine unterwegs. Der Zug soll in Verbindung mit einer Abteilung des russischen Verteidigungsministeriums stehen, die über Atomwaffen verfügt.

Steht eine Eskalation des Konflikts bevor?

Der in Polen ansässige Militäranalyst Konrad Musyka schrieb auf Twitter, dass der in Zentralrussland gesichtete Zug mit der 12. Hauptdirektion des russischen Verteidigungsministeriums in Verbindung stehe. Diese sei "für die Lagerung, die Wartung, den Transport und die Ausgabe von Nuklearmunition an die Einheiten verantwortlich".

Musyka schrieb außerdem, dass die Stationierung solcher Einheiten ein Zeichen für eine bevorstehende Eskalation des Konflikts oder ein Anzeichen für eine groß angelegte Atomübung an der Grenze sein könnte.

Wie ernst sind die Atom-Drohungen zu nehmen?

Mychajlo Podoljak, ein Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, sagte der "Bild": "Angesichts der inneren Panik in der Russischen Föderation und der zunehmenden militärischen Niederlagen steigt das Risiko dafür." Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, Befürchtungen eines russischen Atomschlags sollte nicht nachgegeben werden.

Die Bundesregierung nehme die Drohungen ernst, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Samstag (1. Oktober) in Chisinau in Moldau nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Anatolie Nosatii.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte erst vergangene Woche mit Blick auf die Mobilmachung von 300.000 Reservisten für den Krieg gesagt: "Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Das ist kein Bluff."

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