- Bildquelle: Alex Brandon/AP/dpa © Alex Brandon/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Biden und Xi verurteilen die Drohungen mit Atomwaffen durch Russland.
  • Beide Seiten stimmten überein, dass ein "Atomkrieg niemals geführt werden sollte".
  • Das teilten sie auf einem ersten persönlichen Treffen auf der Insel Bali vor dem G20-Gipfel mit.

Bei ihrem Treffen in der Stadt Nusa Dua auf Bali haben Joe Biden und Xi Jinping die russischen Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine gemeinsam verurteilt.

Xi und Biden verurteilen Atomwaffen-Drohungen

Nach US-Angaben stimmten beide Seiten überein, dass "ein Atomkrieg niemals geführt werden sollte". Solch ein Krieg könne niemals gewonnen werden. Das teilte das Weiße Haus nach einem etwa dreistündigen Treffen der Präsidenten am Montag mit. Xi äußerte sich nach chinesischen Angaben "höchst besorgt über die gegenwärtige Situation in der Ukraine".

Biden warnt China vor Gewalt gegen Taiwan

Zugleich jedoch warnte der US-Präsident seinen Amtskollegen aus Peking vor militärischer Gewalt gegen Taiwan. Nach Angaben des Weißen Hauses sagte Biden, dass sich die amerikanische Ein-China-Politik nicht geändert habe. Die USA lehne jede einseitige Änderung des Status quo ab; sei es durch China oder Taiwan. Peking sieht die demokratische Inselrepublik als Teil der Volksrepublik, während sich Taiwan als unabhängig betrachtet.

Xi forderte Biden hingegen auf, sich aus dem Konflikt herauszuhalten. "Die Lösung der Taiwanfrage ist eine Sache für die Chinesen und Chinas interne Angelegenheit", sagte er nach chinesischen Angaben. Es sei die "erste rote Linie, die in den Beziehungen zwischen China und den USA nicht verletzt werden darf".

Es war das erste persönliche Treffen zwischen Xi und Biden seit dessen Amtsantritt vor knapp zwei Jahren. Die beiden halten sich zum diesjährigen G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer auf der indonesischen Ferieninsel auf, der am Dienstag beginnt.

Eigentlich wurde dort auch Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet. Der Kremlchef lässt sich jedoch von Außenminister Sergej Lawrow vertreten.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa