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Das Wichtigste in Kürze:

  • Joe Biden wähnte bei einer Rede die verstorbene Abgeordnete Jackie Walorski unter den Zuhörern.
  • Der US-Präsident hatte sich über ihren Tod damals "schockiert und traurig" gezeigt.
  • Die Sprecherin des Präsidenten erklärte, dass es zu diesem Fauxpas kam, weil Walorski in den Gedanken Bidens gewesen sei.

Die US-Abgeordnete Jackie Walorski ist bei einem Autounfall am 3. August 2022 verstorben. Joe Biden zeigte sich damals "schockiert" über die tragische Nachricht. Nun ist ihm bei einer Konferenz ein sehr unangenehmer Fauxpas unterlaufen.

Der Präsident der Vereinigten Staaten wähnte die verstorbene Abgeordnete bei einer Rede unter den Zuhörern. Bei einer vom Weißen Haus organisierten Konferenz zum Thema "Hunger, Ernährung und Gesundheit" fragte Biden: "Jackie, bist du hier? Wo ist Jackie?"

Biden spielt Kritikern in die Karten

Die republikanische Abgeordnete Jackie Walorski hatte die besagte Konferenz mit anderen Parlaments-Kolleg:innen möglich gemacht. Nach der erschütternden Meldung über ihren Tod hatte sich Präsident Biden in einer offiziellen Erklärung "schockiert und traurig" gezeigt. Er erklärte damals: "Sie wurde von Mitgliedern beider Parteien für ihre Arbeit respektiert."

Dieser Vorfall spielt all jenen Kritikern des US-Präsidenten in die Karten, die regelmäßig die geistigen Fähigkeiten des 79-Jährigen anzweifeln. Biden ist der bisher älteste Präsident in der Geschichte der USA und bekannt für seine Versprecher. Donald Trump hatte den Demokraten immer wieder als schläfrig verspottet und im zurückliegenden Wahlkampf als "Sleepy Joe" bezeichnet. Über einen Patzer wie diesen durfte sich der Republikaner und seine Anhängerschaft mal wieder amüsiert zeigen.

Erklärung: Walorski sei in Bidens Gedanken gewesen

Joe Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre versuchte eine Erklärung für dieses Missgeschick zu finden, wie die dpa berichtete. Der Präsident habe Jackie Walorskis namentlich genannt, weil er in Gedanken bei der verstorbenen Abgeordneten gewesen sei. Er wollte, so die Sprecherin, ihre "unglaubliche Arbeit" lobend erwähnen.

Walorski sei "natürlich" in Bidens Gedanken gewesen, weil er ihre Familie für Freitag (30. September) ins Weiße Haus eingeladen habe, um ein Gesetz zu unterschreiben, durch das eine Klinik für Veteranen nach ihr benannt werde, erklärte Jean-Pierre. Nachfragen seitens der Presse, ob Joe Biden sich peinlich versprochen habe und bei der Familie der verstorbenen Walorski nun um Verzeihung bitten solle, antwortete die Sprecherin, dass sich ihre Antwort nicht ändern werde.

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