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Die russischen Besatzungstruppen in der Ukraine bereiten sich offenbar auf Durchbrüche der Ukrainer entlang der Front vor. Das glauben zumindest britische Militärexperten. Rund um die besetzte südukrainische Hafenstadt Mariupol seien dafür Verteidigungsanlagen errichtet worden, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des Verteidigungsministeriums in London am Dienstag (8. November).

"Russland verstärkt seine Linien in allen besetzten Gebieten", so die Mitteilung. Nach Ansicht der Briten soll damit wahrscheinlich raschen ukrainischen Vorstößen im Falle von Front-Durchbrüchen vorgebeugt werden. Mariupol komme als Teil einer Landbrücke zur besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim besondere strategische Bedeutung zu.

Hunderte Soldaten in den vergangenen Tagen gestorben

Obendrein hat Wladimir Putin laut übereinstimmender Medienberichte in den vergangenen Tagen Hunderte Wehrpflichtige verloren. Laut einem Bericht des britischen "Guardian", der mit einem russischen Soldaten gesprochen hat, verlor die russische Armee allein am 2. November bei einem ukrainischen Angriff in der Region Luhansk 440 von insgesamt 570 Wehrpflichtigen.

Laut dem unabhängigen russischen Portal "The Insider" soll eine weitere russische Einheit binnen vier Tagen 300 Mann bei Kämpfen im Gebiet Donezk verloren haben. Das gehe aus einem Beschwerdebrief von Angehörigen hervor. Der zuständige Gouverneur Kozhemyako erkannte die Echtheit des Beschwerdebriefes zwar an – spielte jedoch die Höhe der Verluste herunter. "Wir haben die Kommandanten kontaktiert. Ja, es gibt Verluste, es gibt schwere Kämpfe, aber sie sind weit entfernt von dem, was in diesem Appell geschrieben steht", sagte er in einer Videoerklärung auf seinem Telegram-Kanal.

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